Von Antigua nach Rio Dulce

Von Antigua nach Rio Dulce

WELTKULTURERBE ANTIGUA

Nachdem wir gestern die Stadt auf eigene Faust erkundet haben, werden wir heute von Loui durch die Kolonialstadt Antigua geführt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Antigua_Guatemala

Die Stadt ist heute weniger belebt, noch finden ja keine Prozessionen statt.

Unser Führer erzählt uns einiges über die Geschichte der Stadt, Antigua ist eine sehr sichere Stadt, die Gitter an den Fenstern sind nicht aus Sicherheitsgründen angebracht. Das Stadtbild von Antigua soll jedem von Sevilla gleich sein. Die ursprünglichen Verzierungen waren aus gedrechselten Holzstäben und wurden leider durch die Metallgitter abgelöst.

Die Vergitterung der Apotheke hat aber offensichtlich doch eine Schutzfunktion.

Bei der Kirche Santa Clara legen wir einen ersten Stopp ein. Noch sind alle Altäre der Kirchen mit dem Fastentuch bedeckt.

Vor der Kirche werden köstliche Empandas angeboten, gefüllt mit Ananas. Empanadas sind in Fett herausgebackene Teigtaschen. Diese gibt es in den verschiedensten Formen mit unterschiedlichen Füllungen. Verschiedene Fleischsorten, Schinken mit Käse, Spinat, Mais und noch viele Andere. Einige unserer Gruppe lassen sich von den Tönen mhhh, guat, mhhh, die Wolfgang von sich gibt während er genussvoll hineinbeisst, anstecken.

Gegenüber der Kirche befindet sich eine noch heute in Betrieb befindende Waschstelle. Jeden Morgen wird der riesige Brunnen mit frischem Wasser gefüllt. Die Wäsche wird in den kleinen Bottichen gewaschen und dann im großen Brunnen klargespült. Anschließend wird die Anlage wieder gereinigt.

Heute gibt es für uns wieder neue Wege zu erkunden, Gassen in denen wir noch nicht waren. Immer wieder begeistern mich die in verschiedensten Farben blühenden Bäume, ganz besonders die Chakaranda Bäume, welche farblich ausgezeichnet zu den violetten Tüchern und Fahnen der Fastenzeit passen.

Das Hotel Casa Santa Domingo war ursprünglich ein Kloster. Heute befindet sich hinter  diesen alten Mauern ein 5 Sterne Hotel, welches zu den besten 100 Hotels der Welt gezählt wird.
Es ist eine wirklich großartige Anlage, doch bei diesen Übernachtungspreisen fühlten wir uns doch ein wenig gestört durch die zahlreichen Besucher von aussen, so wie wir.

Ein lila Blütenbogen, diese Farbe verfolgt uns zur Zeit, führt in ein schönes Taschengeschäft. Diese werden mit mühevoller Handarbeit hergestellt. Bunte Blumenmuster werden auf feinen Leinenstoff gewoben.Ich frage mich nur wieviel von dem Erlös der doch sehr teueren Taschen ( ca.750 Dollar) die Frauen bekommen, welche diese Taschen herstellen.

Anschließend besuchen wir noch ein Jademuseum, dort werden uns die verschiedenen Farben des Jadesteines gezeigt und manche alten Funde aus der Mayazeit. Natürlich endet die Führung in einem Geschäft wo umsonst auf Einkäufe gehofft wird.

Nach dem Hauptplatz verabschieden wir uns von der Führung und erkunden den Rest der Stadt auf eigene Faust.

Wir verlassen den schönen Wiesenplatz mit Blick auf die Zwillingsvulkane und fahren nach Rio Dulce, wo wir in der Marina die nächsten Nächte stehen dürfen. Der Acatenango ist ein Schichtvulkan mit einer Höhe von 3.976 Metern und bildet zusammen mit seinem Zwilling, dem Volcán de Fuego den Vulkankomplex La Horqueta.

Unterwegs bietet es sich an eine kleine Maya Anlage zu besichtigen, welche noch nicht so überfüllt sein soll. So fahren wir durch üppig grüne Landschaft, so wie wir uns Guatemala vorgestellt haben, vorbei an teils armseligen Häusern, vor deren Eingängen die Menschen überall in Hängematten liegen oder in ihren Sesseln sitzen. Scheinbar haben sie nicht viel anderes zu tun. Das Leben findet im Freien statt, in die Häuser scheinen sie nur zum Schlafen zu gehen.

Die Anlage liegt umringt von Chiquita Bananen Plantagen und Regenwald. Sie ist wirklich sehr überschaubar und es sind kaum Menschen hier. Was mir hier sehr gut gefällt sind die Überdachungen der Stelen. Hier sind sie nicht durch Wellblechdächer geschützt wie in Caral, hier haben sie wirklich schöne Holzbauten mit strohbedeckten Dächern.

Seit langem fallen wieder einmal Regentropfen vom Himmel, was die Mücken sehr aktiv werden lässt. Die Blutsauger fallen über unsere Beine her und hinterlassen so juckende Spuren. Selber schuld, hätten wir uns eben eingesprüht.

In Rio Dulce scheint unsere Henriette sehr klein neben den zahlreichen an Land gebrachten Booten. Und es wartet eine Überraschung auf uns. Ein Vorarlberger Ehepaar wartet gerade sein Boot auf dem Trockendeck.

Nach dieser freudigen Begegnung heißt es nach 2 Tagen wieder Abschied nehmen, unsere Reise führt uns weiter in Richtung Tikal.

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