Silvester in San Pedro de Atacama

Silvester in San Pedro de Atacama

 

San Pedro de Atacama

 

Die Strecke nach San Pedro de Atacama ist anfangs nicht sehr spektakulär. Bis Calama fahren wir auf der Routa 5, der Panamerikana. Calama ist wie Antofagasta eine Minenstadt. Auf dieser Route gibt es eine neue Mautstation, wo wir die Maut für einen Reisebus bezahlen sollen. Wir wehren uns vehement, zeigen die anderen Mautzettel, auf denen Kategorie Auto steht. Alles nutzt nichts, die „frustrierte Alte“, wie ich sie zum Abschied nannte, wollte einfach nicht nachgeben. Sie wurde sehr wütend und laut. Nach 10 Minuten bezahlten wir einfach, und verabschiedeten sie mit einigen Worten, die sie wohl nicht verstehen konnte. Wie wir später erfahren haben, ging es fast allen so an dieser Station.
Wir fahren weiter durch die Wüste, die nicht wirklich so aussieht. Es wächst zwar nichts weit und breit, doch sind die ganzen „Dünen“ aufgeschüttete Schotterhaufen, von Menschenhand, oder besser gesagt von Maschinen gemacht. Hier wird überall der Abfall der Minen abgeladen. Dazwischen überall Müll.

 

 

 

Chile hat enorm viele Bodenschätze, die auch abgebaut werden, doch den Müll bekommen sie nirgendwo unter Kontrolle. Tonnenweise karren sie Steinen durch die Gegend, doch die Idee einer Mülldeponie ist wohl noch keinem gekommen, obwohl mehr als genug Platz wäre.

 

 

 

Nach Calama steigt die Straße an, ich übernehme das Steuer und Wolfgang schläft wie immer kurz nachher am Beifahrersitz ein.
Die Straße steigt langsam an, bis wir auf einen Pass mit einer Höhe von 3400 Metern ankommen. Hier wird die Landschaft wieder interessanter.

 

 

 

 

 

 

Von hier oben haben wir schon einen schönen Blick auf das Mondtal. Die letzten Kilometer vor San Pedro de Atacama fahren wir durch Felsen, die wie Haifischzähne aufgereiht stehen. Es ist wirklich ein bizarres Bild.

 

 

 

 

 

 

 

 

In San Pedro de Atacama stehen wir auf einem staubigen Platz. Alle die den 3-tägigen Ausflug in den Salar de Uyuni nicht mitmachen, bekommen die schönen schattigen Plätze. Die anderen, wie wir stehen an der prallen Sonne auf einem sehr staubigen, nicht gerade wohlriechenden Platz. Aber so ist es eben auf einer Abenteuerreise.

Wir unternehmen eine Besichtigungstour, der Ort ist sehr beliebt bei Backpackern. Zahlreiche Restaurants, Tourenanbieter, Fahrradverleiher und Souveniergeschäfte entlang der staubigen Straßen. Diese kleine Stadt hat Charme, uns gefällt sie sehr gut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch in San Pedro wird fleißig geputzt und gepinselt, scheinbar kommt auch hier der Papst zu Besuch. Auf großen Plakaten wird seine Reise angekündigt. Auch dieser Hund hat sich einen guten Platz gesucht um das Geschehen um ihn herum zu beobachten.

 

 

 

 

 

 

Nach einem frühen Abendessen suchen wir unsere Henriette wieder auf. Die Nacht wird dann zu unserer Freude sehr kühl und beschert uns so einen ausgezeichneten Schlaf.

Heute ist Silvester, wir wollen nicht den ganzen Tag in der Stadt bleiben, so fahren wir zum Salar de Atacama. Dieser ist nach dem Salar de Uyuni und dem großen Salzsee in Utah der drittgrößte der Welt.

In dieser Salzpfanne befindet sich ein See, wo wir zahlreiche Flamingos antreffen. Vorher noch begegnet uns eine Eselherde, die gerade die Straße überquert.

 

 

 

 

 

 

Wir parken mit Blick auf den See, spazieren an den Flamingos vorbei und geniessen die schöne Landschaft hier. Diese Vögel lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen, es ist ein sehr friedliches Bild.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Schatten der schönen Bäume feiern wir am Abend den Jahreswechsel. Jeder steuert zum reichhaltigen Buffet etwas bei.

 

 

 

 

 

 

Wir haben uns dazu entschieden nach der europäischen Zeit zu gehen, denn morgen früh geht es los zum e-tägigen Ausflug mit Jeeps in den Salar de Uyuni in Bolivien, und dann auf knapp 5000 Meter. So prosten wir uns schon um 20 Uhr Ortszeit zu. Und was machen wir dann? Wir tanzen den Donauwalzer im Sand der Atacama.

 

 

 

 

Über WhatsApp erreiche ich telefonisch alle meine Jungs, und das macht mein Silvester perfekt.

 

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