FLÜSSE,SEEN UND BEEREN – FRESSENDE BÄREN
Entlang des Alaska Highways fahren wir nun auch in Canada weiter . Heute ohne besondere Vorkommnisse.
Live a life you will remember…

FLÜSSE,SEEN UND BEEREN – FRESSENDE BÄREN
Entlang des Alaska Highways fahren wir nun auch in Canada weiter . Heute ohne besondere Vorkommnisse.

ANCHORAGE UND SEINE FREUNDLICHEN BEWOHNER
Es ist soweit, nach ca. 2 Wochen verlassen wir nach ausgiebiger Erkundung die Nähe des Denali und fahren eine für unsere Verhältnisse weite Strecke von knapp 400 km nach Anchorage.
Der erste Campingplatz den wir ansteuern liegt an einem 8 – spurigen Highway. Nach der Erfahrung der letzten Nächte suchen wir das Weite und finden einen ruhigen Platz am Rande der Stadt.
Fast die Hälfte der Einwohner Alaskas, also 330 000 Menschen wohnen hier in der Stadt und Umgebung.
Nachdem unsere Vorräte jetzt doch ziemlich aufgebraucht sind suchen wir einen Supermarkt auf.
Einkaufen in Alaska macht nicht wirklich Spaß, die Preise sind unvorstellbar, vor allem bei „gesunden Sachen“. Obst und Gemüse sind fast unbezahlbar.
Die Preise scheinen im ersten Moment nicht so hoch, jedoch ist hier immer nur das Pfund, also das halbe Kilo angegeben. Das macht es richtig teuer. Um 3,49 Dollar würde ich nie und nimmer eine einzelne Paprika kaufen. Waren das schöne Zeiten in Südamerika, wo wir für 2 Dollar eine ganze Tasche voll Obst oder Gemüse bekommen haben.

EIN STREIFZUG DURCH DIE MUSEEN VON FAIRBANKS
Nach dieser ausgedehnten Besichtigung machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Wolfgang möchte gerne das Fußballspiel „Frankreich gegen Belgien“ sehen und kann dies im Marriott Hotel auch tun. Ich begebe mich derweil auf die Entdeckung der näheren Umgebung.
An der „Golden Heart Plaza“ steht ein großes Denkmal von Eskimos, den Ureinwohnern Alaskas. Umrahmt von zahlreichen Informationstafeln mit der Geschichte der Stadt und den damaligen Familien, die hier gelebt haben.

BESUCH BEIM WEIHNACHTSMANN
Wir folgen dem Alaska Highway von Tok bis nach Delta Junction. Heute sehen wir mal wieder richtige Berge vor uns, schneebedeckte Berge.
In Delta Junction endet der Alaska Highway, natürlich steht dort auch ein Denkmal.

BC ROYAL MUSEUM UND DER BEGINN DES TCH
Wir fahren wieder zurück nach Victoria. Henriette hat einen Termin beim Mercedes-Doktor.
Nach den vielen steilen Pässen die wir in Südamerika überquert haben wollen wir die Bremsen checken lassen und sämtliche Filter wechseln.
In der Zwischenzeit marschieren wir vom Parlament zum Beakon Hill Park. Dort steht ein ganz besonderes Schild.
Hier genau beginnt der Trans – Canada – Highway.
Nicht nur dieses Denkmal ist es wert hier her zu kommen, auch der Park verdient einen Besuch. Er ist wirklich sehr schön gepflegt, abwechslungsreich mit tollen Bäumen und Sträuchern bepflanzt.

VON EINER BESONDERS NETTEN BEGEGNUNG, GEFÄHRLICHEN STACHELN UND WUNDERSCHÖNER FELSLANDSCHAFT
Heute fahren wir von Phönix zum Joshua Tree Nationalpark. Die 300 km sind gut zu schaffen, haben wir doch endlich mal gute Straßen unter den Reifen.
Wir kaufen noch einige Vorräte ein, parken in Blythe beim Supermarkt. Neben uns parkt ein kleiner Camper und Wolfgang fragt den Mann ob er auch gerade startet, er hat alles so schön aufgeräumt in seinem Auto.
Er möchte wissen woher wir kommen und wohin wir gehen. Ich gebe ihm eine Postkarte auf der unsere ganze Tour aufgezeichnet ist. Er bedankt sich sehr und schenkt uns eine Tafel Schokolade.
Nach dem Einkauf entdecke ich eine Karte an unserer Autotüre.
Es ist echt erstaunlich wie vielen fröhlichen Menschen wir hier in Kalifornien in den 2 Tagen schon begegnet sind.
Kurz vor der Einfahrt in den Nationalpark kommen wir an einem weiteren Militärmuseum vorbei – davon gibt es hier in den USA mehr als genug. Im General Patton Museum werden aber keine Flugzeuge ausgestellt, dieses Museum zeigt die verschiedensten Panzer aus unterschiedlichen Generationen ab dem 2. Weltkrieg.

