#Ragusa Ibla#durch die Pampa nach Noto#

#Ragusa Ibla#durch die Pampa nach Noto#

 

 

Es ist soweit. Wir nehmen Abschied von Maria und Michael, unseren Freunden und Campingnachbarn der letzen Wochen. Unser Weg führt uns heute weiter über Ragusa nach Noto.

 

Ragusa ist ja nicht weit von Punta Braccetto entfernt, so erreichen wir nach knapp einer halben Stunde diese interessante Stadt.

Der Stadtkern besteht aus zwei Teilen, die durch eine Schlucht getrennt sind. Im Osten liegt an der Stelle der alten Stadt die Unterstadt Ragusa Ibla mit prächtigen Bauten im Stil des sizilianischen Barocks aus dem 18. Jahrhundert. Hier befindet sich ein großer Teil barocker Kirchen und Paläste.

Auf einer Anhöhe im Westen liegt die ebenfalls im 18. Jahrhundert eher nüchtern und geometrisch angelegte Oberstadt Ragusa Superiore. Hier lebt der größere Teil der Stadtbewohner.

Wir parken gegenüber an der Straße, da wir nicht genau wissen, ob es möglich ist näher ran zu fahren. So marschieren wir ein kleines Stück der Straße entlang zurück, bevor eine Treppe hinunterführt und wir die Ragusa Ibla  auf der anderen Seite der Schlucht erreichen. Es gibt ganz unten am Ende der Treppe einen großen Parkplatz, da ist es auch möglich mit Wohnmobil zu parken. Jetzt wissen wir es.

 

 

 

Doch es hat auch was sich von dieser Seite der Stadt zu  nähern. Diese alten Gemäuer sind nach dem Erdbeben von 1693 hier wieder aufgebaut worden.

 

 

 

 

Schon von weitem sieht man die imposante Kuppel des Doms. Wir werden beim „Einmarschieren“ in die Stadt vom Glockengeläut sämtlicher Kirchen, und das sind nicht wenige, empfangen. Es ist 12 Uhr Mittags.

 

 

 

 

 

 

Durch die schmalen Gassen, um die im mittelalterlichen, arabisch inspiriertem Grundriss die Häuser wieder aufgebaut wurden, wandern wir zum Duomo di San Giorgio, der im Herzen der Altstadt steht.

 

 

 

 

 

 

 

Schon von einiger Entfernung wird er sichtbar. Wir haben Glück, noch ist die Mittagspause nicht angebrochen, wir haben noch etwas Zeit zur Besichtigung bevor der Dom zugesperrt wird.

 

 

 

 

Es ist ja Fastenzeit, deshalb sind alle Altäre der Kirchen mit einem Tastentuch verhängt. Ich finde es schade, aber wir sind nun mal in dieser Zeit hier unterwegs.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch der Platz vor dem Dom ist umgeben von wunderschönen Barockhäusern. Ein Platz an der Sonne mit diesem Blick zum Dom lädt uns ein eine Pause einzulegen und uns mit Kaffee zu stärken. Nicht nur eine Gaumenfreude sondern auch eine Augenweide ist dieser Cappuccino. 

 

 

 

 

Wir kommen auch an deinem Brunnen vorbei, der dem Anschein nach trockengelegt ist. Auf dem Boden entdecke ich einen kleinen „Knopf“, mit dem Fuß gedrückt, und siehe da…. aus dem Maul des Löwen sprudelt frisches, kühles Wasser.

 

 

 

 

 

 

Gerade die Mischung aus verwinkelten Gassen und der prachtvollen Bauten machen den einzigartigen Charme dieser Stadt aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Ende des Hauptplatzes biegen wir in eine kleine Seitengasse ab. Dort befindet sich eine ganz besondere Werkstätte. Hier werden die sizilianischen Carretto hergestellt. Dieser Wagen ist ein zweirädriger Karren aus Holz, der aufwendig mit Schnitzereien und Bemalungen verziert ist. Gezogen von Eseln oder Pferden waren solche Karren bis Mitte des vorigen Jahrhunderts ein gängiges Transportmittel auf Sizilien. Heute werden diese nur noch für Festumzüge verwendet.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz hinten in einer Ecke steht auch noch ein antiker Karren, dieser ist noch ein bisschen dezenter bemalt, nicht mit so knalligen roten Farbtönen, was ihn aber um nichts weniger attraktiv macht für mich.

Die „Künstler“ sind gerade beim Bemalen verschiedener Einzelteile für einen Sonderauftrag. So ist es leider nicht erlaubt diese Arbeit zu fotografieren. So bleibt mir nur die Farbtafel als Motiv.

 

 

 

 

 

 

Ein bisschen verwirrt durch die Anzeige dieser Sonnenuhr setzen wir unseren Stadtrundgang fort. Es ist kurz vor 14 Uhr, eigentlich nur spiegelverkehrt. Auf jeden Fall für mich ein Rätsel.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die steilen Gassen von Ragusa Ibla machen wir uns wieder auf den Weg auf die andere Seite des Tals, wo unser Camper auf uns wartet. Wir geniessen noch einen letzten Blick auf diese tolle Barockstadt, bevor wir unsere Reise fortsetzen.

 

 

 

 

Über Serpentinen und abseits der Hauptverkehrsstraßen fahren wir über Anhöhen auf verlassenen Straßen  in Richtung Noto. Hier und da sehen wir Kühe und Schafe auf einer Wiese, wir begegnen kaum einem Menschen. Daß wir keinem „Schwein“ begegnen, das kann ich nicht behaupten.

 

 

 

 

 

 

Auch Blumen und Plantagen von Orangen – und Zitronenbäumen säumen unseren Weg. Aber auch blühende Mandelbäume soweit das Auge reicht. Es ist wunderschön und spannend durch diese scheinbar verlassene Gegend zu fahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So erreichen wir am späten Nachmittag unseren Campingplatz in Noto. Auch hier stehen wir umgeben von Orangen- und Zitronenbäumen . Gleich neben unserem Platz wächst eine große Rosmarinhecke. Hier lässt es sich aushalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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