Vom Hagelsturm am Etna auf die Klippen von Acireale

Vom Hagelsturm am Etna auf die Klippen von Acireale

 

DIE VERRÜCKTE NAVI – TANTE

 

So eine Nacht wie heute haben wir noch nie auf Sizilien erlebt. Es stürmt und Henriette schaukelt uns nicht in den Schlaf, sondern der starke Wind hält uns, zumindest mich, fast die ganze Nacht wach. 

Wir lassen immer ein Dachfenster ein kleines Stück offen um frische Luft zu haben, das sind wir so gewohnt. Diese Nacht war es keine so gute Idee – es wurde durch den Sturm aufgerissen und eine Halterung ist gebrochen. Im  Dunkeln konnten wir es nicht richtig erkennen, es ging jedenfalls nicht mehr ganz zu. In der Früh hab ich es soweit repariert daß es wieder fest zu ist. Jetzt wird es für den Rest der Reise einfach nicht mehr geöffnet, wir haben zum Glück noch mehrere Möglichkeiten zur Frischluftzufuhr. 

 

 

 

 

Der Sturm in der Nacht ist nicht das einzige Abenteuer heute, in der Früh fängt es doch tatsächlich an zu hageln. Im 5 Minuten Takt wechseln sich Sonnenschein und immer grösser werdende Hagelkörner ab. Die Hügel  färben  sich von grün in weiß. 

Wir brechen am späten Vormittag auf und wollen wieder an die Küste. Dort soll das Wetter besser sein. Wir fahren durch Randazzo, jedoch der Hauptstraße nach und dann geht es immer bergauf bis auf 1000 Meter Seehöhe. Unser erstes Ziel ist Adrano, diese Stadt wollen wir besichtigen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Je höher wir kommen umso mehr Schnee oder Hagelkörner bedecken die Straße. Unglaublich daß die Italiener auch langsam fahren können, heute schleichen sie im Schneckentempo dahin. 

Wir haben mit unserer All – Terrain Bereifung und Allrad kein Problem weiterzukommen, dies gelingt jedoch nicht allen Fahrzeugen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schon einige Kilometer vor Adrano fällt mir der viele Müll am Straßenrand auf. Erst glaube ich daß dieser von den Menschen die in der Stadt wohnen einfach hier entsorgt wird, wir werden jedoch eines Besseren belehrt.  Dieses Bild erinnert mich sehr an Peru.

 

 

 

 

Es ist schwierig mit dem Wohnmobil einen Parkplatz zu finden, die Autos parken  in Zweierreihe kreuz und quer bis in die Mitte der Straße. Ausserdem schreckt uns der viele Müll, der leider das ganze Stadtbild versaut. Dazu fängt es wieder an zu regnen und wir entschließen uns nach Acireale weiterzufahren. 

Der Campingplatz in Acireale liegt wunderschön auf einer hohen Klippe. Doch der Weg durch die Stadt ist mehr als abenteuerlich. Dies schulden wir einzig und allein unserer Navi – Tante. 

Scheinbar hat sie noch unsere Fahrt entlang der Panamerikana im Kopf und möchte uns noch einige Abenteuer mehr bescheren. 

Das „Garmin“ sowie das „Maps Me“ leiten uns in immer schmaler werdende Straßen, bis wir vor einem Haus stehen. Es führt nur noch ein schmaler Weg vorbei, kein Weiterkommen für uns. Ein alter Mann springt aus dem Haus und deutet uns daß es hier nicht mehr weitergeht. Soviel haben wir auch schon gecheckt. 

Also steige ich aus und gehe zur Einmündung der Straße zurück um die Autos aufzuhalten damit Wolfgang wieder rückwärts auf die andere Straße fahren kann. Unglaublich wie viele Autos auf einmal genau in diesen schmalen Weg fahren wollen. Ich halte sie alle auf und so können wir einige Minuten später einer anderen Straße entlang, den einzigen Ausweg ( wegen Einbahnen)  einschlagen. Mich wundert unsere Gelassenheit, so leicht lassen wir uns nicht mehr aus der Ruhe bringen. 

Die Fahrt zum Campingplatz unterhalb der Stadt ist auch ein wenig kurvenreich , aber das schreckt uns nicht mehr. Wir werden mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 Die erste Nacht allerdings verbringen wir oben im „Garten“, denn heute gibt es noch sehr viel Wind. 

 

 

 

 

 

 

So stehen wir unter Orangen – und Zitronenbäumen. Die Früchte sind zur freien Verfügung, wie auch die Grapefruits. So frisch vom Baum – einfach herrlich. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und erst die gebratenen Zucciniblüten die wir heute ergattern konnten. Schnell ist die Aufregung (die nicht wirklich eine war ) vergessen und wir geniessen den Aufenthalt hier sehr. 

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