Letzter Fahrtag durch Kolumbien

Letzter Fahrtag durch Kolumbien

 

DAS WAR SÜDAMERIKA

 

Es ist soweit, der letzte Fahrtag in Südamerika steht an. Die Zeit vergeht wie im Flug und wir können es kaum glauben daß wir schon bald Abschied nehmen müssen. Doch wir freuen uns auch auf Mittelamerika, haben wir doch noch viel schönes und spannendes vor uns liegen. Wir beginnen unseren letzen Fahrtag gemütlich, um ihn auch richtig zu geniessen.

 

 

 

 

Nach dem Frühstück bummeln wir mit einem kleinen Zug um diese Zooanlage, in der wir die Nacht verbringen durften. Der Zoo ist eigentlich nur da um das wirkliche Geschäft hier zu vertuschen. Das Hauptgeschäft hier besteht aus der Caimanzucht. Manche unserer Gruppe haben dieses Fleisch gestern gegessen, wir stehen nicht so sehr darauf. Unsere Erfahrung mit Krokodilfleisch, das etwas modrig geschmeckt hat ist uns noch in sehr guter Erinnerung.

 

 

 

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Mit 30 kmh Durchschnittsgeschwindigkeit über die Berge Kolumbiens

Mit 30 kmh Durchschnittsgeschwindigkeit über die Berge Kolumbiens

 

 

IM SOMMER ANGEKOMMEN

 

 

In Cartagena  haben wir einen sehr wichtigen Termin. Die Verschiffung unserer Wohnmobile steht kurz bevor. Das heißt wir müssen heute 2 Tagesetappen zusammenlegen und fahren so 320 Kilometer. Das scheint gut machbar zu sein, jedoch haben wir die Verkehrs – und Straßenverhältnisse unterschätzt. Ausserdem gibt es auf unserer Route eine Brückensanierung, wo Wartezeiten bis 4 Stunden angesagt wurden.

Zum Glück haben wir uns dazu entschlossen schon um 6 Uhr in der Früh zu starten. Die Baustelle passieren wir nach einer Wartezeit von nicht mal 10 Minuten. Der LKW Verkehr ist noch nicht im Gange.

 

 

 

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Von der Bohne zum Kaffee

Von der Bohne zum Kaffee

 

HEUTE MACHEN WIR KAFFEE

 

Auf einer Kaffeefinca zu übernachten und keine Kaffeetour zu machen, das geht gar nicht. So begeben wir uns heute nach dem Frühstück in die Kaffeeplantagen. Es ist ein wunderschöner Morgen und wir werden auch von so manchem Getier besucht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sind startklar. Als erstes  werden wir eingekleidet, so wie die richtigen Kaffeepflücker eben.

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Valle de Cocora, Heimat der Wachspalmen

Valle de Cocora, Heimat der Wachspalmen

REGENWALD UND WACHSPALMEN

 

 

Wir möchten noch ein bisschen mehr von Kolumbien sehen und so fahren wir heute mit 2 kleinen Bussen ins Valle de Cocora. Dieses Tal liegt auf knapp 3000 Metern und ist berühmt durch das Vorkommen der Quindio – Wachspalmen. Diese Palmenart ist mit einer Höhe bis zu 60 Metern die höchste Palme der Welt und kann mehrere hundert Jahre alt werden. Sie ist auch der Nationalbaum von Kolumbien und auf allen Werbeprospekten und der 50.000 Peso Note abgebildet.
Ja, in Kolumbien ist man sehr schnell Millionär. 100 000.00 Pesos sind umgerechnet € 28.00.

Wir legen einen Stopp ein, in einem kleinen Dorf das noch nicht vom Tourismus überrollt wird. Ausser uns sind fast nur Einheimische auf den Straßen und in den zahlreichen Cafés rund um den Hauptplatz. Dieses Dorf verstreut sehr viel Charme, die Häuser sind bunt und sehr gut gepflegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Salento dagegen sieht es schon etwas anders aus. Diese Stadt steht mittlerweile in jedem Reiseführer und ist sozusagen ein Muss für alle die nach Kolumbien reisen. Zur Zeit herrscht noch keine Hochsaison und so ist es noch relativ ruhig hier.

