Von einer Kirche auf dem Tempel und fliegenden Menschen in Chelula

Von einer Kirche auf dem Tempel und fliegenden Menschen in Chelula

 

FLIEGENDE MENSCHEN UND DIE KIRCHE AUF DEM TEMPEL

 

Wir verlassen die schwülheiße  Golfregion und fahren in die kühlere und trockenere Hochebene von Puebla. 

 

 

 

 

Durch Farmland entlang blühender Bäume fahren wir in die Berglandschaft. Ein Stück folgen wir der Landstraße, später führt eine autobahnähnliche Straße hoch bis über 2600 Meter. 

 

 

 

 

 

 

 

Auch in Mexico wird sehr viel Zuckerrohr angebaut. Immer wieder begegnen uns sogenannte Trenes Caneros, nur haben sie hier keine 5 Anhänger und sind lange nicht solche Monster wie in anderen Ländern.

 

 

 

 

Bei dieser Brückenplanung ist wohl so manches daneben gegangen. Einzelne Brückenteile sehen mitten in der Landschaft.

 

 

 

 

330 km später erreichen wir Cholula, ein Vorort von Puebla. Hier befindet sich die größte Pyramide der westlichen Hemisphäre. Diese verbirgt sich jedoch unter einem Hügel, auf dem später von den Spaniern eine Kirche gebaut wurde. Diese Pyramide wurde als Fundament genutzt, war bei Ankunft der Spanier jedoch schon überwuchert. 

 

 

 

Für eine Stadt mit 150 000 Einwohnern hat Cholula ganz schön viele Kirchen – 45 an der Zahl. 

 

 

 

 

Auch ist Cholula eine der ältesten Städte Amerikas, die seit Christi Geburt ununterbrochen bewohnt ist. 

Wir marschieren schon am Abend in die Stadt um diese zu erkunden und sind erstaunt wie viele tolle Lokale es hier gibt. Die Stadt ist sehr farbenfroh und sauber. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag führt uns Uwe durch die Stadt und erzählt uns einiges über die Geschichte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir steigen auf die verborgene Pyramide hoch zur Kirche. Von hier haben wir einen tollen Blick über die Stadt. 

 

 

 

 

 

 

In der Ferne können wir im Dunst den Popocatepetl sehen.  Er ist 5468 Meter hoch und auch aktiv. Der Popocatépetl ist nach dem  Citaltépetl ( 5668 ) der zweithöchste Vulkan  Nordamerikas, sowie der zweithöchste Berg  Mexikos. Unvorstellbar was passiert wenn dieser Vulkan mal ausbricht, 33 Millionen Menschen ( mit Mexiko City) wohnen in seiner  Umgebung. Der Name des Vulkans ist  aztekischen Ursprungs und bedeutet stark rauchender Berg.

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Kirche heißt es wieder einmal: Fotografieren verboten!! Trotz Kontrolleuren gelingt mir ein Schnappschuß. 

 

 

 

 

Auf der hinteren Seite der Kirche führt der Weg wieder hinunter in die Stadt. Dort können wir Teile des Tempels sehen, der wieder ausgegraben wurde. Das Ausmaß dieses Bauwerkes ist gigantisch. Nicht weniger als 450 x 450 Meter mißt seine Grundfläche.

 

 

 

 

 

 

Was die Spanier sich wohl dabei gedacht haben auf eine heilige Stätte einfach eine Kirche zu bauen. Das gleicht einem Religionskrieg. Auf dem Zokalo, dem Hauptplatz schlendern wir durch einen der längsten Arkadengänge von Mexiko.

 

 

 

 

 

 

 

 

An einem großen Platz unter der Iglesia Real findet eine besondere Veranstaltung statt.  Indianische Mexikaner haben  einen Mast zu einem Menschen-Karussell umfunktioniert, kletterten hinauf, gurten sich mit Seilen an und stürzten sich nach unten. Dabei dreht sich der Mast und einer spielt auf seiner Flöte. Die  Los Voladores de Cholula. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe mir die ganze Sache ein bisschen spektakulärer vorgestellt, sie seilen sich ganz langsam herab. Jedoch mit der Kirche im Hintergrund doch ein schönes Bild. Für die Mutigen unter uns gibt es noch ein besonderes „Leckerli“ zu probieren – gegrillte Heuschrecken – die mich persönlich abschrecken. 

 

 

 

 

 

 

So hungrig war ich dann doch noch nicht.

Wir zwei fahren nach einem „scharfen“ Mittagessen ohne Heuschrecken  mit dem Taxi zur Iglesa Santa Maria Tonantzintla. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Kirche ist etwas ganz besonderes. In  einem Zitrusgarten gebaut  ist sie schon von Außen ganz anders als andere Kirchen. Doch im Inneren zeigt sie erst ihre wahre Besonderheit. 

 

 

 

 

 

 

Über und über reich verziert mit indianischen Motiven. Auch hier steht wieder ein Aufpasser, damit ja kein Foto gemacht wird. Ich nutze wieder einmal einen kurzen Augenblick und zücke mein Handy. Ganz zufällig drückt mein nervöser  Finger auf den Auflöser.  Es passiert nichts, die Kirche bleibt stehen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir fahren wieder zurück zu unserem Übernachtungsplatz, Henriette ruft nach ein bisschen Reinigung. 

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