Marsala und die Salinen von Trapani

Marsala und die Salinen von Trapani

 

 

DIE STADT DES MARSALA WEINS – UND JA – ES GIBT WINDMÜHLEN AUF SIZILIEN

 

 

Wer kennt ihn nicht? Den berühmten Marsala Wein. Heute gehen wir dieser Herstellung auf den Grund und fahren in die Stadt Marsala, die dem Wein den Namen gegeben hat.

 

 

 

 

Auf dem von uns gewählten Parkplatz stehen schon einige Autos. Roma oder Sinti breiten sich auf den Wiesen aus, Schausteller bauen gerade ihre Buden auf, es scheint heute hier noch laut zu werden. 

Ein ca. 12 jähriger Bub schleppt eine große Schachtel an uns vorbei und wirft diese einfach unter einen Busch. Wolfgang spricht ihn an, ob er weiß wer diese wegbringen wird. Er sieht ihn nur „blöd“ an und geht weg. So erklärt sich das Müllproblem wohl von ganz alleine. 

Wir fühlen uns nicht ganz wohl Henriette hier alleine zu lassen und suchen uns einen ruhigeren Platz. Nicht weit beim Yachtclub parken wir beruhigt ein und erreichen in wenigen Minuten schon die Stadtmauer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gleich hinter dem Stadttor beginnt auch schon die Fußgängerzone. Wieder einmal sind wir in der Mittagszeit in der Stadt, viele Türen und Tore sind verschlossen. Wir werden das wohl nicht mehr lernen. Irgendwie haben wir uns immer noch nicht an den Rhythmus der Italiener gewöhnt. Beim Mercato antico  werden die  letzten Stände auch gerade abgeräumt. 

 

 

 

 

Im Innenhof des Palazzo Municipale stoßen wir auf einen schönen schattigen Platz mit riesigen Bäumen und einem Springbrunnen. Auch wenn die Sonne scheint, im Schatten zu sitzen ist es dann doch zu kühl.

 

 

 

 

Die Porta Garibaldi erinnert an den Einzug Garibaldis am 11. Mai 1860 und ist das Eingangstor zum Via Garibaldi. Diese führt bis zur Piazza della Repubblica. Der Dom hat seine Tore ebenfalls verschlossen und so suchen wir ein Alternartivprogramm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist kaum zu glauben, aber auch hier auf Sizilien gibt es doch tatsächlich eine Seufzerbrücke. Diese ist ein bisschen kürzer als jene in Venedig, welchen Zweck diese hatte, da muß ich gestehen, keine Ahnung. Aber vielleicht kann mir das ja jemand erklären?

 

 

 

 

Wer in Marsala ist , sollte nicht ohne eine Verkostung dieses berühmten Weines die Stadt verlassen. Es kostet uns keine Überwindung, der Regen treibt uns regelrecht in die Weinstube. 

Zur Weinverkostung wird uns ein Teller mit italienischen Antipasti gereicht. Das ist auch gut so, denn die Weine, zumindest meine haben einen Alkoholgehalt von 18% und 19%. Sie schmecken hervorragend. Ich habe mich, wenn ich schon in Marsala bin, für drei verschiedene Marsalas entschieden, Wolfgang testet je einen Weiß – einen Rot- und einen roten Marsalawein. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einiger Überlegung beschließen wir die Stadt zu verlassen und wieder in die Natur zu fahren. Eine Konditorei direkt vor unserem Parkplatz verzögert unsere Abreise dann doch ein bisschen. 

Unvorstellbar was für Berge von Süssigkeiten hier ständig in die Vitrinen geräumt werden, und das in der Fastenzeit. 

 

 

 

 

Ostern ist bei den Sizilianern ja bekanntlich der höchste Feiertag und die Zeremonien beginnen schon am Palmsonntag. Worauf die Italiener allerdings in der Fastenzeit verzichten ist mir schleierhaft. Kaum einer der nicht raucht – auch hinter dem Steuer, volle Pasticcherien und Eisbuden, mehrgängige Menüs am Abend inc. flaschenweise Wein – das alles gehört scheinbar hier zur Fastenzeit dazu. 

Dem Ufer entlang halten wir Ausschau nach einem geeigneten Übernachtungsplatz. Wir nähern uns den Salinen von Trapani und können schon bald die ersten Windmühlen sehen.

Flamingos haben sich hier auch schon angesiedelt.

 

 

 

 

Wolfgang sieht bei einer Fotopause an der großen Mühle zufällig ein Schild „free Camperparking overnight“. Wir sehen uns den Parkplatz an und sind begeistert. Weg von der Straße, mit Videokameras bewacht stehen wir vor einem riesigen Palmenhain, dahinter wachsen die Olivenbäume. Was will man mehr?

 

 

 

 

 

 

Wir kaufen den großzügigen Besitzern dieses Platzes ein Kilogramm Salz ab und natürlich etwas zu trinken. 

Wir bekommen erklärt daß das Salz, welches ich in Händen halte das „teure“ Salz sei und zeigt auf ein anderes Paket welches billiger sei.

Das „teure“ kostet € 1,50, das „billige“ nur € 1 Euro pro kg.

Die Entscheidung ist schnell gefallen, wir nehmen das Teure Salz und haben somit schon wieder jemanden glücklich gemacht. Und schon wieder – ein bezaubernd schöner Sonnenuntergang vor einer tollen Kulisse beendet einen weiteren interessanten  Tag.

 Beim Anblick dieser Windmühlen würde keiner vermuten daß wir auf Sizilien sind. So gibt es immer wieder Überraschungen, und das macht das Reisen auch immer wieder spannend. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurz nach Sonnenuntergang bekommen wir noch einen „Nachbarn“ auf dem riesigen Platz. Ein alleinreisender Schweizer gesellt sich zu uns und freut sich auch sehr über den tollen Gratisparkplatz. 

 

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