Mit 30 kmh Durchschnittsgeschwindigkeit über die Berge Kolumbiens

Mit 30 kmh Durchschnittsgeschwindigkeit über die Berge Kolumbiens

 

 

IM SOMMER ANGEKOMMEN

 

 

In Cartagena  haben wir einen sehr wichtigen Termin. Die Verschiffung unserer Wohnmobile steht kurz bevor. Das heißt wir müssen heute 2 Tagesetappen zusammenlegen und fahren so 320 Kilometer. Das scheint gut machbar zu sein, jedoch haben wir die Verkehrs – und Straßenverhältnisse unterschätzt. Ausserdem gibt es auf unserer Route eine Brückensanierung, wo Wartezeiten bis 4 Stunden angesagt wurden.

Zum Glück haben wir uns dazu entschlossen schon um 6 Uhr in der Früh zu starten. Die Baustelle passieren wir nach einer Wartezeit von nicht mal 10 Minuten. Der LKW Verkehr ist noch nicht im Gange.

 

 

 

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Laguna Quilotoa

Laguna Quilotoa

LANDWIRTSCHAFT AUF 4000 METERN

 

 

Nach 2 sehr unruhigen Nächten verlassen wir diesen Rummelplatz und fahren in eine angenehmere Gegend. Banos selber hat ja mehr zu bieten als wir gedacht haben, doch ich sehne mich wieder nach Schlaf.

So fahren wir wieder zurück auf die Panamerikana, wo wir schon nach ca. 60 Kilometern in die Berge abzweigen.

 

 

 

 

 

 

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Das beeindruckendste Museeum Südamerikas

Das beeindruckendste Museeum Südamerikas

 

 

DURCH DIE WÜSTE NACH ECUADOR

 

 

Wir hätten nicht gedacht daß es noch schlimmer werden könnte, aber wir werden eines Besseren belehrt.
Wir verlassen Huanchaco und fahren heute nach Lambayeque. Es ist unglaublich wie Menschen hier leben können. Überall an der Straße nichts als Müll. Ein Leben auf der Müllhalde, und das über den ganzen Norden Peru´s.

 

 

 

 

Irgendwie kommen wir uns schon blöd vor, wir karren unseren kleinen Müllsack hunderte Kilometer durch das Land, bis wir einen Mülleimer finden um diesen endlich loszuwerden. Dabei fahren wir ständig durch Mülldeponien. Am schlimmsten ist es in der Stadt Chicvlayo. Auch durchfahren wir immer wieder Orte an denen die Tuc Tuc´s die Oberhand haben, und jede Lücke nutzen um vorzufahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch es gibt auch erfreulichere Momente auf unserer Fahrt nach Lambayeque.

 

 

 

Erfolglos stoppen wir an einer Tankstelle, es gibt keinen Kaffee. Trotzdem lohnt sich dieser Stopp für uns.
Gleich gegenüber entdecke ich einen ganz besonderen Baum. Über und über mit Vögeln besiedelt.

 

 

 

 

 

 

 

 

In Guadalupe wird sehr viel Reis angebaut. Genau diese Vögel sind auch überall auf diesen Feldern zu sehen, ich komme mir vor wie letztes Jahr auf Bali. Ich liebe dieses Grün der Reisfelder.
Es herrscht reges Treiben auf diesen 2 Bäumen, die jungen Vögel scheinen schon aus ihren Nestern geschlüpft zu sein.

Wir lassen uns dann einfach treiben, biegen von der Hauptstraße ab und finden einen netten Dorfplatz wo wir dann unsere Kaffeepause geniessen. Schon irgendwie komisch, es gelingt die Plazas sauber zu halten, doch der Rest des Landes erstickt im Müll.

 

 

 

 

Immer wieder wundern wir uns was in diesen Ländern alles möglich ist. Radfahrer fahren auf der Autobahn, überqueren diese auch wenn es sein muß. Und Autobahnbrücken werden auf ganz andere Art gebaut wie wir es kennen.

