„Carmen“ im Land der Indianer

„Carmen“ im Land der Indianer

RAUS AUS DER EWIGEN „SONNENFINSTERNIS“ ZUR KÜSTE VON VANCOUVER

 

Osoyoos ist eine Kleinstadt, gelegen im Okanangan Tal in der Wüste Kanadas. Ja, richtig gelesen, es gibt eine Wüste in Kanada. Gegründet wurde diese Stadt erst im Jahre 1946.

 

 

 

 

Im Nk´Mip Desert Cultural Centre kann man sich sehr gut über das Leben der First Nations informieren. Direkt vom Campingplatz führt ein Weg einen Hügel hoch wo sich das Center in einem sehr modernen, sandfarbenen Bau befindet.

 

 

 

 

 

Mit Musik und Tanz versuchen die Nachfahren der Indianer ihre Kultur zu erhalten und an die Besucher weiterzugeben. Auch die Sprache der damaligen Zeit wird versucht der jungen Generation weiterzugeben, was allerdings sicherlich nicht so einfach ist.

Auf Wanderwegen kann die Umgebung der Wüste hinter dem Gebäude erkundet werden. Aber Vorsicht – hier wird vor Klapperschlangen gewarnt. Diese leben hier tatsächlich. Auch ein Adlerpaar scheint sich hier wohl zu fühlen, immerhin haben sie diesen Platz ausgesucht um ihren Nachwuchs aufzuziehen.

 

 

 

 

Der Osoyoos Lake zählt mit einer Wassertemperatur von 24° zu den wärmsten Seen Kanadas. Gestern noch  konnten wir die Sonne durchscheinen sehen, heute versteckt sie sich wieder hinter dicken Rauchwolken. Dieses Tal ist sehr fruchtbar, sofern die Böden bewässert werden.

 

 

 

 

 

 

Auf unserem heutigen Weg nach Kelowna bieten zahlreiche Obst und Gemüsebauern ihre Ernte am Straßenrand an. Überall wo es möglich ist kaufen wir direkt beim Erzeuger, also decken wir uns mit frischen Tomaten, Äpfeln, Pflaumen, Kürbis und mehr zu einem wirklich günstigen Preis ein. Diese Hänge am See müssen auch ein guter Boden für Wein sein, wir fahren an vielen Weingütern vorbei. 

 

 

 

 

In Kelowna beziehen wir einen urigen Campingplatz auch wieder an einem See. Dort hausen manch seltsame Zeitgenossen, manch Blumenkind, scheinbar den ganzen Sommer oder vielleicht auch das ganze Jahr.

 

 

 

 

4 Tage lang wird im Theater in Kelowna die Oper Carmen aufgeführt, wir haben Glück und bekommen noch Karten für den heutigen Abend. Die Vorführung ist sehr modern gestaltet, von den Stimmen sind wir auch begeistert. Es ist schön wieder einmal ein bisschen Kultur zu geniessen.

 

 

 

 

Dieser Campingplatz ist für uns nicht zum länger bleiben, auch ist der Rauch wieder vermehrt in diese Gegend eingezogen, so verlassen wir Kelowna und streben unser nächstes Ziel, die „Harrison Hot Springs“ an. Wieder fahren wir durch dicksten Rauch, können auf der gegenüberliegenden Flußseite eines der zahlreichen Feuer sehen, sowie auch einige Löschhubschrauber.

 

 

 

 

Die Luft ist hier noch zum Schneiden dick, und dies 15 km vor unserem geplanten Ziel. Plan B tritt in Kraft. Wir fahren weiter an die Küste und erreichen diese nach ca. 450 km.

 

 

 

 

 

 

Genug für heute und die nächsten Tage. Was wir erhofften, tritt auch ein. Die Luft hier an der Küste nördlich von Vancouver ist wieder atembar. Wir finden einen schön gelegenen Campingplatz in einem kleinen Wald direkt an der Küste. Was mich auch besonders freut, wir sind wieder im Land der Bären angekommen.

 

 

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