Salmonglacier –  beeindruckende Eislandschaft in Kanada

Salmonglacier – beeindruckende Eislandschaft in Kanada

 

 

VIEL EIS, VIEL FISCH UND KEINE BÄREN

 

Heute sind wir schon um halb 7 in der Früh am Fish Creek und ich hoffe endlich einen Bären zu sehen, der auf Lachsfang geht. Na ja, von fangen kann hier nicht die Rede sein, die Lachse liegen fast bewegungslos im seichten Bach, werden sozusagen auf dem Tablett serviert.

 

 

 

 

 

 

Beworben wird dieser Platz in allen Prospekten Alaskas, auf dem Foto stehen 3 Grizzlys ober einem kleinen Wasserfall und die Lachse springen ihnen geradewegs in´s Maul. Ein sehr gutes Marketing, das scheinbar funktioniert. Wir sind ja auch den weiten Weg hierher gefahren. 

Und doch zieht dieser Platz täglich massenweise Menschen an, Profifotografen reihen sich auf dem Steg nebeneinander und warten und warten. So wie ich auch. Heute sind noch mehr Leute da, manche mit ganzen Koffern voller Fotoausrüstung.

Nach  3 Stunden – es erscheint immer noch kein Bär zum Frühstück – räumen wir das Feld. 

Vom Fish Creek fahren wir die 1000 Höhenmeter auf einer Schotterstraße zum Salmon Glacier. Für große Wohnmobile ist diese Auffahrt verboten, doch für unsere Henriette ein Kinderspiel.

 

Wohin wir unseren Blick auch wenden, hier gibt es auf jedem Berg einen Gletscher. Am Fuße des Salmon Glaciers, in ca. 500 m Seehöhe,  staunen wir nicht schlecht über die Größe dieser Landschaft aus Eis und Schnee.

 

 

 

 

Je höher uns die Straße in die Berge bringt, umso mehr können wir von diesem Gletscher sehen.

 

 

 

 

 

 

Es ist schon erstaunlich von nur 1000 Metern Seehöhe auf so eine riesige Gletscherzunge hinunter zu blicken. 

Der Salmon Gletscher ist der fünftgrößte Gletscher Canadas. Die Straße hier herauf beginnt in Alaska und der Gletscher befindet sich auf kanadischem Gebiet, was auch oben auf einer Tafel groß angekündigt wird.

Obwohl sich die Sonne nur sporadisch zum Vorschein kommt, bleiben wir doch einige Zeit hier oben und beobachten das wechselnde Lichtspiel auf dem Eis. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein netter alter Mann, genannt der „Bearman“ verkauft hier oben ein Fotobuch mit seinen Fotos von Bären, Moose und Gletschern. Auch DVD`s hat er im Angebot, diese kaufen wir ihm dann auch ab.

 

 

 

 

Er erzählt uns auch daß dort, wo die Eisschollen heute liegen, noch vor 2 Wochen ein See mit 30 Metern Tiefe war. Dieser ist unterirdisch ausgelaufen und so sind die Eisschollen die auf dem Wasser getrieben sind  gestrandet.

 

 

 

 

 

 

Wir teilen  ihm mit, dass wir nach stundenlangem Warten keinen fischfangenden Bären gesehen haben. Er meint wir sollen unbedingt heute Abend noch einmal unser Glück versuchen und nicht aufgeben. Morgen soll es regnen. Hoffentlich wissen das die Bären auch und füllen heute noch ihre Mägen.

Die Menschen kommen und gehen, und wir geniessen und beobachten. Wir haben Zeit. Wir unternehmen eine Wanderung auf den Hügel hinter dem Parkplatz, von da haben wir noch einen schöneren Blick auf den Gletscher. Doch zuerst lasse ich mich auf ein Experiment ein und backe einen Apfelkuchen in der Pfanne auf dem Gasherd. Er ist nicht ganz so flaumig wie ich mir gewünscht hätte, aber doch gut geniessbar. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Höhenluft und Wandern macht gelegentlich auch hungrig. Bei so toller Aussicht zu kochen ist wohl etwas besonderes. Der Duft unserer Kichererbsenmasala lockt auch noch einige neugierige Menschen an unsere Tür.

 

 

 

 

Gegen Abend fahren wir wieder hinunter in´s Tal, um unser Bärenglück doch noch einmal zu versuchen.

Dieses Mal stehe ich „nur“ ca. gute 2 Stunden zwischen all den wartenden Fotografen. Es tut sich einfach nichts. Den ganzen Tag gab es heute keinen Bären zu sehen, so der Ranger. Ich denke mir daß die Bären einfach ruhigere Plätze finden um die Fische aus dem Wasser zu holen, und nicht hier wo so viele Menschen sind, die sich teilweise laut unterhalten. 

 

 

 

 

Nun verlassen wir Alaska endgültig und passieren die Grenze zu Kanada erneut.

 

 

 

 

 

 

30 km nach der Grenze finden wir einen schönen Übernachtungsplatz am Clements Lake, einem wunderschön abseits der Straße gelegenen Waldsee – und das auch noch kostenfrei.

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