Von schwimmenden Inseln und Grabtürmen

Von schwimmenden Inseln und Grabtürmen

 

VON UREINWOHNERN AUS PERU

 

Nach einer regnerischen Nacht hat sich das Wetter wieder etwas beruhigt. So können wir die Fahrt mit dem Boot auf dem Titicacasee doch noch geniessen.
Unser Ziel sind die schwimmenden Inseln der Urus, der Ureinwohner von Peru.
Eigentlich ist das Volk der echten Uru schon ausgestorben. Ihre Nachfahren versuchen die Kultur zu erhalten.
Die heutigen Inselbewohner sind Nachfahren des Aymara und Quechua und leben fast ausschließlich vom Tourismus.
Wir fahren mit einem Motorboot zu den schwimmenden Inseln in der großen Bucht zwischen Puno und der Halbinsel Capachica.

 

 

 

 

Angekommen auf einer der Inseln werden wir herzlich begrüßt. Wir bekommen eine Vorführung wie die Menschen hier so leben und was sie in Handarbeit herstellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wobei ich nicht sicher bin daß sie wirklich die ganze Zeit auf diesen Schilfinseln leben. Der Geruch hier ist nicht gerade sehr einladend, ich kann auch beobachten wie die Kinder einfach irgendwo auf dieser Insel ihre Notdurft verrichten. Auch ist alles sehr feucht.

 

 

 

 

 

Natürlich wollen sie ihre Sachen auch verkaufen, und das ziemlich teuer. Wir sind keine Souvenierjäger, also verlassen wir diese Insel ohne etwas gekauft zu haben. Manche lassen sich doch dazu hinreissen etwas zu erwerben.

 

 

 

 

 

 

Anfangs war es ja noch ziemlich ruhig auf dem See, doch mittlerweile sind massenhaft Boote und Schiffe zwischen den Inseln unterwegs. Wenn ich mir ansehe wie viele Boote noch im Hafen stehen möchte ich in der Hauptsaison wirklich nicht hier sein.

 

 

 

 

Wir fahren mit dem Bus zurück zum Instituto und verlassen Puno in Richtung Sillustani.

 

 

 

 

 

 

 

Kurz davor, so war der Plan, wollten wir einen alten Bauernhof besichtigen. Doch plötzlich beginnt es wieder zu hageln. Die Hagelkörner werden immer größer und so stellen wir uns kurzerhand unter den Torbogen der Dorfeinfahrt um unsere Frontscheibe zu schützen.
Ich wundere mich schon sehr darüber wie lange hier so ein Hagelschlag anhält. Erst nach mindestens 15 Minuten lässt er nach und die Landschaft ist in ein Winterwunderland verwandelt.

 

 

 

 

 

Die Besichtigung des alten Bauernhofes fällt regelrecht in´s Wasser, so setzen wir unsere Fahrt fort und fahren zu unserem Übernachtungsplatz in Sillustani,
auf dem Parkplatz einer archäologischen Anlage .
Trotz immer noch starken Regenfalls macht sich eine kleine Gruppe wetterfester Reiseteilnehmer auf um auf den Hügel zu den Grabtürmen zu steigen. Die Temperatur ist mittlerweile auf wenige Plusgrade gesunken, es macht nicht richtig Spaß. Die bis zu 12 Meter hohen Chullpas, die steinernen Grabtürme, wurden vom Volk der Colla errichtet. Im 15. Jahrhundert kamen dann die Inkas. Die Grabtürme der Könige waren so hoch, die des „Fußvolkes“ viel niedriger und auch auf einem anderen Hügel.

 

 

 

 

Wir kürzen die Tour ab, ist es doch sehr kalt und es gießt in Strömen.

 

 

 

 

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