Die Suche nach einem Frühstücksplatz und der Mann im Pyjama

Die Suche nach einem Frühstücksplatz und der Mann im Pyjama

 

DIE GROSSE GASTFREUNDSCHAFT

 

Die Nacht war ruhig hier vor den Toren des geschlossenen Parks. Bevor die Strassenarbeiter hier mit ihrem Tagwerk beginnen wollen wir auch schon wieder weg sein. So sind wir auf der Suche nach einem ruhigen Platz, wenn möglich an einem See, um gemütlich unser Frühstück zu geniessen.

 

Nach ca. 30 km führt eine Straße vom Highway weg, scheint so daß wir an das Ufer des Rous Lake  gelangen können. Es stehen nur wenige Häuser am Ufer des Sees, doch die Straße endet in einer Sackgasse. 

So leicht geben wir nicht auf. Ein Mann steht vor seinem Schuppen, ich winke und lache freundlich. Er kommt auf uns zu, meint daß wir ihm in seinem Pyjama überrascht haben. Ich rufe ihm zu, „It´s realy a nice pyjama“. Das Eis war gebrochen und ich erkläre ihm daß wir auf der Suche sind nach einem Platz für unser Frühstück. Er meint wir können gerne hier einparken. Er bietet uns auch Strom an und eine Toilette. Alles vorhanden. 

 

 

 

 

Wir erfahren auch daß die Familie seiner Frau aus Österreich stammt. Was für ein Zufall!

Wir sind gerade erst bei der Zubereitung des Frühstücks, da klopft es an der Türe. Er möchte uns nach dem Frühstück in sein Haus einladen um auch seine Frau kennenzulernen. Gerne nehmen wir das Angebot an. 

 

 

 

Wir unterhalten uns bestens bei einem Kaffee mit bester Aussicht auf den See, erfahren daß Susan´s Eltern in den 50-er Jahren nach Kanada ausgewandert sind – von 15 Brüdern sind 13 ausgewandert.

Vor uns haben sich schon einige Abenteurer, auch mit Fahrrad, hierher verirrt auf der Suche nach einem Platz am See. Keith und Susan sind sehr gastfreundlich und erlaubten sogar schon ein Zelt aufzustellen um hier zu übernachten.  

Wir bedanken uns herzlich und machen uns wieder auf den Weg.

 

 

 

 

Die Straße am „Big Lake“ entlang haben wir uns etwas romantischer vorgestellt. Den See können wir nur an wenigen Stellen sehen, die meiste Zeit ist der Highway von Bäumen umgeben. 

Wo es möglich ist verlassen wir die Straße für einen kurzen Abstecher, so wie an der Katharina Bay und den Agava Rocks. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wawa ist ein besonderes Dorf am Highway, dessen Wahrzeichen unübersehbar an vielen Plätzen und Häusern angebracht ist.

 

 

 

 

 

 

Heute haben wir Glück, der Campingplatz an der Pancake Bay hat noch geöffnet. Wir stehen auf einem riesigen Platz mit wunderbarer Aussicht auf dem See. 

 

 

 

 

 

 

 

 

So wie Sonnenuntergänge haben für mich auch Sonnenaufgänge etwas faszinierendes – immer wieder!

 

 

 

 

 

 

In Salt Ste. Marie füllen wir unsere Vorräte für die nächsten Tage auf, dabei fällt uns auf daß diese Stadt einige schöne Ecken hat.

 

 

 

 

 

 

Ich mache den Vorschlag über die Manitoulin Islands zu fahren, was wir auch machen. Diese Straße führt uns durch ein Seengebiet von den First Nations – auch hier haben früher die Indianer gelebt. Die ganzen Ortsnamen, für uns kaum auszusprechen erinnern an die damaligen Bewohner dieser Inseln. 

 

Teilweise wird es auch wieder felsiger, wobei von Bergen keine Spur ist. Die Landschaft wirkt sehr ordentlich und aufgeräumt. Grüne Wiesen wechseln sich mit Tundra – artigen Abschnitten ab. 

 

 

 

 

Ein kurzer Abstecher zu den White Fish Falls bietet ein schönes Bild, aber von Wasserfall ist weit und breit keine Spur. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nur einen Kilometer vor der Fähranlegestelle in South Baymouth stehen wir wieder an einem schönen See, direkt am Ufer. 

 

 

 

 

Mit der Fähre geht es morgen weiter nach Tobermory, wir sind auf dem Weg nach Toronto.

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