 

 

 

 

 

Unser heutiges Ziel und unser Übernachtungsplatz ist das Museo Tomas Reales de Sipan.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Alva

 

 

 

 

 

 

Walter Alva entdeckte im Jahre 1987 das Grab des Fürsten von Sipan in Hauch Rajada und machte ihn weltbekannt. Diese Entdeckung gehört zu den bedeutendsten archäologischen Funden im 20. Jahrhundert .
Er sicherte diesen Fund unter Einsatz seines Lebens, da auch Grabräuber diesen Schatz für sich erobern wollten.
Er ist seit 2002 der Direktor des Museums, dieses gibt es mittlerweile seit 15 Jahren.

Leider sind Taschen, Handys und Kameras im Museum verboten, wir müssen am Eingang durch einen Scanner, keine Chance für ein Foto. Eines aus dem Internet habe ich heruntergeladen. Unter anderem wurde das Grab eines Herrschers ausgegraben, daneben seine 3 Ehefrauen, ein Kind sowie ein General und ein Krieger. Diese mussten alle sterben um ihn in das nächste Leben zu begleiten.

 

 

 

 

Dieses Museum ist wirklich sehr beeindruckend, unvorstellbar was für Schätze dieser Herr Alba da sichergestellt hat. Es ist sicher eines der interessantesten Museen ganz Südamerikas.

Bei abendlichen Briefing wurde uns ein ganz besondere Ehre zuteil Herr Alba höchstpersönlich begrüßt uns und heißt uns herzlich willkommen. Er ist es auch, der es uns erlaubt auf dem Museumsgelände über Nacht zu bleiben. Ein lustiges Detail am Rande, er konnte sein Auto nicht mehr starten und musste von einigen starken Männern unserer Gruppe angeschoben werden. 

Nach einer ruhigen warmen Nacht verlassen wir Lambayeque und fahren wieder entlang der Panamerikana nach Norden. Heute überqueren wir die Grenze zu Ecuador.

Die geplante Route ist gesperrt, ein el Nino hat auch hier die Straßen so schwer beschädigt daß sie kaum passierbar sind. So fahren wir durch die Wüste „Desierto de Sechura“ nach Norden.

 

 

 

 

 

 

Überall wo Menschen leben sind die Straßen wieder von Müll gesäumt.

 

 

 

 

Hinter den Müllhalden befinden sich riesige Plantagen von Mangos, Limetten und Bananen.
Tonnenweise werden diese Mangos auf Lastwagen abtransportiert oder direkt vom Boden weg verkauft. Wie gerne hätte ich einige dieser saftigen , reifen Früchte gekauft, doch es steht wieder ein Grenzübertritt an. Das heißt, keine frischen Lebensmittel.

 

 

 

 

Bei der letzten Tour hat der Grenzübertritt mehrere Stunden gedauert. Kein Strom, kein Drucker funktionert, Generator und Drucker von Uwe wurden nicht angenommen. Wir stellen uns auf eine längere Wartezeit ein. 

 

 

 

 

Das neue Grenzgebäude, das vor 4 Jahren schon im Bau war ist noch nicht fertig. So werden wir in Containern abgefertigt.
Doch funktioniert heute fast alles reibungslos, und so können wir schon nach einer halben Stunde die Grenze zu Ecuador übertreten.
Lebensmittelkontrolle findet keine statt, so hätten wir doch noch einiges frisches Obst kaufen können. Kurz nach der Grenze dürfen wir die Nacht auf einer stillgelegten Tankstelle verbringen. Sogar ein Wachmann wird uns zur Verfügung gestellt, was hier allerdings nicht mehr nötig sein sollte.

 

 

 

 

So haben wir den Norden Perus scheinbar das erste Mal ohne unangenehmen Zwischenfall ( Einbruch ) überstanden. Wir haben auch die Wüste endgültig hinter uns gelassen und unsere Augen erfreuen sich wieder an dem satten Grün.

