Cjalcions

Aus Monikas Küchenwerkstatt

Die Küche der Region Friaul – Julisch Venetien, im nordöstlichsten Zipfel Italiens gelegen, ist durch zwei unterschiedliche Merkmale charakterisiert: Sie ist einerseits eine einfache, bäuerliche, bodenständige, deftige Küche mit langer lokaler Tradition, die andererseits aber auch deutlich Einflüsse der geographisch nahen Nachbarn Österreich, Slowenien und Venetien aufweist. Ein ganz besonderes Rezept aus dieser Gegend möchte ich euch heute gerne näherbringen. Cjalsons gehören vermutlich zu den bekanntesten und am meisten geschätzten Gerichten in der friulanischen Küche.

Zutaten für den Teig: Mehl 00, lauwarmes Wasser und eine Hand voll gekochte, passierte Kartoffeln.

Der Teig wird wie ein Pastateig zubereitet, wobei bei diesem Rezept eine Handvoll gekochte passierte Kartoffeln in den Teig eingearbeitet wird. Für den Pastateig werden 10 Esslöffel feinstes Mehl und statt der Eier lauwarmes Wasser mit den Händen zu einem feinen Teig verarbeitet.

Fülle:

Fein gehackte Zwiebeln, Petersilie, je nach Geschmack kann auch Minze und Melisse verwendet werden, werden in etwas Butter schön angeröstet. Dann gebe ich die restlichen passierten Kartoffeln dazu und mische alles vorsichtig durch. Eine Hand voll Rosinen, Zimt und Zucker, sowie die Schale einer Zitrone werden unter die Masse gehoben. Ich gebe auch noch einige getrocknete, fein gehackte Feigen dazu.

Der Teig wird mit einem Nudelholz dünn ausgewalkt. Dann werden Kreise ausgestochen ( ca. 8 cm Durchmesser ), mit einem Löffel der Kartoffelmasse gefüllt und zu einem Halbmond geformt.

Die Cjalcions werden ca. 5 Minuten in Salzwasser gekocht , ich bereite sie im Dampfgarer zu – so können sie nicht platzen.

Die Teigtaschen auf sehr heißen Tellern anrichten und mit reichlich geriebenem geräucherten Ricotta, Rosinen, Zimt, Zucker und gebräunter Butter übergießen. Die fertigen Teigtaschen werden mit reichlich geriebenem geräuchertem Ricotta, Rosinen und gebräunter Butter serviert.

Jetzt wünsche ich gutes Gelingen und einen guten Appetit!!




∞ Wertvolle Zeit für Gäste und Weihnachtsgans ∞

∞ Wertvolle Zeit für Gäste und Weihnachtsgans ∞

 

 

MONIKAS KÜCHENWERKSTATT

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GÄNSEBRATEN MAL ANDERS

 

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Um an Weihnachten einen Gänsebraten zu servieren, aber gleichzeitig Zeit mit der Familie verbringen zu können braucht einiges an Vorbereitung. Wir haben ein Rezept gefunden und ausprobiert, welches beides ermöglicht.

Eine Gans zu besorgen war schon eine Herausforderung, sind doch die Meisten schon zu Martini auf den Tellern gelandet. Doch wir haben Glück und können noch einen Einheimischen Vogel ergattern.

Am Tag vor Weihnachten beginnen wir mit der Vorbereitung.  Anfangs etwas skeptisch machen wir uns doch daran die Gans am Vortag vorzubraten. Damit sie allerdings nicht trocken wird muß „Tante Else“ erst in den Kochtopf. Die Flügel werden vorher abgehackt, diese brauchen wir für die braune Sauce.  

Mit grob geschnittenen Zwiebeln und Äpfeln samt Kerngehäuse wird die Gans für 45 Minuten in Salzwasser gekocht.

 

 

 

 

Inzwischen kann die braune Sauce vorbereitet werden. Die Flügelknochen werden in heißem Fett angebraten, ebenso das klein geschnittene Gemüse (Karotten, Sellerie, Zwiebel, Peterwurzel). Es soll alles zusammen gut angebraten werden, damit viel Röststoffe entstehen. Anschließend ca. 1 EL Tomatenmark dazu und mit etwas Wein ablöschen.

Weiterrösten bis der Wein verdampft ist, wieder etwas Wein dazu, dies wird mindestens 3 mal wiederholt.

So bekommt das Gemüse und die Knochen immer eine dunklere Farbe. Mit soviel Wasser aufgießen bis das Gemüse bedeckt ist. Die Gewürze in ein Tee Ei zu geben macht Sinn, so bekommt man sie anschließend besser wieder heraus.

Einige Pfefferkörner, Lorbeerblatt, 2 Nelken, ev. Rosmarin werden mit dem Tee- Ei einfach in die Sauce gelegt und mitgekocht. Etwas Salz dazu und mindestens 2 Stunden kochen lassen. Falls sich Schaum bildet sollte dieser alle 20 min. abgeschöpft werden. Die fertige Sauce durch ein feines Sieb abgießen und reduzieren. Read more