Außergewöhnlich und einzigartig, der Salar de Uyuni

Außergewöhnlich und einzigartig, der Salar de Uyuni

 

 

3 Tagestour Bolivien, wir kratzen an der 5000 Metergrenze

 

 

Wir unternehmen eine 3 -Tages-Tour mit Geländewagen nach Bolivien. Eines unserer Ziele ist der Salar de Uyuni. Dieser Salzsee ist der größte der Welt.

 

 

 

 

Mit dem Bus fahren wir von unserem Stellplatz in San Pedro de Atacama an die bolivianische Grenze, diese liegt 300 km entfernt in 3900 m Seehöhe.
Wieder fahren wir an zahlreichen Salpeterminen vorbei.
Nach der Grenze steigen wir in die Geländewagen um, diese stehen schon bereit und erwarten uns. Der wilde Ritt in die Bolivianischen Berge beginnt.

 

 

 

 

 

 

Plötzlich bleibt der Erste Wagen stehen, die erste Panne. Reifen abmontiert und an der Bremse etwas repariert. Die Fahrer machen das sichtlich nicht zum ersten Mal.

 

 

 

 

 

 

Auf der Strecke fallen uns die vielen, mal mehr, mal weniger grün bepflanzen Felder auf. Wie sich herausstellt wächst hier der Quinoa. In dieser unwirklichen kargen Landschaft.

In einem netten Hostel bekommen wir ein Mittagessen serviert. Wir wurden schon vorgewarnt daß alle sehr einfache Unterkünfte und das Essen nicht so gut sein würde. Doch wir wurden angenehm überrascht. Anscheinend hat sich in den letzen Jahren doch einiges geändert hier in Bolivien.

 

 

 

 

Ich unternehme nach dem Essen noch einen kleinen Spaziergang durch den Ort und frage mich wieder einmal, „wie kann man hier leben?“. Für mich unvorstellbar.

 

 

 

Kurzentschlossen machen wir einen Abstecher in ein anderes Dorf an dem die Bewohner immer noch den Jahreswechsel feiern. Es ist ja noch Neujahr. Wir werden spontan zu Bier eingeladen. Konfetti in den Haaren soll anscheinend Glück für das begonnene Jahr bringen. Also lassen wir dies auch über uns ergehen. Es macht großen Spaß diese Menschen beim Feiern und Tanzen zu beobachten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter geht die Fahrt, die Berge verschwinden in der Ferne, es wird immer flacher und weißer.

 

 

 

 

Wir erreichen den Salar de Uyuni.
Nach der doch ziemlich mit Löchern besetze Waschbrettpiste gleiten wir nun beinahe lautlos über die Salzfläche.

 

 

 

 

Irgendwann dann sehen wir keinen Horizont mehr, es ist alles nur noch weiß rund um ums, außer dem strahlend blauen Himmel natürlich.

 

 

 

 

Im diesem Salzsee befinden sich 70 % des weltweiten Lithiumvorkommens.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Fotostopp fällt leider viel zu kurz aus, ich hätte so gerne noch einige Perspektivenfotos gemacht, habe auch extra Utensilien mitgenommen. Doch 4 der Reiseteilnehmer bocken aus einem mir unerklärlichen Grund, sitzen in´s Auto und bestehen darauf weiterzufahren. Also fügen sich die 16 anderen der Gruppe und wir fahren Richtung Salzhotel wo wir die Nacht verbringen. Ich bin ziemlich sauer.
Auf dem Weg zum Hotel besuchen wir noch eine ganz besondere Insel. Mitten in dem mehr als 10 000 m2 großen Salzsee befindet sich diese Kakteeninsel. Über und über mit meterhohen Kakteen bewachsen. Wenn man bedenkt daß diese im Jahr nur ca. 2 cm wachsen, dann kann man sich vorstellen wie alt manche von denen sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein kurzer Stopp in einem in der Nähe liegenden, stillgelegten Salzhotel und einer Trophäe von der Rallye Dakar geht sich dann auch noch aus.

 

 

 

 

 

 

 

In Bolivien muß man für die Toilettenbenützung bezahlen. So mancher ist auf der Suche nach Münzen, wir helfen gerne auch mal aus und bezahlen einen Klobesuch.

