Weshalb will jeder nach Hyder? Ein kleines Dorf in Alaska das nur über Kanada erreichbar ist

Weshalb will jeder nach Hyder? Ein kleines Dorf in Alaska das nur über Kanada erreichbar ist

 

DAS GROSSE WARTEN

 

 

Für mich war die letze Nacht trotz der schönen, ruhigen Lage am See ziemlich schlaflos. Die Gedanken an das  Feuer haben mich auch noch lang in die Nacht beschäftigt. 

Heute führt die Straße bis auf über 1000 Meter Seehöhe mit einer ganz neuen Flora. Die ganzen Böschungen sind von gelb blühenden Blumen bewachsen. 

 

 

 

 

 

 

In Bell II  legen eine kurze Pause ein. Hier in dieser Einsamkeit  gibt es eine Lodge, die im Winter auch Heli- Skiing anbietet. 

 

 

 

Es fängt leicht an zu regnen und die Sicht ist wieder ein bisschen eingetrübt. Erst denke ich mir dass ich mir nur einbilde wieder Rauch zu riechen, bis Wolfgang es bestätigt.

Nicht schon wieder, denke ich mir. Mein Hals kratzt noch vom vielen Rauch vom Vortag. 

Auf einem Hügel nicht weit der Straße sehen wir dann das Feuer, es scheint noch nicht sehr groß zu sein und bald schon ist es auch vorbei mit der eingetrübten Sicht. Kurz vor Stewart fließen wieder zahlreiche Gletscher zum Teil bis in´s Tal.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Landschaft ist geprägt von Gletschern uns Wasserfällen.

Wir erreichen Stewart am frühen Nachmittag, decken uns im Informationscenter mit „Material“ ein und machen uns auf zur Grenze nach Alaska.

 

 

 

 

 

 

 

 

Plötzlich hinter uns eine Sirene, im Rückspiegel sehen wir ein Polizeiauto. Das heißt anhalten! Der freundliche Polizist kontrolliert die Papiere samt Versicherung und macht uns darauf aufmerksam in einem 30 km/h Bereich 50 km/h gefahren zu sein. Es bleibt bei einer Mahnung, die aber hier in Kanada nicht nur ausgesprochen wird, sondern auch zu Papier gebracht. So erhalten wir eine Art „Strafzettel“.

 

 

 

 

 

 

Hayder, eine kleines Dorf in Alaska mit nur 60 Einwohnern. Dieses ist auch nur über die Straße von Stewart in Canada erreichbar. Die Einreise nach Alaska wird an der Grenze nicht kontrolliert, muß doch jeder wieder zurück nach Kanada. Ich denke nicht daß jemand hier freiwillig bleiben möchte. 

Die Einwohner selbst nennen diesen Ort auch „freundlichste Geisterstadt in Alaska“. Das mit der Geisterstadt können wir bestätigen. Sehr heruntergekommen und zum Teil verfallen sind die wenigen Häuser hier. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bekannt ist Hayder für die große Anzahl an Grizzlybären und Schwarzbären, die während der Lachszeit hier beobachtet werden können. Und deshalb sind wir auch hier. 

Der Campingplatz liegt nur wenige Kilometer von der Fish Creek Observation Site, einem geschützten Steg am Fish Creek, entfernt. Von dort kann man die Bären beim Fischen beobachten. 

So machen wir uns am späten Nachmittag auf den Weg zu diesem Steg. Schon bei der Anfahrt kommt uns ein Bär auf der Straße entgegen. Dieser hat wohl seine Mahlzeit gerade hinter sich, er nimmt sich beim Vorbeigehen noch ein paar Beeren vom Strauch und verschwindet auch schon im Busch.

 

 

 

 

Leider sind die Bären heute nicht mehr hungrig, zumindest nicht in den 3 Stunden unserer Anwesenheit. Wir beobachten in der Zwischenzeit Biber, Möwen, Weißkopfseeadler und natürlich hunderte Lachse.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz umsonst warten wir jedoch nicht. Aus dem Gebüsch kommt plötzlich ein Wolf, mit diesem hat wohl keiner gerechnet.

 

 

 

 

Vor Einbruch der Dunkelheit fahren wir zurück zum Campingplatz und versuchen unser Glück morgen in der Früh erneut.

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