Ein fundamentales Ereignis – das plötzliche Ende unserer Reise

Ein fundamentales Ereignis – das plötzliche Ende unserer Reise

 

OFT KOMMT ES ANDERS ALS MAN DENKT

 

Eigentlich – dieses Wort gibt es nicht wirklich – doch eigentlich sind die Kanadier doch nette Menschen.

Heute haben wir allerdings eine zweigeteilte Erfahrung gemacht.

Der Tag hat so gut begonnen, der Regen hat aufgehört und der nette Campingplatzbesitzer hat für unsere Übernachtung nichts verlangt. Sogar meine Wäsche konnte ich waschen, nur leider funktionierten die Trockner nicht richtig, sodaß die Wäsche nicht ganz trocken wurde. Also machen wir uns auf den Weg eine Loundry zu finden wo die Wäsche getrocknet werden kann.

 

 

 

 

Kurz vor New Glasgow stellen wir plötzlich einen merkwürdigen Geruch im Auto fest. Anfangs bestand die Hoffnung daß dieser von aussen kommen möge, doch leider war dem nicht so. Wolfgang kontrolliert die Lichter und Blinker und stellt fest daß die Warnblinkanlage läuft ohne daß sie aktiviert ist, egal welcher Blinker betätigt wird, es blinken alle 4 auf eine komische Art und Weise und lassen sich nicht ausschalten.

 

Es regnet in Strömen!

 

„Das Beste und einzig Richtige wird sein in eine Werkstatt zu fahren“ sind wir uns einig. Einige Meter schaffen wir noch, dann fängt das ganze System an zu spinnen, die Alarmanlage gibt komische Geräusche von sich und es fängt richtig an zu stinken.

Wir fahren rechts auf einen Parkplatz und stellen Henriette ab, da beginnt es schon aus dem Cockpit zu rauchen. Spätestens jetzt breitet sich ein wenig Panik aus, ich halte schon einmal den Feuerlöscher bereit. Im Motorraum kann nichts festgestellt werden, dort ist nichts auffällig. Es raucht und stinkt – bis es nach einigen Minuten zum Glück von selber wieder aufhört. Sieht nach Kabelbrand aus. Mein Blutdruck bleibt in der Höhe, die Angst es könnte noch nicht vorbei sein ist noch da. 

 

 

 

 

Wolfgang nimmt Kontakt mit der Mercedeswerkstatt in Halifax auf, dies ist die nächste und befindet sich 150 km von hier. Wir möchten Henriette dorthin schleppen lassen, doch werden leider abgelehnt. Keine Zeit!

Wie wir da so mit offener Motorhaube auf dem Parkplatz vom Burger King stehen kommt Marshall vorbei. Ihm ist aufgefallen daß wir nicht von hier sind und Hilfe brauchen können. Er telefoniert mit einer Werkstatt in der Nähe und bringt uns (ohne Wohnmobil)  auch dahin.

 

Es scheint der Himmel hat uns einen Engel geschickt.

 

Es regnet weiter in Strömen!

 

Auch in dieser Werkstatt, die doch auch Mercedes repariert, bekommen wir keine Hilfe – auch keine Zeit – ausgebucht. Oder sie wollen einfach nicht, wie wir schon von Anderen Reisenden gehört haben. Frühestens am Dienstag können sie nachschauen. So lange können und wollen  wir unser Wohnmobil nicht auf dem Parkplatz stehen lassen.  Die Zeit drängt auch ein bisschen, da in 10 Tagen die Verschiffung ansteht.

Also bringt uns Marshall wieder zurück und es geht weiter mit der Suche nach Hilfe.

Die weltweite Mercedes Pannenhilfe Hotline ( wir haben noch Garantie auf das Auto) hilft uns auch nicht weiter. Wir bekommen eine kanadische Telefonnummer – auch ohne Erfolg. Nur Einheimische Autos werden abgeschleppt. Toll!

Nach ca. 3 Stunden bekommen wir über CAA, das ist ein Automobilclub wie wir ihn in Österreich kennen, Hilfe. Eine weitere Wartestunde und einige Telefonate später kommt Jerry mit einem kleinen Abschlepper. Nach einem langen Hin und Her ist es geklärt. Er holt  Henriette heute Abend hier ab und bringt sie  morgen nach Halifax. Wir sollen uns ein Auto mieten und wir treffen uns morgen in Halifax bei der Mercedes-Werkstatt.

Also werden wir mit einem Abschlepp-Truck, auf den unser Womo wegen der Höhe anscheinend nicht transportiert werden kann zur Autovermietung gebracht.

 

 

 

Es regnet noch immer in Strömen!

 

Wir begeben  uns unfreiwillig mit einem Mietauto nach Halifax, es wird schon dunkel. Von unterwegs buche ich ein Hotel für die nächsten 4 Nächte. So haben wir uns das Ende unserer Reise nicht vorgestellt. Jedoch sind wir gesund und ist weiter nichts passiert, wir sehen doch etwas positives an diesem ganzen Schlamassel.

