Von Weihnachtsmännern und blühenden Gärten

Von Weihnachtsmännern und blühenden Gärten

 

Von Bariloche nach Chile

 

Den letzten Tag in San Carlos de Bariloche verbringen wir in der Stadt. Diese Stadt liegt wunderschön gelegen am Fuße der Anden am  Lago Nahuel Huapi. Schon bei der Anreise wurden wir gebeten nicht mit dem Wohnmobil in die Stadt zu fahren, oder dort einen Zwischenstopp einzulegen. Es wird immer wieder eingebrochen und die Fahrzeuge ausgeräumt, anscheinend soll auch die Polizei ihre Hände mit im Spiel haben.

Mit einem Taxi fahren wir vom Campingplatz, der 13 km ausserhalb der Stadt, auch an diesem See liegt, ins Zentrum. Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl bei knapp 30° plus weihnachtlich geschmückte Häuser und Bäume zu sehen.

 

 

 

 

 

 

Daneben üppig blühende Rosenbüsche. So richtig kommt bei uns keine Weihnachtsstimmung auf, auch wenn Wolfgang dann am Nachmittag im Wohnmobil eine Weihnachts CD auflegt.

 

 

 

 

Wir schlendern der Hauptstraße entlang, manche Geschäfte haben heute geschlossen, da Sonntag ist.

 

 

 

Doch die meisten haben ihre Türen geöffnet, wie auch ein ganz tolles Hutgeschäft. Ich probiere zwei Modelle zum Spaß und aus Spaß wird „ernst“ 🙂 Wolfgang findet er steht mir so gut und kauft ihn. Gut behütet setzen wir unseren Stadtspaziergang fort.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Nachmittag ist dann „putzen“ und „entstauben“ angesagt, der Campingplatz ist über und über mit Vulkanasche belegt, die vom Ausbruch eines Vulkans in Chile im Jahre 2013 stammt und hier über den Bergen abgeladen wurde. Einige von uns nehmen zum Abschied an einem wunderbaren Essen in fantastischem Ambiente teil.

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag bei der Fahrt nach Chile können wir noch mehr von den Aschenfeldern  sehen. Ganze Wälder sind diesem Ereignis zum Opfer gefallen, jedoch nur auf der argentinischen Seite.

 

 

 

 

Die Landschaft ändert sich bei der Fahrt von Bariloche über die Grenze von Chile wieder. Es wachsen andere Pflanzen, die Wiesen werden üppiger und grüner.

 

 

 

 

 

 

 

Aber erst gilt es einen 1300 m hohen Pass zu überwinden, was für uns allerdings kein Problem darstellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Einreise nach Chile werden wir wieder einer sehr genauen Lebensmittelkontrolle unterzogen. Verarbeitete Lebensmittel dürfen mitgenommen werden, dazu gehört auch Käse. Doch der Kontrolleur hatte wohl gerade Lust auf eine gute Jause und nimmt uns unseren besten Käse ab, die anderen dürfen wir einführen. Auch Ingwer und Maiskörner für Popcorn bleiben an der Grenze. Kartoffeln und Kürbis habe ich am Vortag noch gekocht, somit kein Problem.

In Chile fahren wir dann wie durch einen Regenwald, riesengroße Blätter mit langen, roten Blütenständen verschönern die Böschung entlang der Straße.

 

 

 

 

Kurz vor unserem Ziel bei einer „deutschen Brauerei“, einem Freund von Uwe, besichtigen Wolfgang und ich noch ein sehr interessantes Automuseeum, das „Museum Moncopulli“.

 

 

 

 

Der Besitzer, ein netter alter Herr erzählt uns seine Lebensgeschichte und die Entstehung dieses Projekts. Er hat in der „deutschen Schule“, die es hier in Osorno immer noch gibt diese Sprache gelernt. Schon als kleiner Junge war er von Autos und deren Form begeistert, hat in seiner Mappe auch noch Zeichnungen aus dieser Zeit.

 

 

 

 

 

 

An Morgen seines 13. Geburtstages verlor er seine Eltern bei einem Unfall, und erbte 40000 ha Landwirtschaft. Die Liebe zu Autos hat ihn dann später dazu bewogen dieses Museum auf die Beine zu stellen, mit der Gefahr seinen ganzen Besitz zu verlieren, sollte es schiefgehen. Doch es hat geklappt, er ist mittlerweile schuldenfrei und kann über 140 Oldtimer zu seiner Sammlung zählen. 70 davon sind Studebaker, aber auch Mercedes, Cevreolet und andere Oldtimer stehen in Hallen aufgereiht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir erreichen unseren Stellplatz in der Wiese der Brauerei am frühen Abend, wo wir bei deutschem Essen und frisch gebrautem Bier den Abend ausklingen lassen. In weiter Ferne können wir auch schon die Vulkane erkennen. Diese sind morgen unser Ziel.

 

 

 

 

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