Bora Bora, Schatten über dem Paradies

Bora Bora, Schatten über dem Paradies

BORA BORA 
Mich zieht es heute wieder sehr früh an Deck. Ich möchte das Einlaufen auf Bora Bora nicht verpassen. Die schönste  Stimmung ist immer schon vor Sonnenaufgang. Und ich werde für mein frühes Aufstehen wirklich belohnt.
 
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Ich habe nicht gewusst dass es auf Bora Bora einen so beeindruckenden Berg gibt, habe mir die Inselwelt viel flacher vorgestellt.
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Bora Bora ist eine Insel vulkanischen Ursprungs, sie ist nur 10 km lang und zwischen 600 m und 3 km breit.  Auf dieser Insel leben ca. 8900 Menschen.
Bora Bora zeigt sich auf Bildern und Postkarten  meist so: Holzhäuser , die auf Stelzen im wunderschönen Wasser stehen, Blumengekränzte Frauen in bunten Kleidern.

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Das sind die hauptsächlichen Motive. Blumenkränze auf dem Kopf oder einzelne Blumen im Haar, das stimmt wirklich, so laufen die meisten Frauen hier herum. Auch die bunten Kleider sind Realität. Das Wasser ist fantastisch, noch nie habe ich so ein tolles Wasser gesehen und gespürt.
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Auch die Stelzenhäuser sind wirklich da.
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Noch hängen viele Wolken am Himmel, aber gerade das macht es interessant. Doch schon bald lichten sich die Wolken und machen der Sonne Platz.
 
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Für heute haben wir eine Schnorcheltour gebucht, auf die ich mich natürlich sehr freue.
Hier wird wieder der Anker gesetzt, wir werden mit Tenderbooten an Land gebracht, so wir schon von unserem Guide empfangen werden.
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Auf einem Katamaran fahren wir in Richtung Lagune. Wir sind nicht das einzige Boot auf diesem Weg. Die Stimmung ist auch hier sehr gut, es wird auch auf dem Boot musiziert und gesungen.
 
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Dann erreichen wir unseren ersten Stopp, hier soll es Stachelrochen zu sehen geben und Haie. Taucherbrille aufgesetzt, Schnorchel in den Mund und los geht es in das wunderschöne klare Wasser.
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Hier  ist es nicht sehr tief, wir können überall stehen. Kaum den Kopf  in das  Wasser gesteckt, schon sehen wir die ersten Fische .
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auch hier gibt es ihn, den Humuhumunukanukaapaaú

 

Bald darauf auch die ersten Rochen, von denen wir bald ganz umkreist sind.
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Sie schwimmen zwischen den Beinen durch, streifen diese immer wieder, als ob sie die Nähe suchen würden.
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Es ist ein einmaliges Gefühl, wir können sie auch wirklich anfassen wenn sie an uns vorbeischwimmen.
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Einer unserer Guides hat eine besondere Beziehung zu einem dieser Tiere. Dieser Rochen hüpft ihn regelrecht an, er küsst ihn immer wieder, er geht gar nicht mehr weg von ihm. Wir können ihn so auch anfassen.
 
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Auch erscheinen bald die ersten Haie. Dies ist anfangs ein bisschen unheimlich. Sie waren doch ziemlich groß.