 

 

 

 

Schon vor 7 Uhr in der Früh sehen wir unser Wohnmobil wieder – und es wurde doch mit einem noch  grösseren Truck geliefert, also doch aufgeladen und nicht geschleppt.  Ist doch zu kompliziert die Welle auszubauen was bei einem Allrad nötig ist.

 

 

 

 

 

 

So steht es da als ob nichts wäre, bleibt nur zu hoffen daß die Reparatur abgeschlossen ist bevor wir das Wohnmobil nächste Woche am Hafen abgeben müssen. Die Verschiffung ist ja schon gebucht.

Jetzt heißt es HOFFEN UND WARTEN!

 

 

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6 thoughts on “Ein fundamentales Ereignis – das plötzliche Ende unserer Reise

  • 18/10/2018 at 14:50
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    hallo wolfgang, hallo monika

    wollte grad mal schauen wo ihr euch jetzt rumtreibt.

    mit henriette ist ja echt schade, so am schluss! aber vielleicht braucht das mädchen auch mal ne pause! wir drücken euch die daumen das es kurzfristig klappt und ihr mit henriette weiter fahren könnt.

    ausserdem! rund um halifax gibt es hervorragende weingüter und auch ne ganz tolle weintour, also langweilig dürfte es euch nicht werden.

    grüsse von der birdfarm

    rita u norbert

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    • 18/10/2018 at 18:57
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      Hallo ihr beiden, ja wir treiben uns noch rum 🙂 Zur Zeit mit Mietauto in Lunenburg. Henriette ist wieder fahrbereit. Die Alarmanlage war der Übeltäter, ist einfach durchgebrannt. Wir hatten echt Glück daß sich das Feuer nicht weiter ausgebreitet hat. Weingüter ist ja gut, haben jedoch noch einiges im Wohnmobil das wir jetzt ja nicht mehr trinken konnten. Aber wir werden euch besuchen wenn es euch recht ist. Da können wir ja schauen ob er noch was taugt 🙂 Morgen holen wir unser Mädchen wieder ab und dann wird die Verschiffung vorbereitet.
      Hoffen bei euch ist alles im grünen Bereich und den Vögeln geht es auch gut.
      Lg und vielleicht bis bald.
      Monika und Wolfi

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  • 17/10/2018 at 8:11
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    Hallo ihr Lieben!
    Wie geht’s Henriette. Werdet ihr euren schönen Runtrip noch ein Weilchen verlängern? Wünsche viel Glück und noch ein paar schöne Tage. R u C

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    • 17/10/2018 at 23:21
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      Hallo Rolf und Christa, vielen Dank für eure Nachricht. Henriette geht es wieder gut und wir können die letzen Tage unserer Reise noch geniessen. Nächste Woche geht Henriette auf das Schiff und wir verbringen die Wartezeit bis sie in Hamburg ankommt in Lissabon. Voraussichtlich sind wir Ende November oder Anfang Dezember kurz in Villach. Wir melden uns. Lg in die alte Heimat.

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  • 14/10/2018 at 20:15
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    Hallo Monika und Wolfgang
    Zufällig sind wir auf Deiner Webseite gelandet. Wir bedauern Eure Panne sehr und hoffen dass alles doch noch gut kommt. Toi, Toi!!!
    Wir waren auch mit auf der Panamericana-Tour aber in der Schweizer-Franzosen Gruppe mit Maria und Janette. Und welcher Zufall wir werden auch übernächste Woche am 22. Oktober unser Wohnmobil in den Hafen von Halifax bringen und dann am 25. Oktober mit dem Frachtschiff nach Hamburg fahren.

    Herzliche Grüsse vom Hopewell Rocks

    Erwin & Charlotte (haben Euch in Kolumbien auf der Kaffeeplantage einige Liter AbBlue gegeben!)

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    • 15/10/2018 at 0:00
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      Hallo Erwin und Charlotte,
      das ist ja wirklich ein Zufall daß ihr auf meine Website gekommen seid. Natürlich können wir uns an euch erinnern. Wir haben heute ein Paar aus Österreich kennengelernt das uns von einem Schweizer Paar erzählte, welches mit dem Schiff mit nach Hamburg fährt. Ein weiterer Zufall 🙂
      Ich denke wir werden am Hafen noch einige der „Panamerikaner“ treffen, manche verschiffen auch schon diese Woche. Wir verbringen die letzen Tage in der Nähe von Halifax, sind mit einem Mietauto unterwegs und werden morgen hoffentlich erfahren was mit unserem Wohnmobil los ist. Wir hatten eine wunderschöne Reise und es geht uns gut. Das ist das Wichtigste. Euch noch schöne letzte Tage in Kanada und wir sehen uns. Ganz liebe Grüße Monika und Wolfgang

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