Avola – die Heimat des Nero D´Avola

Avola – die Heimat des Nero D´Avola

 

DIE STADT DIE MANCHMAL SCHLÄFT

 

Von Brucoli ist es nur ein Katzensprung nach Avola. Wir entschließen uns nicht die Autobahn zu  benützen, sondern über kleinere Straßen der Küste entlang zu fahren. 

In das Zentrum von  Augusta zu fahren macht für uns keinen Sinn. Der Anblick der vielen petrochemischen Anlagen an der Küste schreckt uns doch ab. Ausserdem wurde uns erzählt daß es dort nicht wirklich etwas interessantes zu sehen gibt.

 

 

 

 

Wir umfahren  Siracusa, dem wir uns in einigen Tagen länger widmen wollen und fahren zum Leuchtturm auf der Halbinsel südlich von Saracusa.

 

Dieser ist jedoch nicht mehr in Betrieb, er ist dem Verfall gewidmet. Ich finde es sehr schade, denn dieser Leuchtturm war sicherlich einmal eine Augenweide. 

 

 

 

 

 

 

 

In Avola haben wir über das Internet einen ganz neuen Campingplatz gefunden. Nicht viele, dafür aber sehr großzügig angelegte saubere Plätze erwarten uns hier am Camping Oasi Pacaru. Die Sanitäranlagen sind ebenfalls nagelneu und dementsprechend sauber. Wir stehen umgeben von alten Olivenbäumen, Zitronen und Orangenbäumen. 

 

 

 

 

 

 

Jeden Tag in der Früh kommt der Bäcker mit frischen Backwaren und der Gemüsehändler mit seinem prall gefüllten Auto auf den Platz.

 

Avola ist die Heimat des bekannten Rotweines Nero d`Ávola .

 

Zudem ist Avola als das Zentrum des Mandelanbaus bekannt. 

Vom Campingplatz sind es nur ca. 15 Gehminuten in das Zentrum der Stadt. Der frühe Nachmittag ist keine gute Zeit um einen richtigen Eindruck einer Stadt zu bekommen. Tür und Tore sind verschlossen, es gibt keine Möglichkeit seinen Hunger zu stillen ausser mit süssen Sachen in einer Konditorei. In einem kleinen Einheimischenlokal finden wir dann doch noch etwas deftigeres. Pizza um € 1,50 und einen köstlichen Nudelauflauf um nur € 3,00 füllen dann doch unsere Mägen. Dazu wird Wein des Hauses serviert. 

 

 

 

 

Viel Hunger bedeutet “ ich habe leider kein Foto für euch“.

Wir entscheiden der Stadt doch noch eine Chance zu geben und starten einen neuen Versuch am nächsten Tag am Vormittag. Dies war eine gute Entscheidung. Heute sieht alles ganz anders aus. Lebhaftes Treiben in allen Straßen und Gassen. Marktstände sind an jeder Ecke, beim frischen Fisch können wir nicht widerstehen. Also tragen wir den Einkauf gleich zurück und machen uns erneut auf den Weg.

 

 

 

 

Nicht nur die Geschäfte haben ihre Türen geöffnet, auch die Kirchen können jetzt besichtigt werden. Die Chiesa della Santissima Annunziata erinnert uns sehr an die Kirchen in Südamerika. Dort sind sie auch oft mit bunten Farben bemalt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz anders präsentiert sich die Chiesa Madre an der Piazza Umberto. Diese ist viel dezenter gehalten und entspricht mehr unserer Vorstellung einer Kirche. Das Schmuckstück dieser Kirche ist sicherlich der prachtvolle, alte Altar. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider sind auch in dieser sizilianischen Stadt die Kirchen die am besten erhaltenen Gebäude. Verzierte Fassaden lassen zum Teil noch erahnen wie prachtvoll die Barockhäuser einmal gewesen sein müssen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bevor die Siesta beginnt machen wir uns auf in eine Salumeria, welche wir schon beim Weg in die Stadt für unsere heutige Jause erwählt haben. In Sizilien ist es bei Einheimischen üblich den Wein aus dem Tank in Plastikkanister oder Plastikflaschen gefüllt zu kaufen. 

 

 

 

 

 

 

Wir bestellen eine gemischte Platte für eine Person, und das war eine sehr gute Idee. Wir wurden beide mehr als satt. 

 

 

 

 

 

 

Ein Gemüsehändler bietet vor der Salumeria frische Artischocken an, da kann ich heute nicht widerstehen. Beladen mit 10  Artischocken um € 3,99 machen wir uns auf den Weg zurück. Gleich mache ich mich an die Arbeit – die Artischocken werden eingelegt.

 

 

 

 

 

Das Rezept findet ihr unter:

http://www.monika-reisenundmehr.at/einfach-himmlisch-selber-eingelegte-artischocken/

 

Wie kann es passieren daß man im Land wo die Zitronen wachsen keine mehr auf Lager hat? Mir ist es leider passiert, so gehe ich zu unserem Camping – Vater um ihn zu fragen ob die Zitronenbäume nebenan ihm gehören. Leider nein, aber er wird sehen ob er welche  besorgen kann. Wir brauchen heute nur eine einzige für die Zubereitung unseres Pulpo.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurze Zeit später kommt er zurück – mit einer ganzen Tasche voller köstlicher Zitronen. Das nenn ich mal Service. Für diesen wirklich sehr schönen Platz bezahlen wir € 16 Euro incl. Strom und Dauerduschen, was ich wenn möglich sehr geniesse. Oft ist die Benützung der Dusche gegen Bezahlung und zeitlich limitiert. Dann bevorzuge ich unser eigenes Badezimmer. 

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