EIN PARADIES FÜR FLUGZEUGLIEBHABER
Das Pima Air und Space Museum befindet sich im Südosten von Tucson. Dies ist das größte Museum seiner Art und erstreckt sich auf einer Fläche von 320.000 m2. Von Tombstone ist dieses Areal in ca. 130 km zu erreichen.
Auf dem Freigelände und in mehreren Hangars können wir uns an diesen Fluggeräten so richtig satt sehen.

VON SCHÄTZEN VERGANGENER ZEITEN
Ein Besuch im anthropologischen Museum kann ich jedem nur empfehlen. Allein schon dieses ist es wert nach Mexico City zu reisen.
Kaiser Maximilian hat schon 1865 damit begonnen Kunstschätze zu sammeln und eröffnete schon damals das erste Museum des damals neuen Staates nach der Revolution.
Das neue Museum , das Museo National de Antropologia wurde nach einer Bauzeit von 19 Monaten im Jahre 1964 eröffnet.

MAYA MUSEUM IN MERIDA
Geplant ist heute die Besichtigung der Maya Stätte Chichén Itza. Schon vor Öffnung der Schranke warten wir auf Einlass. Pünktlich um 8 Uhr wird der Parkplatz geöffnet, doch leider nicht für uns. Ein wirklich riesengroßer Platz, der angeblich für Gäste von Kreuzfahrtschiffen reserviert ist. Uns verfrachtet man ein großes Stück weiter weg auf einen Wiesenplatz.
Es ist inzwischen schon sehr, sehr heiß, wir sollten schon lange in der Anlage sein. Da entschließen wir uns weiterzufahren und die Maya Stätte Chichén Itza auszulassen.
Die Entscheidung war gut, so können wir den heutigen Fahrtag geniessen und haben auch Zeit das Museum in Mérida anzusehen. Mérida ist die pulsierende Hauptstadt Yukatáns.
Dieses Museum wurde erst im Jahre 2012 eröffnet, ein sehr moderner Bau, innen uns aussen.
Die Tafeln mit den Beschreibungen sind in 3 verschiedenen Sprachen dargestellt, darunter auch derjenigen der Maya.

