Spektakuläre Gebirgslandschaft der Madonien

Spektakuläre Gebirgslandschaft der Madonien

 

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Für kurze Zeit nehmen wir Abschied von der Küste und fahren ins Landesinnere von Sizilien.

 

 

 

 

 

 

In den Bergen hinter Cefalu geht es ruhig zu. Der Verkehr beruhigt sich mit jedem Kilometer.

Auch zahlreiche Bergdörfer in imposanter Lage, Weideflächen und verkarstete Flächen in  der Berglandschaft mit zahlreichen Dolinen prägen die Landschaft.  Im Winter brausen die Schifahrer über die Pisten, im Sommer kann dieses Gebiet wunderbar erwandert werden. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Weg nach Piano Battaglia, auf 1650 m Seehöhe gelegen passieren wir einige der fotogenen  Bergdörfer wie Castelnuovo, Petralia Sottana und Petralia Soprana. Ersteres erreichen wir wieder einmal zur Mittagszeit, wir beschließen auf die Besichtigung von Castelbuono zu verzichten und stoppen in Petralia Soprana. 

 

 

 

 

 

 

Es ist ratsam vor den Toren der Stadt zu parken, zumindest mit einem Wohnmobil. In wenigen Minuten ist das Zentrum zu Fuß zu erreichen. Wir lassen uns wie üblich erst einmal treiben, sehen wohin und der Weg oder die Treppe führen mag.

 

 

 

 

 

 

Und dieser Weg führt uns direkt zum Domplatz. Über weitere Treppen und enge Gassen erreichen wir einen weiteren sehenswerten Platz, an dem ein ehemaliges Karmeliterkloster zum Rathaus umfunktioniert wurde. Was mir gleich auffällt, die Menschen hier verstecken sich regelrecht wenn sich jemand mit einer Kamera nähert. Hierher scheinen sich noch nicht allzu viele Touristen zu verirren. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Terrasse des kleinen Cafés finden wir einen Sonnenplatz und beobachten das Geschehen rundherum. 2 Wohnmobilfahrer  haben sich wohl hierher verirrt , parken ihren Camper vor dem Denkmal und erkunden zu Fuß die Umgebung, wo denn der Weg wieder aus der Stadt führt. Es gilt eine Straße zu finden, die breit genug dafür ist. Wir sind froh Henriette draußen vor den Toren der Stadt geparkt zu haben. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter führt uns der Weg vorbei an Petralia Sottana, die moderne der beiden Städte,  in die Berge nach Piano Battaglia. 

 

Die Parkplätze dieses Wandergebietes laden nicht zum Übernachten ein, jedoch finden wir einen wunderbaren Platz auf einer Wiese. Scheint erst noch die Sonne, ziehen bald dichte Nebel auf und nehmen uns jegliche Aussicht. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch wenn wir keine Sicht nach aussen haben, geniessen wir unser Abendessen eben in der „warmen Stube“ des Wohnmobils.

 

 

 

 

Schon vor Sonnenaufgang wird meine Neugier geweckt, ob es hier oben denn so gar kein Leben gibt, ausser uns natürlich. Ich werden bald angenehm überrascht. Ein junger Hirsch schleicht sich an uns vorbei und beobachtet uns von der Ferne. 

 

 

 

 

Bald hat er genug gesehen und macht sich auf die Socken in Richtung Doline. Dort wächst sichtlich das beste Gras.  

 

Hier in der Bergwelt hat sich eine landschaftliche und botanische Vielfalt auf relativ kleinem Raum entwickelt. Es gedeihen in dem  40.000 Hektar großen Park mehr als 2.600 Pflanzenarten. Einige davon gibt es nirgends sonst auf der Welt.

 

Gleich neben unserem Wohnmobil blühen Mininarzissen und kleine Enzianblüten.

 

 

 

 

 

 

Der Pizzo Carbonara ist mit 1979 m der höchste Berg der Madonien. Diesen wollen wir heute erklimmen, so ist jedenfalls der Plan. Bei einer Morgentemperatur von 0,5° lassen wir uns noch ein wenig Zeit und geniessen die wärmende Sonneneinstrahlung in unser Wohnmobil. 

 

 

 

 

Hierher zu fahren war schon vor einigen Wochen geplant, heute sind wir froh erst jetzt hier zu sein. Die Vegetaton beginnt gerade erst aufzugehen, der Schnee zieht sich erst langsam zurück.

 

Wir schnüren unsere Wanderschuhe und marschieren los. Anfangs ziemlich flach  über die grüne Hochebene steigt der Weg bald an und führt über steiniges Geröll bergauf. 

Schon bald marschieren wir über die ersten Schneefelder, welche mit steigender Höhe immer mehr zunehmen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir beschließen auf das Gipfelerlebnis zu verzichten, haben keine Lust über riesige, steile Schneefelder zu stapfen. Auf der Suche nach Schnee sind wir hier auf Sizilien doch wirklich nicht. 

Es zieht uns wieder an die Küste. Die Straße die durch die Madonien führt, verdient diese Bezeichnung auf keinen Fall. So eine Rumpelpiste kennen wir höchstens noch von Südamerika. 

 

Die Landschaft entschädigt jedoch die Mühe durch die Löcher der immer wieder abbrechenden Straße zu fahren. So schaukeln wir wie auf einem Schiff bei hoher See mit nicht mehr als 25 km/H über die Berge, wieder vorbei an beeindruckend an Felshängen klebenden Städten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit Blick auf Gangi, einer Stadt die wie viele andere auf einem Felsen zu kleben scheint, legen wir eine Kaffeepause ein. In der Ferne sind die Umrisse des Etna zu sehen. Bei klarem Wetter muß dieser Anblick ein Traum sein. Wir sind jedoch zufrieden so wie es ist und freuen uns wieder auf die Küste.

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