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Nachdem wieder alle auf dem Boot sind, geht die Fahrt weiter zum nächsten Schnorchelplatz. Natürlich mit Musik und Gesang unserer Guides.
Hier ist das Wasser tiefer,   Brille, Schnorchel und Flossen angezogen, springe ich vom Boot in´s Wasser.
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Hier schwimmen unter uns die Mantas. Erst sehen wir nur einen, dann kommt ein zweiter daher. Die sind richtig groß. Die wollen auch nicht gestreichelt werden, will ich ehrlich gesagt auch gar nicht.
Beim dritten und letzten Stopp sieht die Unterwasserwelt wieder anders aus. Ich stecke den Kopf unter das Wasser, und glaube ich bin in einem Aquarium gelandet.
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Wir  schwimmen zwischen unzähligen Fischen, es ist unbeschreiblich.
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sehr neugierig
sehr neugierig
Hier unten vergesse ich die Zeit. Doch irgendwann merke ich dass nur noch ich im Wasser bin und muss leider zurück zum  Boot. An Stelzenhäusern vorbei, die im Waser stehen, fahren wir zurück an Land.
Schwimmen macht hungrig, so suchen wir uns ein Restaurant in der Nähe. Wir werden auch gleich fündig, nur  leider ist es mehr als voll. Also marschieren wir weiter und landen in einem kleinen Restaurant ,wo die  Einheimischen speisen. Das ist uns sowieso viel lieber.
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Auf dem Rückweg kommen wir wieder an dem einen Restaurant vorbei, ist immer noch überfüllt, so gehen wir weiter ein  Stück in die andere Richtung. Cafe finden wir auch hier keines.
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Wolfgang hat die Idee, sich ein Elektroauto zu mieten und eine Stunde damit herum zu fahren. Diese sind alle schon unterwegs, keines frei. Beim nächsten Autovermieter stehen nur noch Buggies, so einen wollen wir uns jetzt mieten. Für eine Stunde soll er umgerechnet 80 USD   kosten. Das ist schon sehr teuer. Der Autovermieter, ein netter junger Mann meint nur , „Willkommen im Paradies“. Wir handeln einen Preis von 85 USD  aus, für 2 Stunden und inclusive  Benzin.
Los geht die Fahrt mit dem offenen, knattrigen Gefährt.
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Es macht Spaß. Wir fahren am Ufer entlang bis zur viel gelobten Bloody Mary Bar. Hier legen wir einen Stopp ein und wollen einen Drink nehmen. Das Restaurant ist bis auf 2 Tische leer, die Bar überfüllt. Wir möchten nichts mehr essen, also dürfen wir uns auch nicht niedersetzen. Wir finden das nicht sehr gastfreundlich, da sicher kein Bus mehr kommen wird heute um dieses Lokal zu füllen. Wir nehmen unser Getränk und setzen uns in den Garten, ist eh viel schöner und nicht so heiß.
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Wir fahren um die ganze Insel, die ist ja nicht sehr groß.
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In einer Stunde würde man es schaffen, aber wir legen hin und wieder einen Stopp ein, so eilig haben wir es nicht. Auf der rechten Seite der Straße die Buchten mit kleinen Stränden und dem traumhaften Wasser,
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auf der linken Seite dichtbewachsene, sehr grüne Hügel und Berge.
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Auf der östlichen Seite der Insel sind weniger Hotelanlagen, hier sind mehr einfache Häuser, wo die Einheimischen zu Hause sind.
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Auf Bora Bora gibt es auch schon wirtschaftliche Probleme. Viele Hotels schließen ihre Pforten, es ist einfach viel zu teuer, es kommen zu wenige Touristen in dieses Paradies.  Es ist wirklich schade, wir sehen auch einige die schon beim Verfallen sind.
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Wie wir so unterwegs sind, denken wir daran dass es nicht wirklich schlimm wäre eine Panne zu haben und das Schiff zu versäumen. Wir müssten dann nach 4 Tagen einfach nach Neuseeland nachfliegen. So sehr es uns reizen würde, wir fahren dann doch  mit dem letzten Tenderboot zurück an Bord.
Blick auf unser Schiff
Blick auf unser Schiff

 

Aber erst genehmigen wir uns einen guten Kaffee in einem Resort nahe der Anlegestelle. Dort fällt mir zuerst eine Schweizer Flagge auf einem Segelboot auf, und auf dem dahinter liegenden flattert eine österreichische Fahne im Wind. Ein weiter Weg bis hierher, von wo auch immer .

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Es fällt schon ein bisschen schwer von hier Abschied zu nehmen. Sogar Wolfgang, der sich nicht gerade als Wasserratte bezeichnen kann, würde gerne noch hier bleiben, auch des schönen Wassers wegen.
So fahren wir bei schöner Sonnenuntergangsstimmung wieder hinaus in den weiten Ozean und steuern nach 4 Seetagen Neuseeland an.
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