 

 

 

 

Vom Mirador führen ca. 200 Stufen in die Stadt. Wir wollen nur eine Kleinigkeit essen und fallen gleich in die erste Pizzeria, die einen sehr guten Eindruck auf uns macht.

 

 

 

Die Speisekarte bietet große, aber auch kleine Pizzen an, so entschließen wir uns für 2 kleine. Die Überraschung gelingt, die Pizzen sind viel größer als erwartet, schmecken aber hervorragend. Solch eine Pizza muß in Italien erst gefunden werden.

Die Rechnung fällt  nicht kleiner aus als die Pizza. Wolfgang meint, hier ist es wie DKT -spielen. Wir werfen nur so um uns mit den Scheinchen.

 

 

 

 

Ein kleiner, ein ganz kleiner Verdauungsspaziergang durch die Stadt, und schon wieder sitzen wir im Bus.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir fahren zu den inzwischen geschützen Wachs Palmen im Valle de Cocora. Durch die Pflanzung von hunderten Avocadobäumen und der fortschreitenden Landwirtschaft war diese Palmenart vom Aussterben bedroht. Innerhalb einer Woche wurde ein neues Gesetz erlassen, die Palmen auch auf Privatgrund zu schützen und nicht durch andere Pflanzungen zu gefährden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der gestrige Regen hüllt diese Hügel in leichte Nebelschwaden. Wir unternehmen eine kleine Wanderung zu den Palmen, eine kleine Gruppe marschiert weiter in den Regenwald. Immer wieder leuchten Blüten in den verschiedensten Farben aus dem Dickicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Guides erzählen uns interessante Geschichten über Kolumbien, wie etwa das mit dem Füherschein. Es gibt zwar eine Fahrschule in Kolumbien, in der die Busfahrer und Taxifahrer eine Prüfung ablegen müssen. Der Rest der Bevölkerung kauft sich einfach eine Fahrerlaubnis. Diese Besteht aus einem kurzen ärztlichen Check und einem kleinen psychologischen Test, der folgende Fragen beinhaltet: lebt man alleine, hat man viele Freunde, was macht man in der Freizeit? Das war es dann schon, keiner lernt etwa die Verkehrszeichen zu lesen oder andere Verkehrsregeln. Dies erklärt auch die Fahrweise der Kolumbianer – Überholen bei doppelter Sperrlinie ist nur eine davon.
Es ist für uns wichtig defensiv zu fahren und sehr aufmerksam zu bleiben.

 

 

 

 

 

 

Auf der Heimfahrt stoppen wir bei einer ganz besonderen Mauer. Diese Skulpturen erinnern an die Ureinwohner Kolumbiens, die Chibcha, und deren Rituale. Die Feinde wurden getötet und auch gegessen. Am Abend erreichen wir müde und um viele Erlebnisse reicher die Kaffeefinca.

 

 

Trenes Caneros – Monster der Landstraße

Trenes Caneros – Monster der Landstraße

 

ZUCKERROHR UND KAFFEE

 

 

Heute ist für uns ein besonderer Tag, unsere Henriette hat Geburtstag. Heute vor einem Jahr haben wir unser Wohnmobil in Empfang genommen um gleich nach Sizilien zu fahren.
Und jetzt, ein Jahr später fahren wir durch Kolumbien.
Die ganze Fahrt heute gleicht einer Tour durch einen Park. Über 300 Kilometer fahren wir an wunderschönen Bäumen, Marktständen mit frischen Ananas, kleinen Dörfern und endlos scheinenden Zuckerrohrplantagen vorbei. Die Bananen sind in Kolumbien auch ein fixer Bestandteil auf der Speisekarte. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einiger Zeit kommen wir an den golden leuchtenden Ananas nicht mehr vorbei. Wir legen einen kurzen Stopp ein um bei einem kleinen Stand hoch auf den Bergen einzukaufen.

