Lipari und Vulkano – 2  Inseln und ein Happy End

Lipari und Vulkano – 2 Inseln und ein Happy End

Von Milazzo nehmen wir das Schnellboot nach Lipari. Wir wollen zwei der liparischen Inseln erkunden. Mit unseren Bikes stehen wir am Hafen und möchten unsere Tickets kaufen. „Keine Bikes auf dem Schnellboot“. Wir erkundigen uns ein Stück weiter die Straße hoch um die Fahrzeiten der großen Fähre. Leider fährt diese nicht sehr oft und wir würden viel Zeit verlieren. Also treten wir in die Pedale und fahren zurück zum Stellplatz. Der Campingpapa bietet uns an, uns zum Hafen zu bringen. Abfahrt in 5 Minuten. Also nichts wir die Bikes verräumen und schon fahren wir zurück zum Hafen. Das Schnellboot fährt gerade ein.  Rasant geht es ab durch die Wellen nach Lipari. Mit Zwischenstopp auf Vulkano erreichen wir Lipari nach 50 Minuten.

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Blick auf Vulkano

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 Hier habe ich ein Hotel gebucht, das etwas entfernt vom Hafen liegt. Erst eine kleine Jause und wir machen uns auf den Weg zu einem Fahrradverleih.

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Mit Rucksack beladen fahren wir mit den Mieträdern, keine E-Bikes zum Hotel, das in einer Anhöhe über einem kleinen Jachthafen liegt. Das Zimmer ist riesengroß und verfügt über eine schöne Terrasse mit wunderbarem Blick auf die Nachbarinsel Vulkano. Wir können den Vulkan von hier aus rauchen sehen. Gegenüber haben wir Sicht auf den ebenfalls aktiven Vulkan Stromboli.

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unsere Mietbikes, waren nicht sehr bequem

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Blick auf Stromboli mit aktivem Vulkan

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unser Hotel auf der AnhöheA

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Ausblick von unserer Terrasse

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Am Abend spazieren wir die 2 Kilometer in die Stadt und geniessen den Sonnenuntergang bei einem Aperol. Zurück fahren wir mit dem Taxi, da der Verkehr an der schmalen Straße sehr zugenommen hat. Gehsteig gibt es hier keinen. Für die 2 Kilometer verlangt die Taxidame stolze € 15,00.

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Lipari

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Nach einem ausgiebigen Frühstück steht ein sportlicher Tag an. Ohne den gewohnten Strom und recht unbequemen Bikes echt anstrengend. Der Weg führt uns zu einer geschlossenen Schlucht. Hier wurde früher Bimsstein abgebaut.

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Unglaublich hohe Felswände in strahlendem Weiß lassen uns staunen. Immer weiter führt der Weg in die Schlucht, immer schmaler und unzugänglicher wird er. Die Felswände sind inzwischen fast überhängend und ziemlich bröselig. Inzwischen ist die Schluckt nur noch schulterbreit, wir fühlen uns nicht mehr wohl und treten den Rückweg an.

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Bimssteinschlucht, schon lange stillgelegt

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Hier ist für uns Schoß, zu eng und überhängendes, loses Gestein

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Wir bringen die Bikes zurück und flanieren erneut durch die Straßen der bunten Stadt Lipari. Nach einem köstlichen Mittagessen machen wir uns wieder auf den Weg zum Hafen. Mit der Schnellfähre geht es in wenigen Minuten auf die Nachbarinsel Vulkano.

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Schon beim Aussteigen steigt uns ein beissender Geruch in die Nase. Wolfgang meint erst, daß hier mit dem Abwasser etwas nicht in Ordnung ist. „Das ist der Geruch vom Vulkan“, kläre ich ihn auf. Ist mir gerade noch eingefallen.

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Wir werden von unserem Unterkunftgeber mit dem Auto abgeholt. Ein netter alter Mann hat einige Zimmer in einem schönen Garten zu vermieten. Der Vulkan kann nicht jederzeit bestiegen werden, es kommt auf die Windrichtung an. Wie schon oft erlebt, soll man gewisse Dinge nicht aufschieben, so überrede ich Wolfgang doch heute noch auf den Vulkan zu steigen.

Mit Schrecken stelle ich fest daß meine Gopro nicht mehr am Rucksack befestigt ist. Ich muß sie im Schnellboot verloren haben. Wir marschieren zum Hafen um im Büro mein Leid zu klagen. Ich kann mich noch an unseren Sitzplatz erinnern und teile diesen und die Beschreibung der Kamera mit. Die nette Dame notiert sich meine Telefonnummer und wird sich darum kümmern. Ich hoffe daß es noch ehrliche Menschen gibt.

Der Weg auf den Vulkan ist recht abenteuerlich, da der Steig vom letzten Unwetter arg in Mitleidenschaft gezogen wurde und zum Teil weggeschwemmt ist. Erst stapfen wir über schwarzen Lavasand, bis der Weg wie abgeschnitten auf roten Stein wechselt.

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Wanderung auf den aktiven Vulkan auf Vulkano

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Doch besser wird er auch hier nicht. Tiefe Gräben ziehen sich in die Höhe. Kurz vor dem Krater entschließt sich Wolfgang hier auf mich zu warten. Ich steige das kurze Stück weiter hoch um in den Krater zu sehen. Es bietet sich ein herrliches Bild. Leuchtend rot und gelb bis schwarz, so zeigt sich der Krater.

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Blick in den Krater

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Blick in den Krater

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Wir machen uns wieder auf den Rückweg, geniessen immer wieder die wunderbare Aussicht auf den Talboden.

Dann ein überraschender, erfreulicher Anruf. Meine Gopro wurde gefunden und zum Hafenbüro auf Vulkano gebracht. Was für ein Glück. Dies und den Ausklang eines wunderschönen Tages feiern wir in einer Vinothek.

Das Schlammbad, auf das ich mich schon sehr gefreut habe, ist leider gesperrt. Der Schlamm kocht regelrecht in dem Becken. Also viel zu heiß. Schade.

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Das Schlammbad ist leider gesperrt, viel zu heiß, es brodelt regelrecht

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Wir bummeln noch ein wenig durch die kleinen Gassen und nehmen Abends wieder Abschied von der Insel.

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Vulkano unterscheidet sich sehr von Lipari. Lipari ist ziemlich touristisch mit unzähligen Restaurants und Geschäften, wobei es auf Vulkano beschaulich zu geht. Souvenirläden gibt es hier auch einige entlang einer kurzen Straße. Auch gegen den Hunger ist mit einigen Restaurants gesorgt, jedoch halten diese sich in Grenzen. Ich finde die Atmosphäre auf Vulkano sehr angenehm. Am nächsten Tag geht es mit dem Schnellboot wieder zurück nach Milazzo. 

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