 

 

 

 

 

Von alten Kulturen in  Peru

Von alten Kulturen in Peru

 

 

CHAN CHAN UND HUANCHACO DE LA LUNA

 

Der Norden Perus ist nicht gerade das, was man ein sicheres Land nennt. So bilden wir heute auch keine Fahrgemeinschaft sondern fahren alle mit den eigenen Wohnmobilen nach Chan Chan.

Dies war die Hauptstadt des präkolumbianischen Chimú Reiches. Sie war wahrscheinlich die größte Stadt des südamerikanischen Kontinents und eine der größten der Welt, die aus Lehm erbaut wurden.

„Während der Blütezeit des Chimú-Reiches hatte Chan Chan etwa 60 000 Einwohner und besaß unermessliche Schätze an Gold, Silber und Keramik. Dieser Wohlstand blieb auch erhalten, nachdem die Inka die Stadt erobert hatten. Erst als die Spanier auftauchten, begann die Plünderung. Innerhalb weniger Jahrzehnte war außer Goldstaub kaum noch etwas übrig.“

Der große Tempel hat eine Länge von 1,2 km und eine Breite von 400 Metern. Das Stadtgebiet erstreckt sich heute noch über eine Fläche von 28 km2.

 

 

 

 

 

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Caral- die älteste Stadtsiedlung Amerikas?

Caral- die älteste Stadtsiedlung Amerikas?

 

 

OASEN UND ALTE STEINE

 

Wir verlassen Lima. Nach einem Höllenritt von fast 2 Stunden durch die Stadt kommen wir endlich wieder in eine ruhigere Gegend.
Was so viele Menschen am Samstag um 7 Uhr in der Früh auf der Straße machen, ich habe keine Ahnung. Außer uns natürlich, wir wollen schnellstens hier weg.

Schon gestern bei der Führung durch die Armenviertel haben wir gehört daß sich diese bebauten Hügel über 80 km weit ziehen. Das ist unvorstellbar, wenn man es nicht selber erlebt.

Auf unserer Fahrt wechseln sich Wüste und grüne Oasen ab.

 

 

 

 

 

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Abschied von Argentinien

Abschied von Argentinien

 

 

 

Die Nacht war ziemlich stürmisch und gewittrig. Wir haben auf dem Parkplatz beim Eingang des Nationalparks geschlafen. Bei der Abfahrt überqueren wir eine Brücke, gestern noch war das Flussbett trocken, heute tosen Wassermassen unter der Brücke durch.

 

 

 

 

 

 

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Denkmäler, bunte Felsen und Malereien

Denkmäler, bunte Felsen und Malereien

 

 

ISCHIGUALASTO UND TALAMPAYA

 

 

Wir verlassen Mendoza und fahren nach Ischigualasto.
Wieder folgen wir der Routa 40, die schon 5 mal bezahlt und doch nie fertiggestellt wurde. Wieder folgen wir zahlreichen Schlaglöchern unserem Ziel entgegen. Unterwegs mitten in der Pampa treffen wir auf Kinder, dort wohnen doch tatsächlich Menschen, für mich unvorstellbar.

 

 

 

 

Wir stoppen, rufen die Kinder zu uns, haben wir doch einige Sachen von zuhause mitgebracht. Und diese Kinder freuen sich sichtlich über Buntstifte und Bälle. Ich freue mich mit ihnen. Auch die Mama winkt uns aus der Ferne zu.