 

 

 

Wir wurden schon gestern gewarnt vor den Trenes Caneros, dies sind Lastwagen mit 4 Anhängern voll beladen mit Zuckerrohr. Diese Ungetüme sind nicht ungefährlich, denn Bremsen ist kaum möglich.
Gespannt warten wir darauf dem ersten dieser Monster zu begegnen. Und es dauert nicht lange, da kommen die ersten angerauscht. Und ich kann euch sagen, die sind wirklich sehr beeindruckend.

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Gegenfahrbahn ist einiges los. Zahlreiche Schaulustige beraten, beobachten und staunen. Scheinbar hatte dieser  Anhänger zu schwer geladen, oder einfach ein Rad verloren. Das kann ich beim Vorbeifahren nicht richtig erkennen. Auf jeden Fall erzeugt dieser Unfall einen kilometerlangen Stau.

 

 

 

 

 Nicht nur mit diesen Monstern von Trucks wird das Zuckerrohr transportiert. Das krasse Gegenteil auf der gleichen Straße zwischendrin.

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider begegnen uns auch immer wieder Verkehrsteilnehmer, die teilweise die ganze Gegend einnebeln.

 

 

 

 

Auch heute werden wir wieder von viel Polizei und Militär sehr gut bewacht, vor allem die Brücken.  Die Fahrt heute ist etwas entspannter und ein bisschen  weniger anstrengend als gestern.

 

 

 

 

Die letzen Kilometer sind dann wieder sehr abenteuerlich. Durch ein kleines Dorf führt die Straße, die diese Bezeichnung nicht wirklich verdient, zur Kaffefinca Bosque de Saman.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die spektakuläre Anfahrt hat sich gelohnt, noch nie haben wir vor meterhohem Bambus geparkt. Der Platz ist wirklich sehr schön und ruhig gelegen.

 

 

 

 

 

 

Am Abend haben wir wieder ein Briefing und Uwe ist froh uns alle heil hier zu haben. In der Nähe unseres letzen Übernachtungsplatzes gab es Unruhen in Popayan, Lkw´s und Autos wurden angezündet. Wir parkten einige Kilometer ausserhalb der Stadt und haben so nichts mitbekommen.
Kolumbien ist so ein schönes Land, die Menschen sind fröhlich und freundlich. Ich finde es sehr schade daß es durch diese Terrororganisation immer wieder erschüttert wird. Eine der vielen Schattenseiten des Drogenhandels. 

 

 

Popayan

Popayan

 

EINE STUNDE POPAYAN

 

So ein Morgenspaziergang tut wirklich gut, sitzen wir anschließend doch wieder für einige Stunden im Auto. Die Sicht ist heute ziemlich klar und so können wir einen Blick auf den Vulkan werfen.

 

 

 

Wir marschieren durch den Wald hinter dem Parkplatz, auf dem wir die Nacht verbracht haben.
Es ist herrlich wieder frische Luft zu atmen. Entlang blühender Büsche wandern wir zu einem See. Der Boden ist ganz feucht, befinden wir uns doch in einem Nebelwald.

 

 

 

An einem kleinen See angekommen erzählt uns Roger, der uns schon in Peru begleitet hat von den Zwergen, die hier schon so manchem erschienen sind und auf blonde Frauen stehen. Sie sollen schon so manche zu sich geholt haben.
Scheinbar sind wir Blondinen alle zu alt, oder zu wenig echt, jedenfalls ziehen wir gemeinsam weiter.

 

 

 

 

 

Gleich nach unserer Rückkehr vom Spaziergang starten wir unsere Motoren und begeben uns auf den Weg nach Popayan.

Die heutige Strecke ist zwar nur 250 Kilometer lang, zieht sich aber über endlose Kurven, Kehren und Berge. Die ersten 100 Kilometer sind wir restlos begeistert von der wunderschönen Landschaft. Wir fahren oberhalb sehr tiefer Täler, die Aussicht ist atemberaubend schön.

