Korfu – die grüne Insel Griechenlands

Korfu – die grüne Insel Griechenlands

In der Früh erreichen wir nach ruhiger Seefahrt Korfu. Wir sind in Griechenland. Erst mal aus dem Schiff raus, was heute sehr entspannt funktioniert. Sind nicht viele die hier die Fähre verlassen, die meisten fahren weiter nach Igoumenitsa.

In der Nähe des Hafens parken wir ein und gehen erst einmal frühstücken. Anschließend besuchen wir den Markt. Die Preise hier sind wirklich ansprechbar, kein Tourimarkt, sondern für Einheimische.

Weiter führt uns der Weg durch die engen Gassen der Altstadt. Nette Cafés, Tavernen und kleine Geschäfte gibt es hier genug. Eine kurze Regenpause verbringen wir bei einem frisch gepressten Orangensaft – köstlich.


Und weiter geht es zu interessanten Kirchen. Die griechisch – orthodoxen Kirchen unterscheiden sich sehr von den katholischen.

Wieder zurück beim Parkplatz staunen wir nicht schlecht. Der riesige Platz ist total voll und wir sind ziemlich eingeparkt. Es wird knapp, aber wir schaffen es die Parklücke zu verlassen. Nur 12 Kilometer weiter und weit beziehen unseren Platz für die nächsten Tage in der Karda Beach.

Mein ersten Gang in der Früh führt mich zum Bäcker. Nach dem Frühstück erkunden wir die Umgebung. Es ist nicht viel los in diesem Ort, der für Touristen ausgerichtet ist. Die Saison geht auch hier schon dem Ende zu, was an den wenig belegten Campingplätzen schon zu erkennen ist. Es gibt überall Quad zu mieten und jede Menge Mopeds. Ansonsten Supermärkte. Wir finden ein nettes Cafe zur Einkehr und spazieren dem Strand entlang wieder zurück.

Auch hier begeistern uns die alten Olivenbäume, wie auch jede, unter denen wir mit dem Wohnmobil stehen.

http://Karda beach camping

Den Nachmittag verbringe ich am großen Pool, den ich den ganzen Nachmittag für mich alleine habe.

Heute wählen wir den Bus und fahren nach Kassiopi. Eine Stunde schlängelt sich der gemütliche Reisebus der Küste entlang, über Serpentinen hoch und wieder hinunter.

Kassiopi ist ein typischer griechischer Touristenort und liegt im Norden der Insel am Fuße des höchsten Berges Pantokrator. Tavernen, Cafés, Bars und kleine Geschäfte wechseln sich ab. Wir erklimmen erst die Ruinen der Burg, einer byzantinischen Festung. Der Weg hinauf ist ziemlich rustikal, ebenso die Burg.

Ein schöner Weg führt um die vorgelagerte Halbinsel herum, vorbei an wunderschönen Stränden. Wieder zurück im Dorf testen wir das eine und andere Cafe um im Schatten der Hitze etwas zu entkommen. Anschließend gönnen wir uns in der Taverne „Old School“ ein köstliches Mittagessen.

Gemütlich geht die Fahrt mit dem Bus wieder zurück und bietet immer wieder spektakuläre Aussichten.

Wir wechseln die Seite der Insel. Nur wenige Kilometer. Wieder bekommen wir einen schönen Platz unter großen, alten Bäumen. Wir unternehmen eine kurze Wanderung zu einer tollen Bar. Fantastische Aussicht auf das Meer mit dem atemberaubend schönen Wasser. Der Pool nur ca. 100 Meter entfernt darf gratis genutzt werden.

http://Paleokastrisa camping

Abends suchen wir die Acapulco Bar erneut auf für einen gemütlichen Absacker bei tollem Ambiente.

Mit dem Bus fahren wir am nächsten Tag nach Paleokastritsa in die Stadt. Das heißt, in den kleinen Touristenort mit zahlreichen Verkaufsbuden mit Gummitieren, Badeschlappen, Badetüchern usw. Erst mal erklimmen wie den Hügel auf dem das Kloster thront.

Bevor wir dieses besichtigen wandern wir auf deinem schmalen Steig  mit zahlreichen Treppen zum Aussichtspunkt mit einem Kreuz. Fantastische Ausblicke auf die Felsenküste und das traumhafte Wasser begleiten uns.

