Alberobello – die Hauptstadt der lustigen Trulli

Alberobello – die Hauptstadt der lustigen Trulli

 

 

EIN DORF WIE AUS EINEM ZEICHENTRICKFILM

 

Durch das  wunderschöne Valle d´Itria fahren wir von Ostuni nach Alberobello. Entlang kilometerlangen Plantagen sehr alter knorriger Olivenbäume und Mandelbäumen führt der Weg vorbei an den ersten Trulli. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schon einige Kilometer vor Alberobello legen wir einen Fotostopp ein. Die weißen Häuschen mit den grauen Dachschindeln mit einer weißen Spitze werden Trullo genannt, die Mehrzahl heißt Trulli.  Überall stehen sie inmitten von Feldern oder vereinzelt am Straßenrand.

 

 

 

 

 

 

 

 

Früher dienten diese Häuschen den Hirten oder Arbeiter  als Unterstand. Heute sind sie Bestandteil von angebauten Häusern.  

 

Nirgendwo ist die Dichte dieser Häuschen so dicht wie in Alberobello. Mehr als 1400 dieser lustigen Steinhäuschen stehen dicht an dicht gereiht. 

 

1996 wurde Alberobello von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Die ältesten Trulli stammen aus dem 14. Jh.

 

Wir kommen am Campingplatz an und auf der Stelle wird unser Plan über den Haufen geworfen. Wir stehen inmitten wunderschöner alter Olivenbäume und wollen heute gar nicht mehr weg.  Planen ist meist unnötig, weil es oft anders kommt. 

 

 

 

 

Die „alte Stadt“ mit den vielen Trulli teilt sich in 2 ganz unterschiedliche Regionen. Nur durch die Hauptstraße getrennt und doch so verschieden. 

In Rione Monti schlängeln sich die Touristenmassen ab 9 Uhr früh durch die engen Gassen und Treppen. Die Trulli wirken  durch viele kitschige Shops  oft verunstaltet, bieten jedoch trotzdem schöne, bunte Fotomotive.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Suche nach einem guten Glas Wein landen wir bei Cosmo, einem netten Shopbesitzer. Das war eher Zufall, denn angezogen wurde ich von einem besonderen Küchenwerkzeug. Dies soll mir das Schneiden der hausgemachten Pasta erleichtern.

Der Versuch das Glas Wein auf der Terrasse zu genießen scheitert an dem kühlen Wind. So stehen wir doch an der Bar und beobachten das Treiben in dem kleinen, gut besuchten Häuschen. Cosmo versteht es wirklich die Menschen in sein buntes Trullohäuschen zu locken.

Das kleine Schild hinter der Bar untersagt das Fotografieren, ich hab jedoch die Erlaubnis von Cosmo erhalten. 

 

 

 

 

Ich möchte gerne ein Erinnerungsfoto von Cosmo, Wolfgang gesellt  sich gleich zu dazu. Da schickt er ihn doch tatsächlich weg und meint er wolle mit mir auf das Foto. Echt lustig dieser Cosmo – typisch Mann. Anschließend ruft er dann doch noch Wolfgang zu sich auf die Treppe und so sind alle zufrieden. 

 

 

 

 

 

 

Wie es sich für eine italienische Stadt gehört, gibt es auch eine Kirche in Alberobello. Wie die Häuschen hat auch die Kirche ein rundes spitzes Dach – mehrere kleine spitze Dächer, eine echte Trullo – Kirche eben.

 

 

 

 

 

 

Während Wolfgang ganz „Italienlike „ eine Siesta hält, mache ich mich erneut alleine auf den Weg um das eine oder andere Motiv einzufangen. 

 

 

 

 

Über die Hauptstraße gelange ich in das andere Stadtviertel, das „Riona Aia Piccola“,. Hier herrscht Einsamkeit und ich habe das Gefühl im ursprünglichen Alberobello zu sein. Kaum ein Mensch begegnet mir während meinem Spaziergang durch die engen Gassen. Dieser Teil der  Stadt gehört noch den Menschen die hier wirklich zuhause sind.  Ohne Shops, ohne Kitsch und ohne Restaurants ist dieser Teil der Stadt für die meisten Touristen uninteressant. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch in diesem Viertel sind die Trulli sehr gepflegt und liebevoll mit Blumen geschmückt, nur wenige sind unbewohnt.

 

 

 

 

 

 

Beim Rückweg erst komme ich an einem Schild vorbei, auf welchem in verschiedenen Sprachen steht daß hier Menschen wohnen und keine Touristenströme erwünscht sind. 

An einer einsamen Spaziergängerin wie ich es bin, scheint sich keiner zu stören, ich werde von den wenigen Menschen die ich treffe freundlich gegrüßt. 

 

Am Abend machen wir uns wieder gemeinsam auf den Weg. Noch sind viele Touristen unterwegs. Es gibt unzählige Restaurants im Trullidorf, wir sind jedoch auf der Suche nach einer Weinbar und werden auch fündig.

 

 

 

 

 

 

Im Keller eines Trullo werden wir mit hervorragenden  Weinen und einer ausgezeichneten kleinen Jause verwöhnt. Genauso haben wir uns das vorgestellt. Zur späteren Stunde machen wir uns auf den Heimweg und siehe da – die Stadt liegt ruhig und friedlich da. Die Touristenbusse sind alle schon abgezogen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch in der Nacht hat diese Stadt ihren Charme nicht verloren.

Wir verlassen diesen Ort mit den „Zwergenhäuschen“, jedoch nicht bevor ich zur frühen Morgenstunde noch eine kurze Runde gedreht habe. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und es lohnt sich wieder einmal früh aufzustehen. Kaum ein Mensch ist auf der Straße, nur ein kleiner Souvenierladen öffnet gerade seine Tore. Bald rollen die Busse an und der Trubel geht wieder los. 

 

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