 

 

 

 

 

 

Doch dann wird die Fahrt wirklich sehr anstrengend, die vielen Lastwagen fordern erhöhte Konzentration. Sie fahren ohne Rücksicht auf Verluste, überholen auf der kurvenreichen Strecke und machen uns das Vorwärtskommen oft schwer. Doppelte Sperrlinien haben hier scheinbar keine Bedeutung. Was uns noch auffällt, die LKW´S sind extrem sauber, überall wo es Wasser gibt wird geschrubbt und geputzt was das Zeug hält.

 

 

 

 

 

 

Was uns in Kolumbien wirklich sehr auffällt, sind die freundlichen Menschen. Immer wieder winken sie oder zeigen die Daumen hoch. Ich denke sie freuen sich über Touristen, die trotz der schwierigen Lage ihr Land bereisen. Ausserdem ist die Sauberkeit hier sehr wohltuend für das Auge. Die Häuser und Vorgärten sind gepflegt und überall blühen Bäume und Blumen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht nur die „Grossen“, auch die Kleinen wollen es wissen und messen sich mit unseren Fahrzeugen.

 

 

 

 

In diesen Ländern fühle ich mich wie im Paradies, überall wird frisches exotisches Obst angeboten. Manchmal widerstehen wir nicht und bleiben kurz stehen um für wenig Geld viel einzukaufen.

 

 

 

 

Angekommen in Popayan, der Stellplatz liegt ausserhalb der Stadt, besteigen wir gleich eine Chiva und fahren in die Stadt.

 

 

 

 

Wir besteigen einen Hügel oberhalb der Altstadt und geniessen wir viele Einheimische den schönen Blick auf die Häuser.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschließend fahren wir in die Altstadt, wo wir die Kathedrale besichtigen. Es findet gerade eine Messe statt, heute ist ja Aschermittwoch.

 

 

 

 

 

 

Ein kurzer Spaziergang am Hauptplatz und schon wieder fahren wir zurück zu unserem Übernachtungsplatz. Wir sind nach dem anstrengenden Fahrtag zu müde um in der Stadt zu bleiben.
Popayan ist die Hauptstadt des kolumbianischen Departamento de Cauca und hat 220 000 Einwohner. Es ist wirklich schade daß wir nicht länger hier bleiben können um die Stadt genauer zu erkunden. Was wir gesehen haben hat uns sehr beeindruckt, doch die Sicherheit hat uns länger in Ecuador gehalten, was auch sicher richtig war.

 

Kolumbien – Sonnenseiten und Schattenseiten eines wunderschönen Landes

Kolumbien – Sonnenseiten und Schattenseiten eines wunderschönen Landes

 

VON MILITÄR UND POLIZEI BEWACHT

 

Heute sollten wir Ecuador verlassen und nach Kolumbien einreisen. Doch aus Gründen der Sicherheit bleiben wir noch einen Tag länger in der Finca Sommerwind. In der Früh erhalten wir die Schecknachricht, daß einer unserer Mitreisenden in der Nacht notoperiert werden musste, daher uns nicht mehr weiter begleiten kann. Wir sind alle sehr betroffen. Er befindet sich zum Glück in einem ausgezeichneten Krankenhaus und wird nach seiner Entlassung hier auf der Finca bestens versorgt werden bis er die Heimreise antreten kann. Auch aus diesem Grund tut ein weiterer Tag hier in dieser schönen Umgebung sehr gut.

Kolumbien ist seit einiger Zeit sicherer geworden, doch in den letzen Tagen kam es erneut zu Unruhen, gesprengten Brücken und Überfällen. Die ELN , eine Terrororganisation soll bis zum nächsten Tag in der Früh aktiv sein. Sie wollen die Armut im Land stoppen und haben es auf reiche und „scheinbar“ reiche Leute abgesehen. Dieses Risiko gehen wir natürlich nicht ein, bleiben dafür am nächsten Tag nur für eine Nacht im Nationalpark.

So nutzen wir den Tag um unser Auto in Schuss zu bringen, Kofferraum ausräumen und putzen, Winterkleider verstauen und Wäsche waschen.

