Eine Panne, Kriegerstatuen und Kakteen – ein ereignisreicher Tag

Eine Panne, Kriegerstatuen und Kakteen – ein ereignisreicher Tag

 

EIN KOMPLIZIERTER NAME HAT AUCH SEINE VORTEILE

 

Wie viele platte Reifen hatten wir schon auf unserer Tour. In der Gruppe schon unzählige, manche schon mindestens drei.

Heute früh geht Wolfgang wie immer vor der Abfahrt um unser Womo, und siehe was da aus unserem Reifen leuchtet! Ein glänzender Nagel seitlich im Gummi.

 

 

 

 

Wir sind uns ziemlich sicher daß uns diesen  jemand absichtlich zugefügt hat. Denn dies 2 Tage die wir davor gesessen haben hätten wir es früher gesehen. Auch war die Luft noch komplett drinnen, und bei der kleinsten Berührung des Nagels hat es gezischt.   Sofort sind einige unserer Mitreisenden da um zu helfen. 

 

 

 

 

Na ja, Ersatzreifen raus und – die große Überraschung –  er passt nicht. Wir haben diesen original incl. Felge mit dem Wohnmobil gekauft. 

 

 

 

Ratlos stehen wir und einige Helferlein herum, das ist wohl noch keinem passiert. Ich bemerke dann bald den Unterschied. Die original Felgen haben 6 Löcher, die Ersatzfelge nur 5. 

 

 

 

 

Na bravo, da sind wir so gut wie ohne Ersatzreifen 33.000 km gefahren, tausende davon in der Pampa, alleine, ohne Handyempfang. Was haben wir doch ein Glück daß es gerade hier passiert ist.

Dario fährt mit dem Taxifahrer weg und kommt in weniger als einer Stunde wieder zurück. Den Ersatzreifen ohne Felge ( hatten wir auch mit ) aufgezogen und den defekten Reifen geflickt. 

Der Taxilenker lädt den Reifen aus und macht sich sofort daran ihn zu montieren. Was für ein Service. 

 

 

 

 

 

 

Der ganze Spaß incl. Taxifahrt, Reifen flicken, neuen auf Felge aufziehen und wuchten – umgerechnet ganze € 25.00. Der Taxifahrer hat sich natürlich auch noch ein Trinkgeld verdient.

So können wir etwas verspätet unsere heutige Fahrt antreten.

Fast die ganze Strecke Richtung Mexico City verläuft über die Autobahn. Die Landschaft wird immer trockener, Kakteen ersetzen die Palmen.

 

 

 

 

Plötzlich hören wir ein Signal, ein Polizist auf einem Motorrad hält uns an. Scheinbar sind wir an einer bestimmten Stelle zu schnell gefahren. Wir entschuldigen uns, was aber nicht gerade viel nutzt.

Er verlangt den Führerschein und die Fahrzeugpapiere und  reicht  mir den Strafzettel um ihn auszufüllen. Ich stelle mich ein bisschen blöd und reiche ihm die temporäre Einfuhr des Fahrzeuges. Dies stimmt ihn schon ein bisschen milder. 

Er dreht den Führerschein von einer Seite auf die Andere und wieder zurück. Scheint Schwierigkeiten damit zu haben was den Namen betrifft – ist ja auch ein bisschen kompliziert – Tazreiter – und dann noch das Mag. pharm. – da kennt sich hier keiner aus. 

Plötzlich steckt er den Strafzettel unangetastet weg, reicht uns die Papiere und lässt uns weiterfahren. Schon wieder Glück gehabt. 

In Tula legen wir einen Zwischenstopp ein um die Atlanten von Tula zu besichtigen. Dies sind in Stein gemeißelte Kriegerstatuen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch der Tempel des Morgensterns ist nicht uninteressant. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Tula

 

 

Der Weg zu diesen Sehenswürdigkeiten führt durch einen großen Park mit riesigen blühenden Kakteen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Museum hier ist etwas unglücklich gestaltet. In einem nur sehr spärlich beleuchteten Raum stehen doch sehr schöne Ausstellungsstücke. Diese würden mehr Aufmerksamkeit verdienen.

 

 

 

 

 

 

Am späten Nachmittag  erreichen wir Tepozotlan, eine kleine Stadt in der Nähe von Mexico City. Wir verfehlen eine Straße und geraten in  die engen Gassen der Stadt. Ich steige aus, klappe die Aussenspiegel parkender Autos ein, in Millimeterarbeit tasten wir uns unter niedrigen Balkonen und an parkenden Autos vorbei um wieder auf eine breitere Straße zu gelangen. Für heute war es genug Aufregung, so trudeln wir doch heil  bei Pepe auf dem Campingplatz ein, wo wir von manchen schon vermisst wurden. Ein aufregender Tag geht glücklich zu Ende. 

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