DURCH DIE WÜSTE NACH ECUADOR
Wir hätten nicht gedacht daß es noch schlimmer werden könnte, aber wir werden eines Besseren belehrt.
Wir verlassen Huanchaco und fahren heute nach Lambayeque. Es ist unglaublich wie Menschen hier leben können. Überall an der Straße nichts als Müll. Ein Leben auf der Müllhalde, und das über den ganzen Norden Peru´s.
Irgendwie kommen wir uns schon blöd vor, wir karren unseren kleinen Müllsack hunderte Kilometer durch das Land, bis wir einen Mülleimer finden um diesen endlich loszuwerden. Dabei fahren wir ständig durch Mülldeponien. Am schlimmsten ist es in der Stadt Chicvlayo. Auch durchfahren wir immer wieder Orte an denen die Tuc Tuc´s die Oberhand haben, und jede Lücke nutzen um vorzufahren.
Doch es gibt auch erfreulichere Momente auf unserer Fahrt nach Lambayeque.
Erfolglos stoppen wir an einer Tankstelle, es gibt keinen Kaffee. Trotzdem lohnt sich dieser Stopp für uns.
Gleich gegenüber entdecke ich einen ganz besonderen Baum. Über und über mit Vögeln besiedelt.
In Guadalupe wird sehr viel Reis angebaut. Genau diese Vögel sind auch überall auf diesen Feldern zu sehen, ich komme mir vor wie letztes Jahr auf Bali. Ich liebe dieses Grün der Reisfelder.
Es herrscht reges Treiben auf diesen 2 Bäumen, die jungen Vögel scheinen schon aus ihren Nestern geschlüpft zu sein.
Wir lassen uns dann einfach treiben, biegen von der Hauptstraße ab und finden einen netten Dorfplatz wo wir dann unsere Kaffeepause geniessen. Schon irgendwie komisch, es gelingt die Plazas sauber zu halten, doch der Rest des Landes erstickt im Müll.
Immer wieder wundern wir uns was in diesen Ländern alles möglich ist. Radfahrer fahren auf der Autobahn, überqueren diese auch wenn es sein muß. Und Autobahnbrücken werden auf ganz andere Art gebaut wie wir es kennen.
Unser heutiges Ziel und unser Übernachtungsplatz ist das Museo Tomas Reales de Sipan.
https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Alva
Walter Alva entdeckte im Jahre 1987 das Grab des Fürsten von Sipan in Hauch Rajada und machte ihn weltbekannt. Diese Entdeckung gehört zu den bedeutendsten archäologischen Funden im 20. Jahrhundert .
Er sicherte diesen Fund unter Einsatz seines Lebens, da auch Grabräuber diesen Schatz für sich erobern wollten.
Er ist seit 2002 der Direktor des Museums, dieses gibt es mittlerweile seit 15 Jahren.
Leider sind Taschen, Handys und Kameras im Museum verboten, wir müssen am Eingang durch einen Scanner, keine Chance für ein Foto. Eines aus dem Internet habe ich heruntergeladen. Unter anderem wurde das Grab eines Herrschers ausgegraben, daneben seine 3 Ehefrauen, ein Kind sowie ein General und ein Krieger. Diese mussten alle sterben um ihn in das nächste Leben zu begleiten.
Dieses Museum ist wirklich sehr beeindruckend, unvorstellbar was für Schätze dieser Herr Alba da sichergestellt hat. Es ist sicher eines der interessantesten Museen ganz Südamerikas.
Bei abendlichen Briefing wurde uns ein ganz besondere Ehre zuteil Herr Alba höchstpersönlich begrüßt uns und heißt uns herzlich willkommen. Er ist es auch, der es uns erlaubt auf dem Museumsgelände über Nacht zu bleiben. Ein lustiges Detail am Rande, er konnte sein Auto nicht mehr starten und musste von einigen starken Männern unserer Gruppe angeschoben werden.
Nach einer ruhigen warmen Nacht verlassen wir Lambayeque und fahren wieder entlang der Panamerikana nach Norden. Heute überqueren wir die Grenze zu Ecuador.
Die geplante Route ist gesperrt, ein el Nino hat auch hier die Straßen so schwer beschädigt daß sie kaum passierbar sind. So fahren wir durch die Wüste „Desierto de Sechura“ nach Norden.
Überall wo Menschen leben sind die Straßen wieder von Müll gesäumt.
Hinter den Müllhalden befinden sich riesige Plantagen von Mangos, Limetten und Bananen.
Tonnenweise werden diese Mangos auf Lastwagen abtransportiert oder direkt vom Boden weg verkauft. Wie gerne hätte ich einige dieser saftigen , reifen Früchte gekauft, doch es steht wieder ein Grenzübertritt an. Das heißt, keine frischen Lebensmittel.
Bei der letzten Tour hat der Grenzübertritt mehrere Stunden gedauert. Kein Strom, kein Drucker funktionert, Generator und Drucker von Uwe wurden nicht angenommen. Wir stellen uns auf eine längere Wartezeit ein.
Das neue Grenzgebäude, das vor 4 Jahren schon im Bau war ist noch nicht fertig. So werden wir in Containern abgefertigt.
Doch funktioniert heute fast alles reibungslos, und so können wir schon nach einer halben Stunde die Grenze zu Ecuador übertreten.
Lebensmittelkontrolle findet keine statt, so hätten wir doch noch einiges frisches Obst kaufen können. Kurz nach der Grenze dürfen wir die Nacht auf einer stillgelegten Tankstelle verbringen. Sogar ein Wachmann wird uns zur Verfügung gestellt, was hier allerdings nicht mehr nötig sein sollte.
So haben wir den Norden Perus scheinbar das erste Mal ohne unangenehmen Zwischenfall ( Einbruch ) überstanden. Wir haben auch die Wüste endgültig hinter uns gelassen und unsere Augen erfreuen sich wieder an dem satten Grün.