Schon vor 6 Uhr in der Früh verlassen wir diesen wirklich schönen Platz und fahren Richtung Grenze. Wir haben beschlossen die nächsten Tage nicht alleine zu fahren, sondern haben uns mit 2 anderen Fahrzeugen zusammengetan. Zur Abwechslung und der Sicherheit wegen fahren wir im Konvoi.

 

 

 

 

 

Nach ca. 100 Kilometern erreichen wir die Grenze zu Kolumbien, nun heißt es Abschied nehmen von Ecuador.
Die Grenzformalitäten sind schnell erledigt, unsere neuen Versicherungspolizzen werden von Olga an die Grenze gebracht und so können wir einreisen. Die Straßen, vor allem die Brücken sind überall bewacht. Uns begegnen sehr viele bewaffnete Soldaten und Polizei.

 

 

 

 

 

 

Wir werden immer wieder freundlich begrüsst und passieren so manche Kontrollposten mit „Daumen hoch“ winkenden  Menschen. 

Schon einige Kilometer nach der Grenze fahren wir zu einer Seilbahn, diese hat heute leider wegen Revision geschlossen – ausgerechnet heute. Doch es gibt noch einen Weg zu diesem einen, bestimmten Platz zu kommen, nämlich mit dem Auto.

So fahren wir einige Kilometer in eine Schlucht, wo sich eine ganz besondere Kirche befindet. Die Wallfahrtskirche Santuario de la Virgen del Rosario de Las Lamas hat wirklich eine spektakuläre Lage. Mitten in einem Canyon der dem Guaitara Fluss wurde diese Kirche auf eine Brücke gebaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier soll einer eine Marien- Erscheinung gehabt haben und deshalb steht diese Kirche an diesem besonderen Platz.
Von außen erscheint sie uns wie ein Disney Schloß, sehr verschnörkelt und mit viel Weiß verziert. Innen besticht sie durch die wunderschönen bunten Glasfenster. Hinter dem Altar ist der Fels sichtbar , in den sie gebaut wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist echt enorm wie hoch die Grundmauern dieses Bauwerkes sind.

 

 

 

 

Der Aufstieg zeigt erst wie steil der Weg nach unten war. Oben stärken wir uns mit einer guten Hühnersuppe mit Kartoffeln und Bananen  und bezahlen für 2 Suppen und 2 Getränke umgerechnet nicht einmal € 3.oo .

 

 

 

 

 

 

 

 

Der weitere Weg ist ein ständiges Auf und Ab. Die Straßenverhältnisse sind sehr gut und ebenso bewacht. Immer wieder begegnen uns Militär und sehr viel Polizei. Wir fahren auch über eine sehr spektakuläre Brücke, ebenfalls von Militär bewacht. Ganz weit unten fließt der Juanambu.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Übernachtungsplatz ist heute ein Parkplatz im Park Ambiente Chimayoy, welcher ebenfalls von Mensch und Hund bewacht wird. Wenn die Sicht es erlaubt können wir von hier aus den über 4000 Meter hohen Vulkan Galeras sehen. Heute ist er hinter Wolken versteckt, hoffen wir auf Morgen. Es war heute ein sehr schöner, aber auch anstrengender Fahrtag, aber das ist erst der Anfang. 

 

Finca Sommerwind

Finca Sommerwind

 

EIN KLEINES PARADIES IN ECUADOR

 

 

Wieder einmal seit längerer Zeit haben wir einen freien Tag. Wolfgang ist leider damit beschäftigt sich um die Fehlermeldung unseres Wohnmobils zu kümmern.
Eine kleine Gruppe von 5 Personen entschließt sich den Tag für eine Wanderung zu nutzen. Nach den langen Fahrtagen tut Bewegung wieder einmal sehr gut.

