Festgefahren am Lago Buenos Aires

Festgefahren am Lago Buenos Aires

 

Von Denkmälern und kleinen Dörfern

 

Auf der heutigen Strecke würde es sich anbieten die Cueva de las Manos, eine Höhle mit Malereien aus der Zeit von 7000 bis 1000 vor Christus zu besichtigen. Das wären zusätzlich 84 km Piste.
Ohne diesen Umweg haben wir heute auch schon 410 km zu bewältigen, deshalb entschließen wir uns diese Malereien auszulassen. Was sich im Nachhinein als gute Entscheidung herausgestellt hat, da die Farbkleckse  der „alten Malereien“ noch am Boden sichtbar waren. Angeblich eine Verarschung. Wir haben solche schon einmal in Afrika gesehen, das hat uns gereicht.
Die Fahrt ist heute wieder ein bisschen abwechslungsreicher, die Straße schlängelt sich über kleinere Erhöhungen, die ersten roten Felsen leuchten in der Sonne.

 

 

 

Erst denken wir es liegen Steine auf der Fahrbahn, bis wir genauer hinsehen. Schwärme von Heuschrecken bedecken die Straße, krabbeln und versuchen zu fliegen, und das kilometerweit.

Ein Guanako rennt neben unserem Auto einem Zaun entlang, ganze 60 kmH schnell. Ich hätte nicht gedacht daß sie soooo schnell rennen können. 

 

Andere grasen friedlich und beobachten uns von der Ferne.

Am Nachmittag erreichen wir den Lago Buenos Aires, wo wir unser Nachtlager aufschlagen. Doch das muß noch ein bisschen warten. Wir bleiben bei der Anfahrt an den Strand im tiefen Kies stecken. Keine Chance rauszukommen, trotz Allrad, der Kies ist einfach zu tief.

 

 

 

 

 

Gleich nähert sich ein Trupp helfender Hände, und ruck zuck, ein bisschen angeschoben ist unsere Henriette wieder befreit und kann ihren Platz neben den anderen Fahrzeugen einnehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist schon gut Hilfe zu haben, dies ist ein großer Vorteil in einer Gruppe zu reisen.

Der Lago Buenos Aires gehört halb zu Argentinien und halb zu Chile, er hat auch 2 verschiedene Namen. Schon komisch, da müsste der Bodensee 3 Namen haben. Sachen gibt es……

Der Sonnenuntergang entschädigt uns wieder für die lange Fahrt durch die Pampa. Es vergeht kein Tag ohne schöne Erlebnisse und tolle Bilder. Wir übernachten auf einem Parkplatz direkt am Ufer des Sees.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Frühstück geht es wieder auf die Straße, die nicht immer diesen Namen verdient. Die Route 40, eine Hauptverkehrsverbindung gleicht oft einem Mienenfeld. Übersät mit Schlaglöchern, die oft über die ganze Fahrbahn reichen, da gibt es kein Ausweichen mehr durch Slalomfahren, sondern da hilft nur noch bremsen und so sanft wie möglich durchfahren. Immer wieder begegnen wir entlang der Straßen für uns merkwürdigen Denkmälern, doch hier in Argentinien haben sie eine ganz spezielle Bedeutung. So wie die der Difunta Correa. http://difunta correa

 

 

Auf unserer heutigen Fahrt kommen wir an Baja Caracoles vorbei, das ist ein Dorf mit nur 53 Einwohnern. Ich kann das gut verstehen, ich kann mir nicht vorstellen hier zu leben. Aber es gibt eine Tankstelle, an der wir jedoch nicht unseren Tank auffüllen. Viel lieber verwöhnen wir unseren Magen mit einem köstlichen Kaffe. Hier treffen wir auch wieder einemmal auf einen unserer Mitreisenden, was äusserst selten vorkommt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Piste, die früher noch viele Kilometer weit bis Rio Mayo führte, ist heute geteert. Wir machen eine kleine „Stadtrundfahrt“, sind uns jedoch einig daß dieses Dorf nicht so sicher sein kann, da hier alle Häuser vergittert sind, zusätzlich mit Zäunen umgeben. Wir machen uns wieder aus dem Staub, wollen unser Auto nicht irgendwo abstellen und alleine lassen.

 

 

 

 

So verlegen wir unsere Kaffeepause auf einen Parkplatz neben der Straße einige Kilometer weiter, haben wir doch selber den besten Kaffe im Wohnmobil. Bei fantastischer Aussicht geniessen wir so unsere Pause, bevor ich das Steuer übernehme. Oft denke ich an einige unserer Mitreisenden, die die ganze Strecke alleine fahren müssen, da der Beifahrer nicht fahren will oder darf. Da geht es uns schon gut.

 

 

 

 

 

 

 

 

Angekommen in Gobernador Costa wird es Zeit etwas zu essen. Heute laden wir Lorenzo zu einem Kaiserschmarren mit Marillenröster ein.

 

 

 

 

 

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