Das Kloster ist äußerst sehenswert. Unglaublich viele Reichtümer, und diese komplett unbewacht. Nach einem kühlen Drink flanieren wir durch die Verkaufsbuden zum Hafen und weiter in ein kleines Cafe.

Wieder zurück wird die Badetasche gepackt und wir wandern schon wieder. Bei der Acapulco Bar können Liegestühle und Sonnenschirme benutzt werden, wenn um 10 Euro konsumiert wird. Wir wissen von gestern wie köstlich die Cocktails schmecken, also fällt uns das nicht schwer. Das Wasser ist herrlich erfrischend und die Aussicht atemberaubend schön.

Gestern haben wir uns schon dazu entschlossen erneut mit dem Bus in die Stadt zu fahren. Heute nehmen wir uns ein Tretboot um dem Trubel am Strand zu entkommen. Eine Stunde dümpeln wir auf dem recht kleinen abgegrenzten Gelände herum. Ich verbringen die meiste Zeit im Wasser und erkunde mit Schnorchel die Unterwasserwelt.

Anschließend gönnen wir uns ein Mittagessen. Unglaublich wie viele Menschen sich hier am Strand tummeln, kein Meter Platz zwischen den Badetüchern.

Beim Einsteigen in den Bus werden unsere Füße kontrolliert. Schon beim Ausstiegen wurde darauf hingewiesen, kein Sand an den Füßen und ausserdem müssen sie trocken sein. Ansonsten gibt es kein Einsteigen in den Bus.

Wir verlassen den Platz am nächsten Tag und fahren zurück in die Stadt Korfu.

Gegen Mittag fahren wir weiter in die Berge, wo wir schon von meinem ältesten Sohn mit Familie erwartet werden. Henriette wird geparkt und wir beziehen das erste  Ferienhaus mit Pool für die nächsten 5 Tage. Ab jetzt ist Action angesagt. Hanna, meine 2,5 Jahre alte Enkelin hält uns auf  Trab.

Nach einem Besuch der Stadt geht es am nächsten Tag nach Kassiopaia. Heute zeigen wir Hanna das Meer. Wir bekommen den letzen Parkplatz an der kleinen Bucht. Schwimmen, schnorcheln, Eis essen, Fische füttern und die Sonne genießen.

Am Abend besuchen wir die Taverne neben unserem Ferienhaus.

Zu Ehren von Doris Geburtstag unternehmen wir heute eine Bootstour. Wir fahren nach Paleokastritsa und buchen eine Speedboot Tour. Dieses bringt uns in verschiedene Höhlen, zu einer leuchtend blauen Grotte, vorbei an hohen interessanten Felswänden zu einem schönen Strand in einer Bucht.

Diese ist nur per Boot zu erreichen. Mit 400 PS düsen wir zurück über die Wellen, Musik an Bord sorgt zusätzlich für gute Stimmung.

Nach 2 Stunden am Strand mit türkisfarbenem Wasser werden wir wieder abgeholt. Am Abend besuchen wir ein tolles Restaurant und lassen den Tag bei köstlichen Gerichten ausklingen.

Heute unternehmen wir eine Wanderung, die sich sehr schnell als herausfordernde Kletterpartie herausstellt. Nach einer guten Stunde erreichen wir unser Ziel, Agios Gordios, ein kleines Bergdorf. Die Aussicht hält was sie verspricht.

Nach einer kurzen Pause nehmen wir den vermeintlich einfacheren Weg zurück. Der Anfang ist ja recht annehmbar, doch bald schon gibt es eine Fortsetzung unseres Wanderabenteuers.

Anschließend genießen wir den Nachmittag am Strand.

Wir ziehen weiter und beziehen das zweite Ferienhaus für die nächsten 8 Tage. Nur wenigen Kilometer entfernt. Dieses war leider für die ersten Tage doppelt gebucht. Dieses Haus ist sehr luxuriös und hat einen eingezäunten sauberen Pool.

Haus 1
Haus 2

Ein weiterer Ausflug führt uns zum Schloss Archilion, das einst für Kaiserin Sisi von Österreich erbaut wurde. Leider kann nur der Garten besichtigt werden, da das Schloss noch immer restauriert wird. Erstaunlicherweise wurde das prunkvolle Gebäude innerhalb von 2 Jahren errichtet und die Renovierung dauert schon einige Jahre.