 

 

 

 

 

 

Der Weg führt steil, so richtig steil, eigentlich senkrecht den Berg hoch. Doch die Anstrengung wird durch einen Blick zurück immer wieder belohnt. Die Aussicht ist fabelhaft, die Flora am Wegesrand, wenn man denn diesen Pfad so nennen kann, ist sehr abwechslungsreich und spannend.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bald haben wie die größte Anstrengung hinter uns und der Weg führt nur noch leicht bergauf. Wir marschieren oberhalb des Campingplatzes und erfreuen uns immer wieder der traumhaften Aussicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Plötzlich höre ich ein mir inzwischen bekanntes Geräusch. Wir werden von einer Drohne verfolgt. Anfangs winken wir freundlich, doch dann steuert die Drohne in einem Höllentempo genau auf mich zu. Ich kann mich im letzen Moment noch ducken und so saust sie an meiner Hutkrempe vorbei, den Windhauch spüre ich deutlich im Gesicht. Glück gehabt, das könnte in´s Auge gehen. Wie wir später erfahren war die Verbindung zur Drohne plötzlich unterbrochen und sie geriet ausser Kontrolle.

 

 

 

In einem kleinen Dorf angekommen bekämpfen wir unseren Flüssigkeitsmangel mit einem kühlen Bier und machen uns bald wieder bereit zum Abstieg.

 

 

 

 

 

 

Dieser stellt sich als nicht sehr einfach heraus, es scheint daß dieser Weg nicht oft benutzt wird. Durch das Gebüsch, teilweise mit Dornen gespickt suchen wir einen Weg nach unten. Es macht trotz der Mühe riesigen Spaß.

 

 

 

 

Die Sonne knallt inzwischen vom Himmel und so sind wir froh bald wieder die Finca Sommerwind zu erreichen, wo wir uns gleich mit Kaffe und wunderbaren Kuchen stärken.

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch einige unserer Truppe wollten etwas später diesen Weg besteigen, haben aber sehr schnell aufgegeben, da der Aufstieg zu steil und zu anstrengend war.

Quitsa To, der echte Äquator

Quitsa To, der echte Äquator

 

DER ECHTE ÄQUATOR

 

 

 

Das richtige Äcuator Denkmal Quitsa To, steht 240 Meter nördlich von dem sehr prachtvoll angelegten „falschen“ Monument, an dem Charles Marie de La Cordamine mit einer französischen Expedition 1736 als erster Europäer die  Position des Äquators bestimmte. Zu Zeiten des GPS konnte dieser genauer bestimmt werden.

 

 

 

 

Ich möchte auf der „echten“ Linie stehen und so legen wir auch dort einen kurzen Stopp ein.
Dieses Denkmal ist ganz einfach gehalten, ein großer Platz mit einer orangen Säule, die sogleich die Funktion einer Sonnenuhr hat. Diese zeigt nicht nur die Zeit, sondern auch den Monat an, wenn man es versteht diese Daten zu lesen.

 

 

 

 

 

 

Wir fahren heute nur eine kurze Etappe, mit schönen Aussichten, Cafébesuchen und Rosenplantagen.
Ecuador ist bekanntlich einer der „großen“ Rosenexporteure, doch aus verständlichen Gründen dürfen die Glashäuser nicht von Aussenstehenden betreten werden.
Eine historische Hazienda kann von außen betrachtet werden, die Türen sind auch hier leider verschlossen. Früher konnte man anscheinend noch hinein.
Wir geniessen für kurze Zeit den schönen Garten und bewundern durch die Glasscheiben die prachtvollen Rosensträuße auf den Tischen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir fahren durch die Städte Cayambe und Otavalo . In Cayambe wird der Fasching auf ganz besondere Weise gefeiert . Die ganzen Straßen sind mit Rosenblättern bestreut. So verlassen wir die Stadt sozusagen auf einem Rosenteppich.

 

 

 

 

 

 

 

 

In Otavalo werden auch Rosen gestreut, aber aus einem ganz anderen Grund. Hier findet eine Hochzeit statt. Die Gäste sind teilweise ganz schick in Trachten gekleidet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir verlassen die Stadt wieder durch die engen Gassen, überall herrscht reges Treiben an den Marktständen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Laguna Cuicocha führt ein Weg sanft auf den Berg hinauf. Wie in jedem Dorf heißt es den Weg zick zack zu suchen, das Navi kennt die Einbahnen prinzipiell nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Wolken hängen mittlerweile wieder etwas tief und so erstrahlt der Kratersee nicht in dem gewöhnlichen dunkelblau.