 

 

 

 

Den Sonnenuntergang geniessen wir noch vor dem Hotel, dann checken wir ein.

 

 

 

 

Das Hotel ist sehr schön, die Zimmer riesengroß und alles ist aus Salz gebaut. Sogar das Bett, nur die Matratzen zum Glück nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Morgen fahren wir nach dem Frühstück wieder hinaus auf den Salzsee, dieser Teil ist mit Wasser bedeckt. Inzwischen sind die Autos und wir überall voller Salz. Ich würde nie mit unserem eigenen Wohnmobil hierherfahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir besuchen ein kleines Dorf am Rande des Salzsees. Der Weg dorthin hat es in sich.

 

 

 

 

 

 

Ein Marktstand reiht sich an den nächsten. Es werden bunte Tischdecken, Mützen, Schürzen, Puppen, Rucksäcke aus Stoff und Anderes verkauft. Die Einheimischen erwerben gekochtes Lamafleisch. Es riecht ja sehr gut, aber ich kann gerne darauf verzichten. Da kauft sich Wolfgang doch lieber eine warme Mütze aus Lamawolle für den nächsten Tag. Da fahren wir auf knapp 5000 Meter hinauf.

 

 

 

 

 

 

 

 

In Uyuni besichtigen wir einen Zugfriedhof. Ich habe mir diesen nicht so spanend vorgestellt. Es macht richtig Spaß auf die Waggons und die Lokomotiven zu klettern. Hier gibt es keine Sicherheitsvorkehrungen oder Absperrungen.

 

 

 

 

 

 

Dann wird es Zeit für das Mittagessen in einem Hotel in Uyuni.
Die Fahrer wollten in der Zwischenzeit das Salz von den Autos waschen. Daß Pünktlichkeit in Bolivien nicht zur Tagesordnung zählt wissen wir schon, doch daß die Fahrer eine ganze Stunde zu spät anrücken sorgt bei manchen doch für etwas Aufregung. Wir beobachten in der Zwischenzeit das Geschehen um uns herum und spazieren um die Häuser.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Reise geht weiter. Wir fahren die Berge hinauf bis über 4000 Meter. Der Flüssigkeitsbedarf nimmt zu, ich trinke 4 Liter Wasser pro Tag. Manche der Gruppe bekommen Kopfschmerzen, uns geht es sehr gut.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir übernachten in einem kleinen Hostel in den Bergen auf 4086 m. Doch erst muß an einer Schranke Eintritt gezahlt werden. Das Hostel ist viel schöner als wir es uns gedacht haben. Alle Zimmer verfügen über WC und Dusche. Früher gab es Mehrbettzimmer ohne Dusche mit einem WC auf dem Hof.

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch über den liebevoll gedeckten Tisch freuen wir uns sehr.
Vor dem Abendessen gibt es noch eine besondere Überraschung, Eine Gruppe von 4 Musikanten, davon 3 Kindern geben ihre Musik zum Besten, der kleinste tanzt dazu.

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Morgen geht es schon früh los. Doch erst muß an unserem Auto ein platter Reifen gewechselt werden.

 

 

 

 

Es geht noch weiter hinauf in die Berge. Die Laguna Caprina ist die erste der vielen Lagunen die wir heute zu sehen bekommen. Hier wird Borax abgebaut.

 

 

 

 

 

 

 

Dann kommt von hinten ein Funkspruch, der nächste Platten wurde eingefahren. Also stoppen wir und warten bis dieser gewechselt ist. Nach ca. 10 Minuten können wir die Fahrt fortsetzen.