Weiter geht die Fahrt zum Cafe Royal. Von der Terrasse aus beobachten wir die Flugzüge beim Starten und Landen. Erstaunlich wie viele in kurzer Zeit auf dieser kleinen Insel ankommen. Wir wandern hinunter zum kleinen Hafen und besichtigen die hübsche Kirche.

Ganz im Norden von Korfu liegt an der Küste von Sidari der Canal d`Amour.

Nur ein kleiner Strand befindet sich zwischen imposanten Felsmormationen. Wir entscheiden uns eine Bucht weiter zu besuchen, wo es nicht so vor lauter Menschen wimmelt. Nur ein kurzer Fußweg entfernt.

Hier verbringen wir mit Schwimmen und Sandburgen bauen einige entspannte Stunden. Wolfgang besucht indessen ein Cafehaus in der Nähe und bringt uns köstliche Bananen Pancakes mit.

Anschließend fahren wir 3 Kilometer weiter zum Cap Drastis, wo sich hohe Felswände an das leuchtend blaue Meer schmiegen. Die Aussicht ist atemberaubend schön.

Buchten und Stände gibt es in Korfu an jeder Ecke. So wie auch die Kontogialos Beach.

Der Kaiserstuhl ist ein Berühmter Aussichtspunkt im Dorf Pelekas. Bekannt für seinen 360 Grad Panoramablick. Der Ort wurde nach dem deutschen Kaiser Wilhelm benannt, der ihn während seiner Sommeraufenthalte auf Korfu als persönlichen Ort zum Entspannen und Beobachten der Sonnenuntergänge nutzte.

Neuer Tag, neuer Strand. Die Laguna Korrision.  Links die Lagune mit Flamingos und rechts das Meer. Dazu eine tolle Beachbar mit entspannter Musik. Zum Abendessen koche ich heute eine vegetarische Mousaka, mit Linsen. Backe Sauerteigbrot und eine Nachspeise.

Am nächsten Tag fahren wir nach Süden und besuchen eine Ölmühle. Erst einmal das Museum, wo die alte Herstellung sehr gut dargestellt wird. Die Mühlsteine der alten steinernen Presse aus der Zeit um 1850 wurden einst von Eseln angetrieben.

Wie heute das kostbare Olivenöl hergestellt wird, kann man hier aus hautnah erleben. Heute natürlich mit moderner Technik. 5 – 7 Kg Oliven sind nötig um einen Liter Öl zu produzieren. Im großen Shop nebenan kann Olivenöl verkostet werden. Verschiedene Qualitäten und auch aromatisierte.

10 Kilometer weiter liegt das ursprüngliche Bergdorf Chlomos. Kurvig führt die Straße über zahlreiche Serpentinen hoch. Wir sind besser dran ohne Wohnmobil, zum Glück sind wir im Inland der Insel mit Mietauto unterwegs. Die meiste Bewohner dieses Dorfes sind weggezogen, kommen nur noch am Wochenende oder in den Ferien her. einige Häuser aus der venezianischen Zeit haben sich in die Gegenwart gerettet, viele sind ziemlich verfallen. Wir parken am Eingang des Dorfes und spazieren bis an das andere Ende. Wie wir so durch die Gassen flanieren begegnen wir wie überall in Griechenland üblich, sehr vielen Katzen. Zur Freude von der kleinen Hanna. Gekocht wird heute wieder zuhause.

Unsere gemeinsame Zeit ist leider schon vorbei, so schnell vergehen 2 Wochen.

Mein Sohn mit Familie fährt zum Flughafen, und wir verlassen die Insel am Nachmittag mit der Fähre nach Igoumenitsa. Doch erst gibt es Tränen von Hanna, weil die Oma ohne sie mit dem Wohnmobil vom Haus wegfährt. Wir geniessen noch einige Stunden in der Stadt, besuchen erneut den Markt und die Kaffeerösterei.

Auf der Fähre steige ich gleich hoch an Deck und beobachte den Himmel. Und siehe da, das Flugzeug der Austrian Airline fliegt über uns hinweg, an Bord mein Sohn mit Familie.

Bald darauf stechen wir in See und erreichen nur 1 1/2 Stunden später das Festland von Griechenland.

Weiter geht die Reise im nächsten Bericht. 

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