#Spannende Alternativroute nach San Gimignano#

#Spannende Alternativroute nach San Gimignano#

Wolfgang hat dem Navi eine Alternativroute nach San Gimignano erlaubt , so folgen wir dieser Route. Anfangs ist ja alles noch ganz normal, doch dann gibt die freundliche Dame die Anweisung nach rechts abzubiegen. Diese Straße ist eine Schotterstraße, wir denken uns nichts dabei, haben wir doch ein Allradfahrzeug. Es geht ziemlich staubig dahin, Gegenverkehr herrscht kaum.

 

 

 

Plötzlich steigt die Straße sehr steil an, deutlich mehr als  20% Steigung. Auch ohne den Allrad zuzuschalten fährt  der Camper brav den Berg hinauf. Das war schon einmal ein gutes Training für unser Vorhaben im Herbst. 

Oben auf dem Hügel ist dann vorerst einmal Stopp. Im ersten Moment dachte ich .. Sch….eibenkleister, jetzt können wir umdrehen. Über der Straße liegt ein riesengroßer frisch gefällter Baum. Doch dieser wird sehr schnell von den Waldarbeitern über die Böschung hinaufgezogen, natürlich mit einer Seilwinde.

 

 

 

 

 

 

Die Fahrt kann weitergehen. Nach 10 km erreichen wir dann wieder eine „normale“ Straße. 

Unser Baby hat die Prüfung grandios bestanden, nur ein wenig staubig geworden. Bald erreichen wir die Stadt Colle di Val D´Elsa. Wir sehen uns nur die Altstadt an. Hier bauten die Bürger, die durch Woll- Seiden und Papierherstellung reich wurden, viele schöne Paläste. Heute scheinen sie ziemlich vernachlässigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für eine Kaffeepause parkt Wolfgang den Camper einfach vor dem Lokal. Dieses ist eigentlich noch geschlossen, doch die freundlichen Menschen dort öffnen die Türe, geben uns die gewünschten Getränke und wir geniessen diese über der Straße auf einer schattigen Bank vor einer Kirche.

 

 

 

 

 

 

San Gimignano, schon von weitem können wir die hohen Türme der Stadt erkennen. Die Stadt wurde durch den Bau dieser „Geschlechtertürme“ weltbekannt. Von den einst 70 Türmen stehen heute nur noch 13. Diese Türme waren im Mittelalter ein Symbol von Geld und Macht. 

 

 

 

 

Wir fahren mit dem Fahrrad, nachdem wir unseren Campingplatz bezogen haben den Hügel hinauf in die Stadt, binden die Räder an einen Masten und betreten die Stadt durch eines der Stadttore. Ich kann euch sagen, hier ist was los. Scheinbar fahren alle Menschen hierher, heute , jetzt. Wir zweigen ziemlich schnell in einen Seitenweg ab zu einem Aussichtspunkt. 

 

 

 

 

Mit Harfenmusik werden wir auf dem Hügel begrüßt. Ein Schauspieler rezitiert Dante Alighieri, die göttliche Komödie. Dieses Mal gebe ich sogar gerne eine Spende um einige Fotos zu machen. 

 

 

 

 

Anschließend stürzen wir uns dann doch in den Trubel im Zentrum der Stadt. 

 

 

 

 

 

 

Wir lassen es wie immer ruhig angehen, setzen uns in ein Café an einem der schönen Plätze und beobachten das Treiben um uns herum. Gegenüber ist eine Eisdiele, die auch in unserem Reiseführer beschrieben ist, es soll hier das beste Schokoladeneis der Toscana geben. Ich denke dies haben sehr viele Menschen gelesen, denn die Schlange wird immer länger. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da wir gerne die Welt auch von oben betrachten, besteigen wir einen der Türme, nicht den höchsten, doch  sind wir sehr begeistert. Es führt eine enge Treppe in die Höhe, doch es gibt dazwischen in jedem Stockwerk eine Überraschung.

 

 

 

 

Mal ist es eine Küche, dann ein  kleines Badezimmer, sogar ein Schlafzimmer findet auf dieser kleinen Fläche Platz. Wenn ich  mir denke in der Nacht mal austreten zu müssen, ist das sicher sehr mühsam über diese Treppe. Sicherlich haben die Bewohner einen Nachttopf benützt.

 

 

 

 

Immer wieder während des Aufstiegs können wir einen Blick nach draußen erhaschen.

 

 

 

 

 

 

Der Turm ist wirklich sehr liebevoll hergerichtet, wir erreichen die Spitze, das heißt die Dachterrasse und sind überwältigt. Der Ausblick ist atemberaubend. Wir können unseren Blick in alle Richtungen weit in die Hügel der Toscana schweifen lassen, und dies ohne Zeitbegrenzung wie in Siena. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir geniessen diesen Anblick ausreichend, bevor wir uns wieder in den Trubel der Stadt stürzen. Gegen Abend wird es ein klein wenig ruhiger, die meisten Busstouristen sind schon abgereist. Auch wir machen uns wieder auf den Heimweg zum Campingplatz. Dieser ist nur 3 km von der Stadt entfernt. Vor dem Eingang hat man einen wunderbaren Blick auf San Gimignano. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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