 

 

 

 

Das Besondere an diesem Kratersee sind die 2 Inseln in der Mitte, welche bei einem Ausbruch entstanden. Geschichten zufolge wachsen auf einer der Inseln ganz besondere Beeren, diese werden von Burschen als Liebesbeweis geholt, indem sie den See durchschwimmen. So erzählt man es zumindest. Bei uns zuhause werden zu diesem Zweck Edelweiss aus der Felswand geholt, zumindest war es früher so. Wir machen uns wieder auf den Weg um unseren  Campingplatz vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurz nach Ibarra an einem See gelegen befindet sich die Finca Sommerwind, die von einem deutschen Ehepaar betrieben wird. Dort dürfen wir die nächsten Tage verbringen. Hinter unserem Wohnmobil wachsen Zitronen, Mandarinen und Orangen. 
Mit frisch gebackenem Brot, das wir vorbestellt hatten, werden wir dort erwartet. Am Abend verwöhnen uns unsere Gastgeber mit einem wunderbaren Barbecue.

 

Quito auf eigene Faust

Quito auf eigene Faust

 

DIE HAUPTSTADT VON ECUADOR

 

 

Nach einem gemütlichen Morgen, wir können uns seit langem wieder etwas Zeit lassen, fahren wir selbständig mit einem Taxi in die Altstadt von Quito. Doch erst begebe ich mich auf den 6. Stock des Hotels, auf dessen Parkplatz wir die nächsten Nächte verbringen. Von dort habe ich einen schönen Blick auf die Stadt und den Vulkan Cotopaxi.

 

 

 

 

 

 

 

 

In einer so großen Gruppe wie wir gestern unterwegs waren bekommt man zwar einen ersten Eindruck von der Stadt, aber so richtig Zeit bleibt da für nichts.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir steigen am Plaza Grande aus und machen uns auf die Suche nach der angeblich ältesten Straße der Stadt.

 

 

 

 

Über einen kleinen Umweg werden wir auch fündig. Doch erst werfen wir einen Blick in die Kirche San Francesco, die so ganz und gar ungewöhnlich ist. Wir haben schon sehr viele Kirchen besucht, die dem hl. Franziskus geweiht sind, doch so prunkvoll und mit Gold überladen war keine davon. Eher waren alle sehr schlicht und zum Teil schmucklos gehalten.
Fotografieren leider verboten. Die kleine Seitenkapelle ist nicht ganz so prachtvoll, dafür gelingt mir ein Foto.

 

 

 

 

In der ältesten Straße ist uns gestern schon eine Bäckerei aufgefallen, heute haben wir Zeit und geniessen ein wunderbares Quinoa Brot und einen sehr schmackhaften Kuchen. Natürlich nutzen wir die Gelegenheit und nehmen etwas von diesem köstlichen Brot mit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir entdecken hinter teils unauffälligen Eingängen wunderschöne Innenhöfe mit Cafe´s, Geschäften und Restaurants.

 

 

 

 

 

 

Am Plaza Grande nehmen wir uns dann ein Taxi und fahren in die Neustadt , dort hat Wolfang wieder einmal ein Restaurant ausfindig gemacht. Es herrscht sehr viel Verkehr, doch hier läuft alles sehr ruhig und friedlich ab. Es wird kaum einmal gehupt, nicht so wie in Peru. Da hupt jeder jeden an, und dann weiß kein Mensch mehr wer denn jetzt damit gemeint ist, und es reagiert auch keiner darauf. Diese Langsamkeit hat auch Vorteile, gibt es doch am Straßenrand immer wieder etwas interessantes zu entdecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quito ist wirklich eine sehr saubere, lebenswerte Stadt. Kein Gehupe, keine Hektik, einfach nur schön.