Erster Eindruck von Lissabon – bunt und viele Treppen

Erster Eindruck von Lissabon – bunt und viele Treppen

 

ZWISCHENSTOPP IN LISSABON

 

Nach einem Jahr mit dem Wohnmobil durch 16 Länder wird es nun Zeit für uns heimzufahren. Wir haben uns schon vor Wochen dazu entschlossen die Wartezeit auf unser Wohnmobil ( es schippert von Halifax nach Antwerpen) in Lissabon zu verbringen.

Bei schönstem Wetter fliegen wir Lissabon an, die Aussicht auf die Stadt ist grandios. Leider habe ich keine Kamera in der Nähe, diese steckt im Handgepäck über unseren Köpfen.  Die Fahrt  mit dem Taxi zum Hotel verzögert sich durch eine Oldtimer Ralley, die den ganzen Verkehr lahmlegt. Unser Taxifahrer schimpft über die „reichen Leute“, die hier so ein „Theater“ veranstalten und die Luft verpesten. Nach einigen Minuten entschließen wir uns auszusteigen und die letzen 700 Meter zu Fuß zu gehen.

 

 

 

 

Das Hotel Avenida Palace liegt in der „Unterstadt“ von Lissabon an der Rue 1° de Dezembro. Von Aussen hat der Palast etwas an Glanz verloren, ganz anders sieht es im inneren aus.

 

 

 

 

Zur Zeit des 2. Weltkriegs hatte dieser Palast eine besondere Bedeutung. Portugal hieß Spione aus anderen Ländern willkommen.  Dies war möglich , da Portugal während des Kriegs ein neutrales Land war.

Der Avenida Palace war neben dem Café Nicola, der Terrasse des Hotels Mondial eine bevorzugte Location der Spione. Jede Gruppe von Spionen  hatte die  Wahl. Der Avenida Palace wurde von den Deutschen frequentiert, die einen geheimen Weg vom 4. Stock dieses Hauses zum Bahnhof nutzten. Mal sehen, ob ich diesen Geheimgang finden kann!

Mich erinnert die Stadt etwas an Positano an der Amalfiküste. Um die Stadt zu besichtigen kommt man nicht darum herum hunderte Treppen zu steigen. Lissabon erstreckt sich  über mehrere Hügel, da ist gutes Schuhwerk notwendig. Die Gehwege sind aus polierten kleinen Steinen, und werden bei Regen selbst mit Wanderschuhen oder guten Turnschuhen extrem rutschig. Absolut keine Stadt für Highheels, und doch gibt es manche leidenswillige Menschen.

 

 

 

 

Der beste Weg für uns ist eine Stadt zu Fuß zu erkunden, beim Bummeln durch die Straßen und Gassen gibt es immer wieder etwas zu entdecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer auf Seafood steht, ist in Lissabon gut aufgehoben. An jeder Ecke werden die verschiedensten Arten von Meerestieren angeboten. Ich gebe zu, es gibt so einiges das mich nicht wirklich zu probieren lockt.

 

 

 

 

Gegenüber vom Theater liegt der Praca Dom Pedro IV mit dem  Denkmal und 2 identischen Springbrunnen auf jeder Seite. Ein sehr beliebter Platz auch für Schausteller. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Entlang de Rua Augusta, der Fußgängerzone gelangen wir durch den  Arco da Rua Augusta zum ehemaligen Handelsplatz, dem Praca do Comercio.

 

 

 

 

 

 

Ganz in der Nähe unseres Hotels gibt es die Möglichkeit mit einem Aufzug,  dem  Elevador da  Gloria,  in den höher gelegenen Stadtteil Bairro Alto zu gelangen, wo sich die besten Restaurants befinden. Die Calcada da Gloria ist eine der steilsten Straßen der Stadt, wobei man dies an den Fotos nicht wirklich erkennen kann.

 

 

 

 

Wir nutzen diese Gelegenheit, sind die ersten die einsteigen und wundern uns nicht schlecht.

 

 

 

 

 

 

Diese Idee hatten wohl viele Menschen, in kürzester Zeit ist der Aufzug aber so was von voll. Vorbei an wunderschönen Wandbemalungen tuckelt der Aufzug die steile Straße hoch. Den Abstieg meistern wie zu Fuß, so gelingt es auch die „Streetart“ auf Bildern festzuhalten. Doch erst geniessen wir die Aussicht vom Miradouro de Sao Pedro de Alcantara.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die legendäre Straßenbahnlinie Nr.28 scheint ein besonderes Highlight zu sein, wir staunen über die ewig lange Schlange an der Haltestelle und beschließen unseren Weg zu Fuß weiterzugehen. Wir versuchen unser Glück an einem anderen Tag.

 Über eine Rolltreppe erreichen wir einen weiteren Hügel von Lissabon. 

 

 

 

 

 

 

Jetzt sind wir in einem „Einheimischenviertel“ Lissabons gelandet. Die engen Straßen unterscheidet dieses Viertel nicht von den anderen, eher die Häuser und Geschäfte.  Und es sind kaum Touristen in diesen Straßen.

 

 

 

 

 

 

Ein nicht zu übersehendes Verkehrszeichen soll die hier lebenden Menschen von den Touristenströmen schützen. Hier ist der Durchgang verboten, für mich auch irgendwie verständlich.

 

 

 

 

Wieder in der Unterstadt angelangt besichtigen wir die vom Erdbeben 1755  noch gezeichnete Kirche San Domingo. Die mächtigen Steinsäulen haben diese Erschütterungen überstanden, das Dach jedoch mußte ersetzt werden.

 

 

 

 

Heute Abend speisen wir in einem richtigen Einheimischen Lokal. Die Preise sind hier wohl auch für die ärmere Bevölkerung erschwinglich.

 

 

 

 

Manch einer stellt sich an den Tresen und bestellt eine warme Suppe. Diese kostet nur € 1,25. Die Nachspeise des Tages, ein wunderbares Tiramisu bei dem nicht mit Macarpone gespart wurde, kostet gerade mal € 1,80. Und kaum zu glauben, eine kleine Flasche  wirklich guten portugiesischen Wein bekommen wir um € 5.00

 

 

 

 

 

 

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