Schlaflos in Seattle – keine Stadt für Wohnmobile

Schlaflos in Seattle – keine Stadt für Wohnmobile

 

DER ABSTECHER HAT SICH GELOHNT

 

Wir begeben uns auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit mit unserem Wohnmobil in Seattle.

Der angrenzende Parkplatz vom Zoo wird auch zugesperrt, wobei 2 Campingmobile dortstehen. Bei genauerem Hinsehen entpuppen sich diese als Dauercamper. Zweifelhafte Typen, behangen mit Goldketten hausen hier scheinbar schon längere Zeit. Dieser Platz hat für mich nicht gerade Wohlfahl – Charakter.

Wir fahren weiter zu einem angegebenen Campingplatz etwas ausserhalb der Stadt, auch dieser existiert nicht mehr. Langsam fällt die Dunkelheit herein und wir haben immer noch keinen Platz für die Nacht. Ein letzter Versuch führt uns zum Walmart, dort gibt es angeblich immer eine Möglichkeit über Nacht auf dem Parkplatz zu bleiben.

Am Zielort angekommen gibt es auch keinen Walmart mehr, scheinbar hat Fred Mayer diesen übernommen. Dies heißt auch hier keine Möglichkeit, wir werden weggeschickt zu den anderen Wohnmobilen in der Nähe.

Rund um diesen Einkaufsmarkt parken viele Campingmobile, doch bei näherem Betrachten sind dies alles ziemlich alte, verlotterte Dauercamper, teilweise schon die Scheiben mit Holzplatten ersetzt. Dies gibt uns kein gutes Gefühl, wir wollen uns keinesfalls hier dazugesellen.

Um einige Häuserecken weiter parken wir uns in einem etwas besseren Wohngebiet dann am Straßenrand ein. Wir legen uns quer in´s Bett um nicht ganz herauszufallen, denn gerade zu stehen ist hier nicht möglich. So wird diese Nacht im wahrsten Sinne des Wortes eine „Schlaflos in Seattle“ Nacht für mich.

 

 

 

 

Am Morgen versuchen wir in der Nähe des Hafens einen Parkplatz zu finden, was sich jedoch als unmöglich herausstellt.

 

 

 

 

 

Dort wo laut Plan Parkplätze wären, sind nur Baustellen. Ansonsten gibt es für uns zu niedrige Parkgaragen. So fahren wir gleich wieder zu unserem Parkplatz am Zoo und weiter mit Uber zum Public Market Place. Doch erst einmal gönnen wir uns ein Frühstück bei einem französischen Bäcker.

 

 

 

 

In Seattle wurde auch Starbucks gegründet, da wollen alle den ältesten „Laden“ sehen und stehen dafür Schlange.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir lieben das bunte Treiben auf solchen Märkten. Die Preise sind jedoch auch hier eher abschreckend für uns, so bleibt es beim Schauen und Fotografieren.

 

 

 

 

 

 

Kostet ein kleiner Becher Beeren doch tatsächlich 10 Dollar!!! Und die Eierschwammerl sind ebenfalls unbezahlbar. Dafür kann man für wenig Geld Blumen kaufen und andere Sachen die die Welt nicht braucht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Friseurbesuch erfährt Wolfgang dann von den sozialen Problemen der Stadt und deren Bewohner, die aus diesem System herausfallen. Dies sind dann eben jene „Camper“, die zum Problem in Seattle werden. Jetzt können wir auch verstehen warum Wohnmobile hier nicht so gerne gesehen werden.

Ich verzichte in dieser Stadt auf einen Friseurbesuch, obwohl er dringend nötig wäre. Doch 185 Dollar für Strähnen uns Spitzen schneiden  sehe ich dann doch nicht ein.

So schön es ist durch die Hauptstrassen zu flanieren, ist von den Seitengassen doch abzuraten. Diese dienen wohl den Obdachlosen als Urinal.

Schon lange haben wir keine Polizisten mehr gesehen, hier in Seattle gibt es viele davon. Diese beobachten auch jenen jungen Mann der sich im öffentlichen Springbrunnen gerade die Haare wäscht. Und – hier sind die Polizisten mit dem Fahrrad unterwegs, ist sicherlich kostengünstiger als Polizeipferde. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wolfgang möchte unbedingt mit der Monorail fahren, diese bringt uns in wenigen Minuten zur Spaceneedle. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Boing IMAX Theater läuft kein Film nach unserem Geschmack, so fahren wir mit der Monorail wieder zurück zum Markt zum Mittagessen. Bei bester Aussicht geniessen wir Lachs und Krabben, perfekt und geschmackvoll zubereitet.

 

 

 

 

 

 

Beim Verlassen des Lokas erst sehen wir daß auch schon Tom Hanks hier gesessen ist, im Film „Schlaflos in Seattle“.

 

 

 

 

 

 

Wir entschliessen uns die Stadt wieder zu verlassen um uns einen ruhigen Platz für die Nacht zu suchen. Doch vorher statten wir einigen Tieren im Zoo einen Besuch ab. Dieser Zoo ist wirklich sehr schön, die Gehege naturgetreu und riesengroß. Doch in freier Wildbahn sind die Tiere doch viel schöner anzusehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

155 km östlich von Seattle finden wir einen ruhigen Platz am Fish Lake, in der Nähe von Wenatchee.

 

 

 

 

 

 

Zur Zeit sind wir ziemlich ratlos in welche Richtung wir uns bewegen sollen. Dieser Fish Lake bietet sich zum Fischen an, es gibt auch Motorboote zu mieten. Ich wollte mir heute eine Angel kaufen und mich mal im Fischen versuchen, doch die Wasserqualität am Seeufer hält mich davon ab. Gestern war hier noch alles klar.

 

 

 

 

 

 

 

 

Es würde eine idyllische Stille herrschen hier am See, doch die Löschhubschrauber fliegen ständig vorbei und so ist diese doch ziemlich gestört.

 

 

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