Telegraph Cove – die Wale sind zurück

Telegraph Cove – die Wale sind zurück

 

WAL-WATCHING AUF VANCOUVER ISLAND

 

 

Durch endlos scheinende Wälder fahren wir heute nach Telegraph Cove im Norden von Vancouver Island. Dort hoffen wir Wale zu sehen. 

In Campbell River soll es eine besondere Attraktion geben. Auf einem langen Steg sollen sich zahlreiche Lachsfischer um den besten und Größten Fang bemühen.

Der lange Steg in leicht zu finden, jedoch Fischer finden wir nicht  wirklich. Einige ungeübte Touristen versuchen ihr Glück. Wolfgang probt schon mal wie es denn sein könnte. Ich bezweifle jedoch sehr daß er jemals eine Angel in die Hand nehmen wird. 

 

 

 

 

 

 

Die  Painter´s Lodge in Campbell River ist ein guter Platz um seinen Hunger zu stillen. Die Aussicht ist echt toll, in der Nähe starten und landen Wasserflugzeuge. Dieses Resort ist auch ein beliebter „Salmon fishing Hotspot“.

 

 

 

 

 

Immer wieder kommen wir an schönen blauen Seen vorbei, wo auch schon unser zukünftiges Ziel angekündigt wird. In einigen Tagen werden wir in Port Hardy eintreffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Telegraph Cove ist ein winzig kleines Nest im Nirgendwo. Ständig leben hier nur ca. ein Duzend Menschen, jedoch im Sommer ist der kleine Ort mit Touristen überschwemmt. 

 

 

 

 

Noch ist es kein Problem in Telegraph Cove ohne Vorreservierung einen Campingplatz zu bekommen, jedoch ab 1. Juli, so sagt man uns, ist hier alles voll. Im kleinen Hafen stehen bunte Stelzenhäuser, die auch gemietet werden können. Wir sehen uns eines der freien Zimmer an. Es dauert nur 5 Sekunden bis wir uns einig sind „Wir fühlen uns im Wohnmobil wohler, vor allem ist unser Bett komfortabler. Und für diese alten, recht ungemütlichen Zimmer verlangen sie 250 Dollar. 

 

 

 

 

 

 

Von aussen bieten die Häuser ein tolles farbenfrohes Bild und mit einem Kaffee hier auf dem Steg in der Sonne zu sitzen, wirkt sehr entspannend. Viele nutzen das Angebot der Kajaktouren, von 1 Stunde bis zu 8 Tagen können diese dauern. Mit Kanu und Zelt in der Wildnis unterwegs zu sein stelle ich mir sehr abenteuerlich vor. Zwischen Walen zu paddeln und in der Nähe von Bären zu schlafen. Ich würde vermutlich kein Auge zumachen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom Steg aus starten hier die Touren für die Wal – und Grizzly – Besichtigungen. 

Auch wir machen uns auf die Suche nach einigen der ca. 200 Orcas, die sich von Ende Juni bis Mitte Oktober permanent in der Johnstone Streit aufhalten sollen.

Es ist schon bemerkenswert was den engagierten Menschen hier geglückt ist, wenn man bedenkt daß bis vor wenigen Jahren nicht mehr als 7 Wale in dieser Gegend gesichtet wurden. So wird es zumindest erzählt.

 

 

 

 

Wir haben uns einen Platz für die Vormittags -Tour gebucht, was sich im Nachhinein erst mal leider als weniger gut herausstellt. Der Vormittag ist nebelverhangen, und das Meer erscheint Grau in Grau.  

 

 

 

 

Wir passieren eine kleine Insel auf der sich zahlreiche Weißkopf – Seeadler aufhalten, wie auch kleine Hafenrobben. Diese verschwinden jedoch sehr schnell im kühlen grauen Naß des Meeres. 

Tatsächlich  bekommen wir einige Exemplare  von Orcas und Buckelwalen  zu sehen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Buckelwale sind unglaubliche Riesen, sie werden über 10 Meter lang und können knapp 10 Tonnen wiegen. Es ist wirklich beeindruckend wie sie mit ihren riesigen Flossen auf die Wasseroberfläche schlagen. Die Wissenschaftler vermuten daß die meisten Buckelwale den ganzen Weg von Hawaii gekommen sind. Dort gebähren sie ihre Jungen, da es dort keine für die Kälber lebensbedrohlichen Kollegiale gibt. Während ihres Aufenthaltes in Hawaii fressen Buckelwale nicht und sind sehr hungrig wenn sie hier her zurück kommen. 

 

 

 

 

Es wird uns auch erzählt daß immer mehr dieser Wale zum Fressen in der Gegend bleiben und nicht mehr den weiten Weg nach Alaska ziehen.

Nachmittags klart der Himmel auf und das Meer erstrahlt in einem satten Blau, „jetzt müsste man draußen sein“ , denke ich mir. Doch es ist wie es ist, dafür haben wir eine supernette Familie aus Südtirol kennengelernt, die wir im Winter bestimmt einmal besuchen werden. 

 

 

 

 

Wir geniessen die wärmenden Sonnenstrahlen auf einem der vielen Stege in Telegraph Cove. Unter den Stegen tummeln sich im Wasser jede Menge Quallen. Ich bin absolut kein Fan dieser zarten Geschöpfe, doch wie sie sich im Wasser bewegen, da kann ich richtig lange zusehen.

 

 

 

 

Erst heute entdecken wir die Tafel auf der verschiedene Leute aus verschiedenen Ländern sich mit Kreide verewigt haben. Österreich ist noch nicht dabei, so male ich unsere Flagge dazu, was ja nicht wirklich schwer ist

 

 

 

 

Später spaziere ich an den kleinenStrand hinter dem Campingplatz, auch ein sehr schöner, ruhiger, einsamer Platz. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Abend lassen wir uns von einem köstlichen „Salmon Barbecue“ verleiten. Im Restaurant kann man wirklich hervorragend speisen, auch das anschließende Pub ist einen Besuch wert.

 

 

 

 

Da erfahren wir auch daß die Gruppe am Nachmittag keine Wale zu sehen bekam. So war unsere Entscheidung doch wieder nicht schlecht. Lieber 7 Wale in trübem Wetter als keine bei strahlendem Sonnenschein. Woran das liegt kann ich nicht sagen. Vielleicht waren am Nachmittag zu viele Boote draußen unterwegs? 

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