Die Mayastadt Tikal

Die Mayastadt Tikal

DIE MAYAS DER HEUTIGEN ZEIT

Wir verlassen die Marina in Rio Dulce am frühen Morgen in Richtung Tikal.

Tikal liegt im Norden Guatemalas, und genau da wollen wir heute hin.
Hier im Norden ist es wieder viel sauberer am Straßenrand, es macht richtig Freude die schöne Landschaft an uns vorbeiziehen zu lassen.

In dieser Gegend sind  noch viele Häuser mit Stroh bedeckt, Kinder laufen nackt herum, die Mutter wäscht die Wäsche auf der Veranda und die Hühner kommen aus dem Haus spaziert.

Die Finca Ixobel liegt auf unserer geplanten Route. Es bietet sich ein Zwischenstopp an um eine Kaffeepause einzulegen. Das machen wir auch, und nebenbei decken wir uns mit köstlichem Hefezopf, frisch aus dem Ofen, ein. Auch hausgebackenes Brot und Zimtschnecken wandern in unser Wohnmobil.

In Flores lassen wir uns mit einem kleinen Boot rund um die Insel fahren, bevor wir die Gassen der bunten Insel erkunden.

Da der Nationalpark schon um 18 Uhr die Schranken schließt, und nicht um 20 Uhr, wie vorhergesagt, wir unseren Übernachtungsplatz bei der Maya Anlage in Tikal geplant haben, machen wir uns auf den Weg um vor Dunkelheit den Eingang zum Park zu erreichen. Kurz vor 19 Uhr stehen wir vor der Schranke, die für uns nocheinmal geöffnet wird. Es sind dann doch noch 17 km bis zur Maya Stätte , bei Einbruch der Dunkelheit erreichen wir unser Ziel.

Tikal ist eine wirklich sehenswerte, imposante Anlage, die sich über eine Fläche von 65 m²  erstreckt. Schätzungsweise an die 10.000 Gebäude befinden sich in der Hauptzone.  In den Außenbereichen sind viele noch nicht ausgegraben und erforscht worden.

Am Abend findet sich eine große Gruppe von Nachfahren der Maya neben unseren Wohnmobilen ein. Sie kommen an unseren Grill und fragen, ob sie unsere Holzkohle benützen dürfen, um ihre Tacos zu wärmen. Noch bruzzeln unsere Würste, doch stellen wir den Grill anschließend gerne zur Verfügung.

Diese 50 Menschen sind heute 660 km weit mit einem Bus angereist um eine Zeremonie in der Anlage abzuhalten. Dabei geht es nicht um etwas zu bitten, sondern einfach für alles zu danken, was sie sind und was sie haben.

Und jetzt schlagen sie hier ihr Nachtlager auf. Mit Kind und Kegel schlafen sie einfach auf der Wiese.
Auf die Frage „was ist wenn es beginnt zu regnen?“ antworten sie nur: Was soll diese Frage, es regnet jetzt doch nicht. Sie denken einfach nicht über Dinge nach die im Moment nicht stattfinden.

Ich habe in meinem Geschenksack noch viele Luftballons und verteile sie unter den Kindern. Mit strahlenden Augen und einem schüchternen „grazias“ nehmen sie diese begeistert an. Es ist eine Freude zuzusehen wie sie mit den Ballons spielen.

Dann wird das Maisbrot auf dem Grill gewärmt und wir bekommen auch eine Kostprobe davon. Wir haben richtig Spaß mit diesen kleinen Menschen, den Nachfahren der Mayas.

Nach dem Essen setzt sich ein junger Mann zu uns an den Tisch und Dario übersetzt alle Antworten auf unsere Fragen. Es ist ein sehr spannender Abend, an dem wir viel über eine andere Kultur und deren Ansichten erfahren.

Am nächsten Morgen spielen die Kinder immer noch mit den Luftballons, und manch einer geht auch kaputt. Doch auch diesen werfen sie noch freudig in die Luft.

Vor unserer Abreise teile ich noch einige von diesen bunten Luftballons aus und erfreue so manches Kinderherz.

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