Unterwegs auf der legendären Parenzana

Unterwegs auf der legendären Parenzana

Es geht los. Über den Arlbergpass und den Reschenpass erreichen wir unser erstes Zwischenziel. In Terlan füllen wir unsere Weinvorräte auf, spazieren durch die Weinberge.

Eine kleine hübsche Kirche lockt uns den Hügel hinauf und entpuppt sich als Sektkellerei. Unter einem Kakibaum lassen wir uns ein Glas dieser Köstlichkeit schmecken.

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Nach einer ruhigen Nacht fahren wir weiter in Richtung Süden. Auf der Karte finde ich einen See, etwas abseits der Straße. Gerade recht für eine kleine Kaffeepause.

Der See ist nicht so attraktiv, dafür der kleine Ort umso mehr. Ein schmaler Glockenturm neben einem gemütlichen Gasthaus. Nach der Kaffeepause, wir bezahlen für 2 Cappuchini und 2 Croissants € 6,40, machen wir es uns in den Hängematten bequem. Das sind schon andere Preise wie bei uns.

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Ein kleiner Spaziergang und weiter geht die Fahrt nach Valdobbiadene. Wir erreichen die Heimat des Prosecco am frühen Nachmittag, bummeln durch die Gassen und besichtigen die Kirche.

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Der Hauptplatz ist sehr beeindruckend. Natürlich darf das eine oder andere Glas Prosecco nicht fehlen. Köstliche Tropfen sind dabei.

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Unser nächster Aufenthalt ist in Piran. Vom Übernachtungsplatz in Fiese spazieren wir der Küste entlang etwas mehr als 1 Kilometer ins Zentrum.

Wir erklimmen den Campanine über 142 Stufen. Die Belohnung ist eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt. Wir spazieren der Küste entlang, vorbei an zahlreichen gut gefüllten Restaurants.

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Bei einem Getränk am Hauptplatz warten wir auf die blaue Stunde.

Auf der Weiterfahrt legen wir einen Stopp in Novigrad ein. Novigrad ist ein nettes, kleines Städtchen. Bunte Schirme zieren die Gessen. Am Rathaus hängen dutzende Wasserbälle. Das haben wir so noch nie gesehen.

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Angekommen in Rovinje wird eingeparkt, Hängematte aufgehängt, Sessel und Tisch ausgepackt und schon steht der Gin Tonic auf dem Tisch. Nach einer kleinen Biketour der Küste entlang erreichen wir Rovinje.

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Wir genießen die Stadt mit ihren schmalen Gassen und schwelgen in Erinnerungen. Schon öfter waren wir hier, ich hab schon öfter meinen Geburtstag hier gefeiert. Den Rest des Tages verbringe ich am Meer und lausche den Wellen.

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Eine weitere Biktour führt uns durch Rovinje und wieder der Küste entlang. Eine wunderschöne Strecke vorbei an romantischen Badeplätzen. Leider habe ich keine Badesachen dabei. Das Wasser der Felsenküste ist karibisch.

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Es heißt Abschied zu nehmen, die Reise geht weiter in Richtung Süden. Wir stoppen in einem kleinen Dorf in Inland von Istrien. Bale ist wie eine Burg angelegt, in diesem Labyrinth kann man sich richtig verlaufen.

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In einem weiteren kleinen Nest Richtung Pula, in Istarska, steht die größte Kirche Istriens.

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Angekommen in Pula beziehen wir unseren Platz auf der Halbinsel südlich der Stadt. Wir radeln in die Stadt und besuchen erst mal den Markt. Das Angebot ist recht gut, die Preise zum Teil touristisch.

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Der Fischmarkt befindet sich in der beeindruckenden Markthalle.

Wir lassen die Räder stehen und erkunden die Stadt zu Fuß.  Durch das alte Stadttor betreten wir die Altstadt. Auf dem Platz der Republik befindet sich der Augustustempel, ein alter Tempel aus dem 1. Jahrhundert nach Christi.

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Nach Besichtigung der Franziskuskirche und dem schönen Klostergarten besichtigen wir das römische Amphitheater. Dieses ist das 6 größte der Antike und das am besten erhaltene.

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Wir besteigen den Hügel zum Castell. Von hier hat man den besten Blick auf die Altstadt und den Hafen. Sehr beeindruckend sind da kilometerlangen Tunnels, die unter der Festung hindurchführen, und dies auf 2 Ebenen.

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 Die nächste Biketour führt uns in den Süden von Pula. Erst besuchen wir den Art Park in Verudela mit seinen Kunstwerken. Der Eintritt ist frei.

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Anschließend erreichen wir das ehemalige Fort, welches in ein Aquarium umgestaltet wurde. In 2 verschiedenen Gebäuden können wir auf mehreren Ebenen zahlreiche Meeresbewohner bestaunen. 211 Tierarten haben hier ein Zuhause gefunden. Doch das ist noch nicht alles. Für die Kleinen gibt es einen Spielplatz.

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Wer sich für Kriegsschiffe interessiert, der findet hier eine riesengroße Ausstellung von Modellen von Schiffen und U-Booten, auch der Österreichisch-ungarischen Flotte.

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Den Abend verbringe ich natürlich wieder am Strand, ich liebe Sonnenuntergänge. Nach herrlichen Tagen am Meer verlassen wir Pula und fahren landeinwärts nach Motovun.

Dieser kleine Ort thront auf einem kleinen Hügel Henriette geparkt, Bikes ausgeladen, Kaffee getrunken und schon geht es ab auf die Parenzana. Dies ist ein Radweg, der entlang einer aufgelassenen Bahntrasse führt. Streckenweise ziemlich grober Schotter, wir werden richtig durchgeschüttelt, obwohl wir gut gefederte Bikes haben. Durch schöne Landschaft und finstere Tunnels hinauf in die Stadt.

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Vor vielen Jahren haben wir hier im Castell übernachtet. Heute lassen wir uns auf der Terrasse Pasta mit Trüffeln servieren. Die Preise haben angezogen, teilweise kostet dieses Gericht € 40,00.

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Die ersten Nebenschwaden ziehen durch das Tal. Der Herbst ist auch hier angekommen. Wir fahren heute entlang der Parenzana nach Groznjan. Ein kleines Künstlerdorf in den Bergen. Durch finstere Tunnels und über hohe Viadukte führt die alte Bahntrasse sehr idyllisch durch die Trüffelwälder. Die Saison ist hier scheinbar schon zu Ende, wir begegnen kaum einem Menschen.

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In Groznjan wohnen knapp 160 Einwohner. Ein Geheimtipp für Künstler, Kunstinteressiert und Musiker. Mehr als 30 Ateliers von Malern und Bildhauern gibt es hier zu besichtigen. Im Sommer finden hier zahlreiche Musikveranstaltungen statt.

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Wir fahren die selbe Strecke zurück. Ein letzter schöne Sonnenuntergang in Motovun bevor es morgen wieder zurück in Richtung Österreich geht. 

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