 

 

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Santiago

Santiago

 

 

Santiago de Chile

 

 

Sachen gibt es, man glaubt es nicht. Schon gestern haben wir und ein anderer Teilnehmer unserer Reisegruppe sich gewundert daß ständig die Alarmanlage losgeht. Wir kontrollieren alle Türen, Klappen und Fenster, es hilft alles nichts . So sperren wir etwas ratlos das Auto zu ohne die Alarmanlage zu aktivieren. Mein Schlaf ist dadurch ziemlich gestört, ich fühle mich nicht wirklich wohl. Am nächsten Morgen kommt Licht in diese Angelegenheit. Die Alarmanlagen wurden ziemlich sicher gespamt. Dies macht man scheinbar um uns zu veranlassen, diese zu  deaktivieren und um dann ungestört an die „Arbeit“ gehen zu können. Nicht gerade sehr beruhigend. Deshalb wohl der Wachdienst, der ständig an diesem Platz Streife fährt.
Heute steht ein Stadtrundgang an und es beruhigt mich daß manche auf dem Platz bleiben und so die Autos nicht alleine sind.
Nachdem sich Christian, unser Reiseleiter für heute vorgestellt hat marschieren wir zur U-Bahnstation. Die Stadtführung beginnt mit einem tollen Empfang. Auf dem Platz vor dem Regierungsgebäude findet gerade die Wachablöse statt. Seltsam ist die Musik, die aus den Instrumenten der Musikanten klingt. Bei sommerlichen Temperaturen werden Weihnachtslieder gespielt.

 

 

 

 

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Thermas Geometricas, heiße Quellen in üppigem Grün

Thermas Geometricas, heiße Quellen in üppigem Grün

 

ENDLICH WIEDER BADEN

 

 

Mal wieder richtig lange baden, und das in warmem Wasser. Darauf haben wir uns schon lange gefreut. Heute fahren wir von Osorno nach Conaripe. Die Morgengymnastik die unser neue Assistentguide Gabriel anbietet muß ich heute leider auslassen, ich habe eine „schwitzige“ Nacht hinter mir und hoffe daß es morgen wieder besser geht.
Unser Übernachtungsplatz liegt direkt am Ufer des Lago Calafquen. Die Fahrt dorthin ist nicht sehr spannend, wir fahren durch Wälder und Felder fast wie bei uns zu Hause in Österreich. Doch gibt es immer wieder etwas besonderes, heute einige Baustellentafeln die mir auffallen. In dieser Reihenfolge sind sie aufgestellt. Baustelle in 1000m, 400m,800m,600m,400m. Da hat wohl jemand nicht aufgepasst.
Wir bringen die 200 km heute schnell hinter uns, kochen unser Mittagessen schon am Ziel. Ein Bus holt uns dann ab und wir fahren zu den Termas Geometricas, dies ist ein Thermalbad hoch oben in den Bergen am Vulkan Villarica. Eine steile Piste führt 700 Höhenmeter zu diesem Canyon.

 

 

 

 

Hier hat ein Architekt eine sehr gute Arbeit geleistet indem er in diese enge Schlucht so ein wunderschönes Thermalbad baute.

 

 

 

 

Rote Stege führen hoch hinauf bis zu einem Wasserfall. Auf beiden Seiten laden zahlreiche Wasserbecken mit Temperaturen bis zu 45°C zum entspannen ein, umrankt von riesigen Blättern und Farnen. Die Temperaturen der Wasserfälle sind dafür umso kälter, 6° und 9° sind eine schmerzhafte Erfrischung.

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Rundfahrt um den Osorno

Rundfahrt um den Osorno

 

 

VULKAN OSORNO

 

 

Das Wetter ist noch ein bisschen trübe heute in der Früh, doch machen wir uns auf den Weg zu einer Rundfahrt. Erst führt uns der Weg in die hübsche kleine Stadt Frutillar, diese liegt am drittgrößten See Südamerikas, dem Lago Llanquihue. Diesen See „umrunden“ wir heute. Dies war einst ein Zentrum deutscher Einwanderer, hier gibt es keine Tortas, sondern Kuchen auf der Speisekarte, sowie einige deutsche Restaurants und sogar eine nachgebaute Kuckucksuhr.

 

 

 

 

 

 

 

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