Vorbei ist die Zeit der Mitternachtssonne

Vorbei ist die Zeit der Mitternachtssonne

 

 

FLÜSSE,SEEN UND BEEREN – FRESSENDE BÄREN

 

Entlang des Alaska Highways fahren wir nun auch in Canada weiter . Heute ohne besondere Vorkommnisse. 

 

 

 

 

 

Bei einer noch originalen Brücke des alten Alaska Highways aus dem Jahre 1898 treffen wir einen  Wiener. Von der Sorte, die Wolfgang ( selbst Wiener) nicht wirklich mag. „A gwampata Gscheata“ – redet wie ein Wörterbuch, quatscht alle Leute an die gerade kommen. Wir sind froh daß bald mal neue Opfer an die Brücke kommen und wir „entfliehen“ können. 

 

 

 

 

Seine Vorschläge von Hotels und Motels über Frühstückspensionen haben für uns wenig Bedeutung, wir haben Henriette mit All inclusive Paket dabei. 

 

 

 

 

In Whitehorse treffen wir bei unserem Einkauf in der Alpin Bakery, einer deutschen Bäckerei, auf einen Kanadier der mit einer Schweizerin verheiratet ist und hier in Whitehorse lebt. Er empfiehlt uns den Steward Cassiar Highway nach Hayder zu fahren, was wir ursprünglich auch vorhatten, aber unsere Route vor 2 Tagen umgeplant haben. Nun heißt es wieder ran an die Karten und zurück zu den alten Plänen. Es reizt mich schon sehr die Bären beim Lachsfang zu beobachten, was um diese Zeit möglich sein soll. Es wird auch das Rätsel um den jungen Bären von gestern gelöst.

 

 

 

 

Selbst einem Bärenkenner fällt es scheinbar nicht ganz leicht zu erkennen ob es denn wirklich ein Braunbär oder ein Schwarzbär ist. Die Nase und die Ohren sprechen für Schwarzbär, doch der Nacken und die hellen Haarspitzen für einen Grizzly. Also ist es doch ein Grizzly.

 

Das erste Mal daß wir auf unserer Reise einen Campingplatz erneut  aufsuchen. Wir nehmen dazu einen Umweg von ca. 40 km auf uns, jedoch die Gastfreundschaft und die super Pizza haben es uns im six Mile Riverresort angetan. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht nur die Pizza schmeckt hervorragend, auch die übergroße Margherita ist vom feinsten. Die Besitzer Daugh und Mitch würden gerne bald in Pension gehen und ihr Lebenswerk verkaufen. Die Lage ist wunderschön am Fluß, doch ich denke aber daß man schon ein bisschen verrückt sein muß in eine solch verlassene Gegend zu ziehen. 

 

 

 

 

Auf dem Weg nach Watson Lake fahren wir durch eine Landschaft, so wie ich mir Kanada immer vorgestellt habe. Viel Wald, viele Seen und BÄREN.

 

 

 

 

 

 

Heute sehen wir sogar sehr viele Bären, manche gut sichtbar, manche hinter Büschen. Es sind eben nicht alle bereit für ein Portrait. 

 

 

 

 

 

 

Auch wenn ich es mittlerweile gewohnt sein müsste, ist es für mich immer noch ein komisches Bild einen Bären zu sehen der Gras, Blumen und Beeren frisst. In meinem Kopf war ein Bär immer ein Raubtier, es wird auch immer wieder berichtet – in Europa zumindest – daß ein Bär ein Tier gerissen hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

Teslin ist eine kleine Stadt mit 700 Einwohnern und liegt an einem Nebenfluss des Yukon River. Eine lange Brücke mit 7 Bögen führt über den Teslin River. Wir legen eine Pause mit Brückenblick ein, solange bis ein riesiger amerikanischer Wohnbus uns die Sicht versperrt. Wenn man sieht was für Menschen mit solchen Rosenmonstern und angehängten Autos unterwegs sind, wir uns oft Angst und Bange.

 

 

 

 

 

 

Und wieder besuchen wir ein sehr interessantes Museum der Ureinwohner vom Yukon, von 4 verschiedenen Stämmen dieser Gegend.

 

 

 

 

 

 

 

 

Angekommen in Watson Lake beziehen wir einen Naturplatz im Wald. Die Stadt muß bis morgen warten, wir sind hungrig. 

Alles hergerichtet, kommt auch schon der „Häferlgugger“ und inspiziert das ganze Equipment. Ein richtig frecher Kerl, setzt sich doch tatsächlich in die Pfanne. Nur gut daß diese noch nicht heiß ist. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider ergreifen wir nach der wunderbar mundenden Caponata Siziliana die Flucht in´s Wohnmobil. Wir haben keine Lust darauf das Abendessen der immens vielen Mücken hier zu werden. Was mich besonders freut – es wird endlich wieder „fast“ dunkel in der Nacht. Die Zeit der Mitternachtssonne ist vorbei.

 

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