 

 

 

 

 

 

Flamingos, Lamas, Vacunas und andere Vögel können wir beobachten. Und dies in einer Höhe von fast 5000 Metern, wo kaum etwas grünes wachsen kann.
In Südamerika, besonders auffällig für uns in Bolivien, stopfen sich die Menschen Coca Blätter in die Backen, richtige Hamsterbacken haben manche schon. Christine und ich sind mutig und versuchen das auch einmal. Wolfgang und Wolf verzichten darauf.
Eine Handvoll Blätter in die Backe und warten bis sie aufgeweicht sind, dann zu einem Knödel formen und in die andere Backe schieben. Diese Blätter schmecken nach grünem Tee, die Wirkung bleibt bei uns völlig aus. Zumindest merken wir nichts davon. Ich kann beobachten wie Anastasio, unser Fahrer immer wieder in einen kleinen Sack greift und ein weißes Pulver dazunimmt. Dieses soll dazu dienen die Wirkstoffe erst freizusetzen. Anastasio kaut den ganzen Tag diese Blätter, pausenlos stopft er nach und schluckt diese dann scheinbar auch.

 

 

 

 

Die Laguna Colorada bietet ein richtiges Farbenspiel. Von weiß über blau bis zu einem kräftigen Rot, das von Algen stammt leuchtet sie schon von weit oben. Und zahlreiche Flamingos stehen im Wasser oder fliegen, und dank der Windstille spiegeln sie sich im Wasser.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir steigen aus und laufen dem Strand entlang. Die Autos fahren ein Stück weiter wo sie dann auf uns warten.
Das Bild das uns am Strand geboten wird dann doch sehr getrübt. Unzählige tote Flamingobabys liegen am Ufer des Sees und die Luft riecht doch sehr nach Verwesung. Den Grund erfahren wir dann von den Fahrern. Hier hat es seit 10 Jahren nicht mehr geregnet, der Wasserpegel sinkt unaufhörlich und nimmt so den Flamingos die Nahrungsgrundlage. Das macht mich richtig traurig, ich frage mich wie lange diese Lagune noch in dieser Art besteht und hoffe daß die Flamingos sich rechtzeitig in eine neue Lagune begeben.

Es bleibt spannend, die Fahrt geht jetzt auf 4938 Meter. Die Luft wird immer dünner. In dieser Höhe, wir glauben eine Fatamorgana zu sehen, kommen uns LKW`S entgegen.

Unser Ziel hier oben ist das Geysirfeld Sol de la Manana . Ich kenne solche  schon vom Yellowstone Nationalpark, doch hier gibt es keine Abgrenzung, keinen Zaun und keine Stege die man nicht verlassen darf. Laut Aussagen sollen hier vor 2 Tagen 2 Menschen abgerutscht und hineingefallen sein, in diese kochenden Schlammtöpfe. Ob wahr oder nicht, ich könnte es mir vorstellen wenn ich sehe wie nah manche da rangehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Mittagessen sind wir dann an einem natürlichen Thermalbad. Dieses befindet sich an einer Laguna in der sich auch wieder zahlreiche Flamingos ihre Nahrung suchen. Uns ist nicht nach Baden zumute, viel lieber beobachten wir das Treiben um uns herum.

 

 

 

 

 

 

Der letze Teil dieser Abenteuerfahrt führt uns durch die Dalí Wüste, diese wurde nach Salvatore Dalí benannt. Ein Highlight nach dem Anderen, diese Reise muß man wirklich erlebt haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorbei an der Laguna Blanca und der Laguna Verde kommen wir dann bald an die Bolivianische Grenze. Diese befindet sich in einer Höhe von 4485 Metern. Der nächste Stempel in unseren Reisepass und wir können passieren.

 

 

 

Von nun an geht es bergab, die chilenische Grenze überqueren wir dann wieder in San Pedro de Atacama, wo unsere Henriette auf uns wartet. Es waren sehr spannende, wunderschöne 3 Tage.
P.S. Auf Grund der überdurchschnittlichen Flüssigkeitsaufnahme mussten wir natürlich auch dementsprechend oft die Inka Toilette benutzen. So kommt es dass wir diese Reise als „Trinken und pinkeln“ bezeichnen.

 

 

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One thought on “Außergewöhnlich und einzigartig, der Salar de Uyuni

  • 09/01/2018 at 21:41
    Permalink

    Hallo einfach super Bilder und Berichte.Hatten sie in dieser Höhe keine Kopfschmerzen ?Da erwartet uns ja einige Topereignisse.

    mfg
    Hanne Siedler

    Reply

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