Aconcagua und Mendoza, von hohen Bergen und Wein

Aconcagua und Mendoza, von hohen Bergen und Wein

ACONCAGUA

 

Von Santiago de Chile geht es wieder zurück in die Natur, darauf freuen wir uns. Auch auf die heutige Fahrt, die ein besonderes Highlight bietet.

Erst fahren wir durch Weingärten bis sich plötzlich die Landschaft sehr ändert. Auf den Hängen wachsen hohe Säulenkakteen, die Landschaft wird wieder sehr karg.  Wir gewinnen stetig an Höhe, die Straße windet sich über Serpentinen den Pass hinauf.  Die heutige Fahrt ist auch ein Höhentest für unser Wohnmobil, fahren wir doch weit über 3000 Meter hoch. Ohne Probleme oder Ermüdungserscheinung schafft unsere Henriette diese Prüfung.

 

 

 

 

Schon bald können wir einen kurzen Blick auf den höchsten Berg Amerikas werfen, den Aconcagua. Hier auf den Anden kann natürlich im Winter auch Schi gefahren werden, doch hier in Südamerika beginnt am 21. Dezember der Sommer. Wir fahren an diesen Schigebieten vorbei.

 

 

 

 

 

Es gab über die Anden auf diesem Weg auch einmal eine Eisenbahn. Immer wieder sehen wir Schienen, alte verfallene Bahnhofsgebäude und Brücken. Ich stelle es mir wunderbar vor mit einem Zug durch diese fantastische Bergwelt zu fahren. Wir geniessen sie aber auch mit unserem Wohnmobil, das den Höhentest heute hervorragend besteht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie überall ist auch hier die Grenze geteilt. Mitten im Tunnel befindet sich die Landesgrenze, was wir am Straßenzustand und an der Tunnelbeleuchtung auf den Meter genau erkennen können.

Zwischen der chilenischen und der argentinischen Grenze, sozusagen im Niemandsland legen wir einen Stopp im Nationalpark Aconcagua ein. Dort unternehmen wir in fast 3000 Metern Seehöhe eine kleine Wanderung in Richtung Aconcagua. Schon beeindruckend wenn man bedenkt daß dieser Berg der höchste ausserhalb vom Himalaya ist mit einer Höhe von 6962 Metern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Flora hier ist auch sehr besonders, sehen wir hier doch Pflanzen die wir noch nie gesehen haben und auch nicht kennen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einem kleinen Rundgang und einer Kaffeepause mit traumhafter Aussicht aus unserem Womo setzen wir unsere Fahrt fort in Richtung Grenzgebäude. Dieses wurde hier erst neu eröffnet und beherbergt alle Schalter unter einem Dach. So lange haben wir noch bei keinem Grenzübertritt gebraucht, wir warten 2 Stunden bis wir an der Reihe sind, es geht alles drunter und drüber. Bei dieser Planung ist wohl etwas oder alles schiefgelaufen. Oder ist es die Arbeitsmoral der Grenzer? Diese Frage wird sich wohl nicht klären.

 

 

 

 

Nur ein kurzes Stück weiter auf der Straße durch diese atemberaubende Felslandschaft vertreten wir uns nocheinmal kurz die Beine. Wir besichtigen die Puente del Inca. Dies ist eine natürliche Gesteinsbrücke durch Erosion gebildet. Der Bogen spannt sich über eine Höhe von 47 Metern 28 Meter breit über den Rio Mendoza. Eine schwefelhaltige Quelle färbt das Gestein in verschiedene Rot und Gelbtöne. Das Thermalbad wurde 1953 durch einen Erdrutsch zerstört und ist seitdem geschlossen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Stetig führt die Straße nun wieder bergab, bis wir die Weingegend von Mendoza erreichen. Plötzlich reißt Wolfgang das Steuer nach rechts und biegt in eine Piste ab. Der Anblick eines tollen Weinguts hat es ihm angetan. Da wir unsere argentinischen Pesos gut investieren sollen ( laut Reiseleitung) laden wir etwas von dem ausgezeichnetem Wein in unsere Garage.

 

 

 

 

 

Jetzt ist es nicht mehr weit zu unserem Campingplatz, den wir nach einem Einkauf kurz vor 20 Uhr erreichen. Nach dem Briefing laden uns Peter und Uschi, die heute zu unserer Gruppe dazugestossen sind auf einen Begrüssungsdrink ein. Das Abendessen fällt heute aus.

Die Stadt Mendoza haben wir uns ganz anders vorgestellt, auf alle Fälle nicht so riesig groß. Sie wurde schon im 16. Jahrhundert gegründet. 1861 zerstörte ein Erdbeben die Stadt vollständig und ein Drittel der Einwohner kamen dabei um´s Leben. Sie wurde 2 Jahre später wieder aufgebaut und ist heute eine grüne Oasenmetropole. Mendoza zählt auch ohne spezielle Sehenswürdigkeiten zu den schönsten Städten Argentiniens.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit Kleinbussen fahren wir einige Punkte dieser Stadt an um dann im Weingut „Ruca Malen“ ein tolles 6-gängiges Menü mit Weinbegleitung zu geniessen. Wie es sich gehört werden wir natürlich zuerst durch das Weingut  und den Keller geführt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Thermometer klettert heute auf knapp 40°C. Nach diesem ausgiebigen „Einkehrschwung“ fahren wir wieder zurück zum Campingplatz. 

 

 

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